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BLKÖ:Einsle, Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Eisel, Mathias
Band: 4 (1858), ab Seite: 15. (Quelle)
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Einsle, Anton (Hofmaler, geb. um den Anfang dieses Jahrhunderts).[BN 1][BN 2] Arbeitet seit vielen Jahren in Wien und genießt den Ruf eines ausgezeichneten Porträtmalers. Der größte Theil seiner Arbeiten besteht aus Porträten, gewöhnlich von Personen, welche der höhern Gesellschaft angehören. In Ausstellungen waren zu sehen die Genrebilder: „Der Brief“ (Kunst-Ausstellung 1842); – „Der Negersclave“ (1846); – die Porträte: Kaiser Franz Joseph; – Kaiserin Elisabeth [beide Eigenth. d. Allerh. Hofes); – Erzh. Karl von Oesterreich, für die Königin von Neapel. E. erhielt dafür das Ritterkreuz des Francesco-Ordens und wurde außerdem reich beschenkt; – Seine kaiserliche Hoheit Erzherzog Stephan (1844); – Graf Ficquelmont (1846); – Graf Chotek im Jagdcostume (1846); – Graf Zichy im Jagdcostume (1844); – Freiherr von Orczy (1844) und die Freiinnen Orczy; – Gräfin Wickenburg im Maskencostume (1846); – Bildhauer Klieber (1844); – Se. Exc. des FM. Grafen Radetzky (Eig. Sr. kaiserl. Hoheit des Erzh. Max Ferdinand); – Se. Exc. des FZM. Baron Heß (Eig. Ihr. Exc. der Fr. Baronin Heß); – Fräulein Königswarter (1844); – Zwei weibliche Studienköpfe (1844).

Müller (Fr.), Die Künstler aller Zeiten und Völker (Stuttgart 1857, Ebner und Seubert, gr. 8°.) I. Bd. S. 562. – Wiens Kunstsachen [16] oder Führer zu den Kunstschätzen Wiens (Wien 1856, Seidel, kl. 8°.) S. 21 [daselbst heißt es: „Einsle, k. k. Hofmaler, hat, was die Aehnlichkeit seiner Porträte betrifft, nur Einen Concurrenten zu fürchten, und dies ist der Spiegel. Wer also fürchtet, zu gut getroffen zu werden, hüte sich vor ihm. Man suche darin nichts gegen den Maler, der auch, abgesehen von seiner großen Kunst zu treffen, ein sehr achtbarer Meister ist.“] – Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter (Wien, gr. 8°.) 1842. Beilage zu Nr. 5: „Die diesjährige Kunstausstellung[WS 1] in Wien“, besprochen von X. Dusch. S. 365 u. 366. – Dieselben 1844, S. 299. – Dieselben 1845, Beilage Nr. 23: „Kunstausstellung im J. 1845“, besprochen von Dr. Ed. Melly [charakterisirt den Künstler: „E. erfreut noch immer durch das glückliche Bestreben nach Plastik der Form, nach Gediegenheit des Vortrags, nach ernster Auffassung des Bedeutenden und durch virtuose Behandlung des Stofflichen; aber sein Fleisch ist meist zu hart, um Fleisch zu sein“]. – Dieselben 1846, S. 263: „Atelierschau.“ – Auer (M.), Faust 1856. Beilage zu Nr. 23: „Die September-Ausstellung des östr. Kunstvereins“ von Kertbény [daselbst heißt es S. 3: „Die Malmanier dieses Künstlers macht frappant den Eindruck jener Papiertapeten, auf welche bildliche Darstellungen durch Kreidefarben mit Patronen aufgetragen sind (!) Es gibt nichts Erdigeres, Unleuchtenderes, Dumpferes als dies Grau in Grau und Kreideweiß in Kreideweiß, und es gibt nichts Schrofferes und Unbeholfeneres als diese Pinselführung (!!)].

Berichtigungen und Nachträge

  1. Einsle, Anton [Bd. IV, S. 15], gest. zu Wien im März 1871.
    Fremden-Blatt 1871, Nr. 72. [Band 24, S. 400]
  2. Einsle, Anton [Bd. IV, S. 16; Bd. XXIV, S. 400], gestorben zu Wien am 10. März 1871.
    Deutsche Roman-Zeitung, herausg. von Otto Janke (Berlin, 4°.) VIII. Jahrgang (1871), Bd. III, Sp. 154. [Band 28, S. 330]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Kunsausstellung.