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BLKÖ:Dauthage, Adolph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 3 (1858), ab Seite: 174. (Quelle)
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Dauthage, Adolph (Porträtmaler und Lithograph, geb. in Rustendorf bei Wien 20. Februar 1825). Der Sohn eines Spenglers in Rustendorf besuchte bis zum 9. Jahre die Schule in Reindorf, dann bei St. Anna in Wien; aber die Vermögensverhältnisse der Eltern verhinderten die Fortsetzung der Studien und schon entschloß sich D., das Gewerbe eines Vergolders zu erlernen, als ein Geistlicher in ihm den Beruf eines Malers erkannte. Durch des Priesters Verwendung bei Führich gelang es D. auf die Akademie zu kommen, wo er unter Prof. Gselhofer und später unter Director Petter die Antiken studirte. Nach dem Tode seines Schützers, der D. unterstützte, war er gezwungen, statt seine Studien fortzusetzen, selbst Geld zu verdienen. Anfänglich besorgte er Copirungsarbeiten, zeichnete Illustrationen zu Kindermärchen, bis ihm der um Förderungen österr. Kunstgegenstände vielverdiente Kunsthändler Paterno eine angemessenere Beschäftigung gab. Hierauf kam D. zu Kriehuber, wo er 4 Jahre arbeitete und sich bei diesem Meister in der Porträtlithographie so tüchtig ausbildete, daß er selbständig zu arbeiten begann. Von seinen lithographirten Bildern nach Gemälden sind bei Paterno erschienen nach Malitsch: „Der schwere Entschluss“; – nach Ranftl: „Der Taufgang“ – „Das Gelöbniss“ und „Ave Maria“ – nach Einsle: „Ein schlafendes Kind“, aus dem Album Ihrer Maj. der Kaiserin – nach Waldmüller: „Die kleine Spenderin“; – „Der neue Lehrling. Vereinsblatt für den österr. Kunstverein im J. 1856“; – nach A. Schön: „Heimkehrende Ungarn“ – nach Schiavone: „Emilie“; – „Marietta“. – Von seinen Porträten sind anzuführen nach Einsle: Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin; – nach der Natur: Ihre kais. Hoheit die Frau Erzherzogin Hildegarde; – Ihre kais. Hoheiten die Erzh. Albrecht und Sigmund; – Se. Eminenz der Cardinal von Haulik, Erzbischof in Agram; – v. Kunszt, Erzbischof in Kolocsa; – Graf Romilli, Erzbischof in Mailand; – Baraniecki, Erzbischof in Lemberg; – Franz Joseph Rüdigier, Bischof von Linz; – Friedrich Mayer[WS 1], Abt von St. Florian; – Thomas Mitterndorfer, Abt von Kremsmünster – Reslhuber, astronom. Director der Sternwarte zu Kremsmünster; – Lebschy, Abt des Stiftes Schlegl; – Schropp, Domcapitular in Linz; – Hofrath Ritter von Kreil; – ferner die Mitglieder der kais. Akademie der Wissenschaften: Präsident Freiherr von Baumgartner[WS 2], Vizepräsident Karajan und Secretär Wolf und die Mitglieder: Arneth, Bürk, Bergmann, Bartsch, Ritter von Burg, Chmel, Diemer, Ettingshausen, Grillparzer, Gaisberger, Jäger, Kollar, Keller, Littrow, Miklositsch, Prechtl, Petzval, Pritz, Palacky, Rochleder, Rettenbach, Schroetter, Seidl, Stülz, Beda Weber, Hammer-Purgstall, Münch-Bellinghausen, Stampfer; die Reisenden der Novara: Scherzer, Frauenfeld und Hochstetter – ferner die Sänger und dramatischen Künstler: Beck, Dr. Schmidt, Auerbach, Everardi, Marchesi, Baumeister u. Meißner; die Damen: Pochini, Everardi, Goßmann im französischen [175] Costüm und als „Grille“; in letzter Zeit: Baronin v. Brandhof, Ritter von Ettenreich, Dr. v. Mühlfeld, Virtuos Rubinstein, Architekt Romano und die Aquarelle der Fürstin von Sulkovska sammt Sohn, der Comtesse Colloredo-Mansfeld, der Gräfin Kinsky und der Sängerin Csillag.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Joseph Mayer.
  2. Vorlage: Baumgarten.