Zum Inhalt springen

BLKÖ:Szeps, Moriz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Szepessy, Joseph
Band: 42 (1880), ab Seite: 116. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Moritz Szeps in der Wikipedia
Moritz Szeps in Wikidata
GND-Eintrag: 121673928, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Szeps, Moriz|42|116|}}

Szeps, Moriz (Journalist, geb. zu Busk in Ostgalizien am 4. November 1834). Sein Vater Leo (gest. 1851) war ein geachteter praktischer Arzt zu Busk, wie denn überhaupt aus der Familie mehrere geschickte Aerzte, Rabbiner und Gelehrte hervorgegangen sind. Moriz genoß den Gymnasialunterricht in Lemberg, widmete sich nach Beendigung der philosophischen Jahrgänge ein Jahr lang an der dortigen Universität dem Studium der Naturwissenschaften und arbeitete dann im Laboratorium des Professors der Chemie Wolff, den er später auch supplirte. 1854 kam er nach Wien, um Medicin zu studiren. Er wurde ein fleißiger Besucher der Vorträge Rokitansky’s und verlegte sich überhaupt mit solchem Eifer auf die Studien, daß ihn seine Collegen mit Vorliebe zu ihrem Repetitor wählten, und somit manche der heutigen Celebritäten der Medicin zu seinen Schülern zählen. Um diese Zeit bereits betrat er – wohl nur versuchsweise – die schriftstellerische Bahn. Er schrieb für verschiedene Zeitschriften, namentlich für das „Familienbuch des österreichischen Lloyd“ naturwissenschaftliche Aufsätze. Durch die Bekanntschaft mit Dr. Wislocki, dem Assistenten des Professors Rokitansky und Chef-Redacteur des damals (1855) entschieden polnisch gefärbten Wiener Blattes „Der Wanderer“, wurde er auf das publicistische Gebiet geführt. Am 26. November 1855 starb der polnische Dichter Adam Mickiewicz in Constantinopel. Als die Nachricht davon in Wien eintraf, galt es, rasch für den „Wanderer“, den Träger und Verfechter des Polonismus, in ein paar Artikeln über den Tod des berühmten Dichters dessen Bedeutung dem Wiener Publicum klar zu machen, welcher Aufgabe sich Szeps in drei Feuilletons entledigte. So war denn die Verbindung zunächst mit dem „Wanderer“, dann aber mit der politischen Presse überhaupt angeknüpft, und er schrieb nun 55/56 zur Zeit des orientalischen Krieges, und später 1857 bis 1858 für die von Zang redigirte „Presse“ eine Reihe von Aufsätzen, welche ebenso in der Journalistik, wie bei dem Zeitung lesenden Publicum Aufmerksamkeit erregten. Diese Artikel, theils politischen, theils naturhistorischen Inhalts, beschäftigten sich zumeist mit dem Osten Europa’s, behandelten das damalige Ereigniß in der politischen Welt: die Bauern-Emancipation in Rußland, dann die Reformen und Umgestaltungen in diesem Reiche und deren Einfluß auf die Verhältnisse der übrigen Staaten des Continents. Als im Mai [118] 1858 der damalige Redacteur und Herausgeber der in Wien erscheinenden „Morgenpost“ Dr. Landsteiner einen Redacteur für den politischen Theil seines Blattes suchte, wendete er sich an Szeps, dessen Name in journalistischen Kreisen schon viel genannt wurde, und forderte ihn auf, die Redaction zu übernehmen. Immer noch schwankte Szeps, ob er die medicinische Laufbahn mit der publicistischen vertauschen sollte, endlich entschied er sich für letztere, trat bei der „Morgenpost“ ein und wurde Chef-Redacteur dieses Blattes. Mit einem Artikel über Montenegro, welches er treffend den „Wetterwinkel Europa’s“ nannte, eine Bezeichnung, die bis zur Stunde zutrifft, debutirte er. Als der verhängnißvolle Neujahrgruß 1859 in den Tuilerien stattfand [vergl. den Artikel: Alexander Freiherr von Hübner, Bd. IX, S. 391], prophezeite Szeps, was nun damals freilich nicht allzu großer Sehergabe bedurfte, den Krieg, und die Art, wie er dies that, das stete in den Vordergrundstellen dieses Themas, brachte ihn in mancherlei Verwicklungen mit der Preßbehörde, welche begreiflicherweise solch beständiges Beunruhigen des Publicums nicht eben opportun fand. Der Krieg, der unausweichlich war, brach aus, und die „Morgenpost“ nahm durch die Schilderung der Kriegsereignisse, welche sie mit einer Vollständigkeit wie kein anderes Wiener Blatt brachte, einen ungeahnten Aufschwung. Auch war es Szeps, welcher unmittelbar nach der Schlacht von Solferino im genannten Blatte auf die unabweisbare Nothwendigkeit von Reformen hinwies. Bei den damaligen Preßverhältnissen wäre ein Artikel über diesen Gegenstand im politischen Theile des Blattes nicht möglich gewesen, so fand er denn unter harmlosem Titel im Feuilleton seinen Platz, um da ebenso wenig seine Wirkung zu verfehlen und den Verfasser in Conflict mit der Behörde zu bringen. Nun aber war eine andere Zeit gekommen, die Zeit politischer Reformen, durch welche mit dem alten System gebrochen wurde. Die Presse gab bei diesem Umschwunge den Ton an. Eine Broschüre, betitelt: „Freie Worte eines Bürgers an den Kaiser von Oesterreich“ würde als solche unverkauft geblieben und von dem Gros der Bevölkerung, auf welche sie gemünzt war, wenig oder gar nicht beachtet worden sein. Da verfiel Szeps auf den Ausweg, sie an der Spitze seines Blattes abzudrucken. Der Erfolg war ein beispielloser, 48 Stunden arbeitete die Druckerei unausgesetzt, um dem Verlangen nach Exemplaren zu genügen. Am 23. April 1860 fand der Selbstmord des Ministers Bruck statt, man glaubte die That vor dem Publicum verheimlichen zu sollen; die „Morgenpost“ ihrerseits wollte es aber ihren Lesern, wenn nicht gerade heraus sagen, so doch auf einem Umwege bekanntgeben, und so theilte sie denn mit: „Bei der Section der Leiche Bruck’s ergab sich, daß die Handgelenke durchschnitten und im Magen eine Quantität giftigen Stoffes gefunden wurde“. Von dieser Nummer sollen über Einhunderttausend Exemplare verkauft worden sein. Es ließen sich noch manche Fälle der publicistischen Taktik, nach welcher Szeps in der „Morgenpost“ manövrirte, anführen, aber die erzählten werden zum Verständnisse vollauf genügen. Diese Periode nach dem Feldzuge des Jahres 1859 während des unheilvollen Ministeriums Goluchowski, durch welches der Kaiserstaat ein zweites Solferino erlitt, war ganz danach angethan, um die [119] Publicistik auf Mittel sinnen zu lassen, welche manche gegen sie gerichteten Maßregeln paralysiren sollten. Der unsittliche Vorgang einer willkürlichen Bedrückung drängte unwillkürlich zu ebenso wenig sittlichen Maßnahmen, um diesem Drucke auszuweichen. Endlich trat mit dem Staatsminister v. Schmerling, der am 13. December 1860 an die Spitze der Geschäfte kam, die neue Zeit, welche durch den unglücklichen Ausgang des Feldzuges 1859 vorbereitet worden war, wirklich ein. Es begannen die Sonnentage des österreichischen Regimes. Szeps redigirte die „Morgenpost“, er stand immer auf der Linken oder richtiger äußersten Linken. Dadurch wuchs zusehends der Leserkreis des Blattes, das im verhängnißvollen Kriege 1866 es auf eine Auflage von 30.000 Exemplaren brachte. Indessen wurde das nie erquickliche Verhältniß mit dem Eigenthümer des Blattes, einem Sonderling sonderlichster Art, immer unerquicklicher und Szeps, der seine Schwingen geprüft und die Ueberzeugung gewonnen hatte, er könne schon einen Flug auf eigene Kraft wagen, benützte den ersten Moment, der sich ihm zur Selbstständigkeit darbot, und kaufte im Juli 1867 das „Neue Wiener Tagblatt“, in dessen Redaction mit dem Chef fast das ganze Arbeitspersonal der „Morgenpost“ übertrat und zu dessen neuen durch ihn geschulten und großgezogenen Kräften die erprobten alten des Blattes, darunter vor allen Friedrich Schlögl [Bd. XXX, S. 128], der Verfasser von „Wiener Blut!’, der bis dahin den localen Theil des Blattes besorgt hatte, sich gesellten. Unter diesen Verhältnissen entwickelte sich das „Neue Wiener Tagblatt“ bald in außerordentlicher Weise. „Herr Szeps“, schreibt Don Spavento in dem unten angegebenen Schriftchen. „ist für uns einfach das „Neue Wiener Tagblatt“, das heißt 30–40.000 Exemplare täglich, welche das Hirn von 2–300.000 Lesern zu erleuchten berufen sind. Als Repräsentant der politischen Reife, des literarischen Geschmackes, des socialen Strebens dieser Viertelmillion Menschen erscheint uns Herr Szeps eine der gewichtigsten Persönlichkeiten Wiens. Er weiß es ganz gut und von Zeit zu Zeit deployirt er seine Macht auf eine überraschende Weise und ruft es allen ins Gedächtniß zurück, daß man mit ihm in erster Reihe zu rechnen habe. So z. B. hat er der Weltausstellung (1873) den Krieg bis aufs Messer erklärt und nicht wenig dazu beigetragen, ihr den Nimbus zu rauben, den sie von vornherein beanspruchte. Er hat den armen Schah von Persien zum Kinderspott in Wien herabgezerrt und hat es durchgesetzt, daß ein ländlicher Wahlbezirk seinen altbewährten ehrenhaften Vertreter über Bord werfe und dafür den Mann wähle, der gleich dem verlorenen Sohne nach mancherlei Irrfahrten zum „Tagblatt“ zurückgekehrt ist.“ Szeps besitzt neben eigener unermüdlicher Arbeitsthätigkeit die auf journalistischem Gebiete ungemein wichtige Gabe, jede Kraft, die eine wirkliche Kraft ist, zu benützen und ihr den gehörigen Wirkungskreis zuzuweisen. Dabei hält er mit seinem Arbeitspersonale im Blatte ein Verhältniß aufrecht, das ihm die Sympathien desselben und wenn es nöthig werden sollte, dessen Opferwilligkeit sichert. Da trat ein Ereigniß ein, dessen Tragweite damals kaum Jemand geahnt hätte und welches das Blatt für einige Zeit zum Löwen des Tages machte. Es war die Bulle des Papstes Pius IX. „Servus [120] frater indignus“ ddo. 29. Juni 1868 erschienen, welche auf den 8. December 1869 ein allgemeines Concil nach der ewigen Stadt einberief. Da brachte das „Neue Wiener Tagblatt“, dessen Redacteur Szeps seit einigen Monaten war, an der Spitze der Nummer vom 4. Juli (Nr. 182) den Leitartikel „Der Knecht der Knechte Gottes“, er leitete den Abdruck der übersetzten Bulle, wie selbe der „Volksfreund“ gebracht, ein. In diesem Leitartikel wird entgegen den Anschuldigungen, welche die Bulle wider die gesammte Christenheit erhebt, in welcher Gottlosigkeit, Sittenverderbniß, zügellose Ungebundenheit, die Seuche schlechter Meinungen aller Art, alle Laster und Verbrechen, die Verletzung göttlicher und menschlicher Gesetze überall so verbreitet seien, daß nicht nur unsere heiligste Religion, sondern auch die menschliche Gesellschaft auf bejammernswerthe Weise in Verwirrung gestürzt und gequält werde – und als Grundursache dieser Uebel werden die „gottlosen Bücher“ und „verderblichen Zeitungen“ bezeichnet – die Aufmerksamkeit des heiligen Vaters auf seinen eigenen Kirchenstaat geleitet, in welchem bei weitem schlimmere Zustände herrschen, als in irgend einem anderen Lande der Erde. Hatte nun schon dieser übrigens maßvoll geschriebene Artikel Sensation erregt, so war doch dieselbe nichts im Vergleiche zu der Erregung, in welche zwei Tage später durch das Feuilleton desselben Blattes (Nr. 186), betitelt „An den Knecht der Knechte Gottes in Rom“, die öffentliche Meinung gerieth. Dagegen einzuschreiten fand sich die k. k. Staatsanwaltschaft berufen und erhob darüber eine Anklage gegen Redaction und Eigenthümer, welch’ letzterer eben Szeps war. Den Standpunkt der Staatsanwaltschaft bezeichnet die Erklärung derselben zutreffend: daß der Artikel auch dann verfolgt worden wäre, wenn er, statt gegen den katholischen Clerus, gegen Rabbiner oder gegen Pastoren sich gerichtet hätte. Die Verhandlung endigte mit der Verurtheilung des Redacteurs und des Eigenthümers. Mehrere Wochen später veranlaßte der Artikel „Cardinal Rauscher in bengalischer Beleuchtung“ in der Nummer des „Neuen Wiener Tagblattes“ vom 15. August 1868 die Staatsanwaltschaft neuerdings gegen Szeps einzuschreiten, und diesmal endete die Verhandlung mit der Nichtschuldigerklärung. Daß solche Erfolge die Aufmerksamkeit des Publicums auf das Journal insbesondere richteten, ist selbstverständlich, und so steigerte sich denn auch mit dem Einflusse des Blattes dessen Abnehmerzahl, so daß diese während des bosnischen Feldzuges (1878) sogar auf 52.000 kam. Aber auch auf Vervollkommnung des redactionellen Apparates war Szeps immerfort bedacht. Er scheute keine Kosten, um nach allen Richtungen Verbindungen zu unterhalten und mit der stetigen Steigerung der Theilnahme von Seite des Publicums steigerten sich auch die Gebühren für Telegraphen und die Honorare der Berichterstatter zu enormen Höhen. So aber geschah es, daß nicht selten – um nicht zu sagen immer – das „Neue Wiener Tagblatt“ an der Tête der Ereignisse marschirte und die anderen Wiener Blätter namentlich in wichtigen Zeitperioden mit seinen Neuigkeiten überholte. So z. B. hatte das „Neue Wiener Tagblatt“ zuerst und allein in einer Morgen-Separatausgabe die Nachricht von dem Siege der deutschen Waffen bei Sedan und allem, was damit im Gefolge, gebracht. An maßgabender Stelle [121] sah man, nachdem diese Extrabeilage erschienen war, das Ganze für eine absichtliche Lugente, für ein journalistisches Manöver zu Gott weiß welchem Zwecke an, und in der Druckerei des Blattes spielte sich eine arge Scene ab zwischen der Redaction, welche die Nachricht gebracht, und einem mächtigen gebietenden Manne, welcher über solche unqualificirbare Lügen wetterte, da ja die Regierung selbst keine diesbezügliche Nachricht erhalten habe! Erst Nachmittag trafen im auswärtigen Amte die Telegramme mit jenen Nachrichten ein, welche das „Neue Wiener Tagblatt“ bereits vor mehreren Stunden der Bevölkerung mitgetheilt hatte. Aehnliches geschah bei der Uebergabe von Metz. Es ist aber auch erwähnenswerth, zu welchen sinnreichen Mitteln Szeps mitunter griff, um dem Publicum mit solchen Proben journalistischer Raschheit und Präcision aufzuwarten. So erschien am 15. Juni 1876 im „Neuen Wiener Tagblatt“ ein aus Belgrad datirtes Telegramm, des Inhalts: „Das zweite Aufgebot der serbischen Miliz mobilisirt, der Krieg beginnt mit 1. Juli“. Welches Aufsehen eine so bestimmte Mittheilung in den Massen, welche dem beginnenden Kriege an den Grenzen Oesterreichs mit banger Besorgniß entgegensahen, hervorbringen mußte, ist leicht begreiflich. Auch die Regierung war über diese Mittheilung verblüfft, in der Delegation ward diese Nachricht dementirt und das Blatt in eine gerichtliche Untersuchung verwickelt, während an maßgebender Stelle die Erklärung abgegeben wurde, daß ein Telegramm[WS 1] dieses Inhalts in Wien gar nicht ausgegeben worden sei. Und dem war wirklich so: die Regierung hatte die Wahrheit gesprochen. Ein Telegramm mit obigen Worten war auch nicht ausgegeben worden. Aber ein Freund des Blatteigenthümers Szeps hatte ein mit diesem bereits früher vereinbartes Telegramm erhalten, welches lautete: „Der zweite Auftrieb hat begonnen, Markt 1. Juli eröffnet“’. Dieses Telegramm erschien allerdings unbedenklich und wurde auch ausgefolgt. Wie Szeps es dechiffrirte und verwerthete, haben wir eben gesagt, und daß es auch die Wahrheit enthielt, ist bekannt. Das bisher Gesagte gibt ein naturgetreues Bild des Redacteurs Szeps, der, wie aus Vorstehendem erhellt, die Verkörperung des modernen Journalismus, und dieser gibt nicht die öffentliche Meinung wieder, sondern macht dieselbe, wie er sie eben braucht. Szeps ist der Hauptzweck einer Zeitung; gelesen zu werden, und diesen zu erreichen, danach schlägt er den Ton an, und daß er stets den richtigen trifft, beweisen die 30, 40, 50.000 Exemplare tägliche Auflage. Er hat niemals nur einen Theil des Publicums im Auge, und heißt sein Blatt auch demokratisches Organ, mehr als von den Demokraten wird es von den Aristokraten und allen anderen Parteien, deren Namen auf aten ausgehen, gelesen. Spavento bemerkt, „daß Szeps zu den ersten Leitartikel-Schreibern Wiens gezählt werden müsse. Man ist oft mit ihm nicht einverstanden, aber man liest seine Artikel doch gern, denn sie sind scharf gedacht und der Styl ist von einem orientalischen Hauch durchweht“. Wir haben nur noch Weniges beizufügen. Szeps ist durch die Gewandtheit und das Geschick, mit dem er sein Blatt redigirt, heute ein reicher Mann und mehrfacher Realitätenbesitzer. Wie uns ein literarischer Freund mittheilt, der seit Jahren mit Szeps verkehrt, hat derselbe ein Herz für die [122] Armen, und daß er es hat, bewies er tatsächlich durch seine Gründung eines Pfänderauslösungsfonds. Er vermälte sich im Jahre 1861 mit Amalie Schlesinger, der Schwester der beiden Feuilletonisten Max und Sigmund Schlesinger [Bd. XXX, S. 93, Nr. 7 und S. 89], aus welcher Ehe fünf Kinder, zwei Söhne und drei Töchter, vorhanden sind. Von letzteren ist Bertha[WS 2] eine ausgezeichnete Claviervirtuosin.

Floh vom 4. Jänner 1880, Nr. 1. – Don Spavento. Wiener Schriftsteller und Journalisten. Typen und Silhouetten (Wien 1874, Spitzer und Holzwarth jun., 8°.) S. 30. – Neues Wiener Tagblatt. Demokratisches Organ, II. Jahrg., 4. Juli 1668, Nr. 82: „Der Knecht der Knechte Gottes“. – Dasselbe, Nr. 186 im Feuilleton: „An den Knecht der Knechte Gottes“. – Dasselbe, Beilage zu Nr. 258: „Unser Preßproceß. – Dasselbe, 1868, Nr. 259, im Feuilleton: „Vom Tage“. – Dasselbe, 17. October 1868, Nr. 286 im Artikel: „Cardinal Rauscher und das „Neue Wiener Tagblatt“.
Porträte. 1) Ueberschrift: „Moriz Szeps“. Laci v. F.(recsay). In der „Bombe“ vom 22. Juli 1877, Nr. 29. – 2) Ueberschrift: „Moriz Szeps. Chef-Redacteur des „Neuen Wiener Tagblatt“. Gezeichnet von Klič. Im „Floh“ vom 4. Jänner 1880, Nr. 1. – 3) Unterschrift: „Moriz Szeps“ („Neues Wiener Tagblatt“). Dombi (gez.). Im Journalisten-Album „Kaktus“ (Wien, gr. Fol.) 1874, Nr. 23.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Telegrammm.
  2. Berta Zuckerkandl-Szeps (Wikipedia).