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BLKÖ:Hübner, Alexander Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Huebmer, Georg
Band: 9 (1863), ab Seite: 391. (Quelle)
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Hübner, Alexander Freiherr (Staatsmann, geb. zu Wien 26. November 1811). Die Studien beendete H. an der Wiener Hochschule, darauf besuchte er Italien, wo eben die Zustände sich wieder bedenklich zu gestalten begannen, und trat, als er 1833 nach Wien zurückkehrte, in der Staatskanzlei in den Staatsdienst. H. wurde alsbald zu Arbeiten im Cabinete des Staatskanzlers verwendet, und erhielt seine erste Anstellung bei einer Gesandtschaft, als Graf Apponyi 1837 nach Paris ging und H. dessen Gefolge beigegeben wurde. Nach einjährigem Aufenthalte in Frankreich berief ihn Metternich [392] zurück und ließ sich von ihm Bericht erstatten über die inneren und äußeren Erfolge der Politik Ludwig Philipp’s. Schon damals traten die Absichten Frankreichs: die romanischen Staaten für ein großes Bündniß zu gewinnen und die italienische Halbinsel zugleich mit der pyrenäischen in die französischen Interessen zu verflechten, wenig verschleiert zu Tage und mochten Metternich zunächst bestimmen, die seit Dom Miguel’s Sturze unterbrochenen diplomatischen Beziehungen mit Portugal neuerdings anzuknüpfen. Noch im Jahre 1841 erfolgte die Anerkennung der Königin Maria da Gloria, und als im genannten Jahre Baron Marschall als österreichischer Gesandter nach Lissabon entsendet wurde, ward ihm H. als erster Gesandtschaftssecretär beigegeben. Im Jahre 1844 wurde H. nach Leipzig entsendet, um daselbst die Stelle eines Generalconsuls zu vertreten und die diplomatischen Geschäfte an den anhaltinischen Höfen zu besorgen. Beim Beginne der italienischen Bewegung im Jahre 1848, als es sich darum handelte, durch einen Mann von Gewandtheit und Menschenkenntniß von den Verhältnissen in Italien genaue Kenntniß zu erlangen, wurde H. nach Mailand gesendet und beauftragt, den Briefwechsel des Erzherzogs Rainer mit den benachbarten Höfen zu führen. Als nun die Revolution in Mailand ausbrach, geschah es auch, daß Hübner während der blutigen Kämpfe der Märztage von den Aufständischen gefangen genommen und als Geißel zurückbehalten wurde. Erst nach einigen Monaten erhielt er durch Auswechslung seine Freiheit wieder. Während die Bewegung im Jahre 1848 in Wien fortwährend im Steigen begriffen war, lebte H. zurückgezogen und trat erst wieder in den Vordergrund, als Fürst Schwarzenberg im October energische Widerstandsmittel organisirte, um die sich überstürzende Bewegung zu bemeistern. H. erhielt nun Befehl, sich nach Schönbrunn zum Kaiser zu verfügen und den Monarchen mit der kaiserlichen Familie nach Olmütz zu geleiten. Als sich bald darauf das Ministerium Schwarzenberg-Stadion gebildet hatte und die Geschäfte in Olmütz führte, war es H., der alle die mannigfaltigen Manifeste, Aufrufe und sonstigen öffentlichen Urkunden redigirte, die theils auf die Thronbesteigung des Kaisers Franz Joseph, theils auf die Neugestaltung des Kaiserstaates Bezug nahmen. Bis zum März 1849 arbeitete H. an der Seite des Ministers Schwarzenberg, der ihn nun mit der diplomatischen Correspondenz des auswärtigen Amtes betraute. Im März des genannten Jahres erhielt H. eine außerordentliche Mission nach Paris, welcher einige Monate später seine Ernennung zum bevollmächtigten Minister bei dem Präsidenten der Republik folgte. Diesen wichtigsten und schwierigsten aller diplomatischen Posten bekleidete H. durch neun Jahre, innerhalb welcher sich die Wiederherstellung des französischen Kaiserreiches und die Rückkehr zur altnapoleonischen Politik in äußeren Angelegenheiten vollzog. In dieser Zeit hielt er das gute Einverständniß Frankreichs mit Oesterreich aufrecht und beeinflußte das Verhalten Oesterreichs gegen Rußland in der orientalischen Frage, nahm an den Berathungen und Beschlüssen des Pariser Friedenscongresses Theil, in welchem er den Ansprüchen Cavour’s energischen Widerstand entgegenstellte. Während die napoleonische Politik heimlich einen neuen, nur unheilvolleren Knoten schürzte, als es der eben [393] gelöste der orientalischen Frage war, wurde H.’s Thätigkeit bei den verschiedensten Anlässen, alle hervorgerufen, um Oesterreichs Aufmerksamkeit von der Hauptsache abzulenken, in nicht geringen Anspruch genommen. In allen Wirren und Wühlereien, die bald in Constantinopel, an der untern Donau, in Montenegro, Serbien und Bosnien, dann wieder in Ober- und Mittelitalien hervortraten, mußte H. die Mittlerrolle spielen, bis der Apfel der Eris gereift war und die berüchtigte Neujahrsrede 1859, mit welcher der Kaiser Napoleon vor dem Gesandten Oesterreichs die Maske lüftete, die ganze Besonnenheit des Staatsmannes erforderte, um in dieser heikeligen Lage der Würde seines Staates und seiner Person Nichts zu vergeben. Als der bald darauf ausgebrochene Krieg, dem eine wahre Fluth von Libellen, Flugschriften u. dgl. m. [siehe unten die Quellen] folgte, ihn zwang, Paris zu verlassen, fehlte es nicht an Beweisen von Theilnahme, welche zwar auch einen demonstrativen Charakter an sich trugen und ein entschiedenes Mißtrauensvotum gegen das Verfahren Frankreichs zu bilden schienen, vornehmlich aber doch als Beweise persönlicher Hochachtung dem Staatsmanne dargebracht angesehen werden müssen. Bald nach Beendigung des italienischen Krieges wurde H. mit Handbillet vom 21. August 1859 zum Polizeiminister ernannt. Unter Einem erfolgten der Rücktritt des Freiherr von Bach und dessen Ernennung zum österreichischen Botschafter am päpstlichen Hofe, die Berufung des Grafen Agenor Gołuchowski – an dem sich später der Volkswitz mit dem Wortspiele „A geh nur“ in nur zu verdienter Weise rächte – zum Minister des Innern, die Enthebung des Feldmarschall-Lieutenants Freiherrn von Kempen vom Polizei- und des Handelsministers Ritter von Toggenburg vom Handelsministerium. Nicht lange behielt H. das Portefeuille. Schon am 22. October 1859 trat er von seinem Posten zurück und allgemein, insbesondere aber von den Organen der Presse, denen gegenüber er mit einer nicht zu unterschätzenden Humanität auftrat, wurde sein frühes Ausscheiden schwer beklagt. Seit dieser Zeit wird der Name H.’s bei verschiedenen Ministercombinationen, aber immer nur jener Partei genannt, welche sich zu den Grundsätzen der „historisch-politischen Individualitäten“ bekennt. Freiherr von Hübner ist seit dieser Zeit meistens auf Reisen, und erst vor Kurzem wurde seine Reise nach Constantinopel, bald darauf sein Aufenthalt im westlichen Frankreich, wo seine Tochter, an einen französischen Gutsbesitzer verheirathet, lebt, gemeldet. Freiherr von Hübner ist in Anerkennung seiner um den Kaiserstaat erworbenen Verdienste von seinem Monarchen mehrfach, mit Allerhöchster Entschließung vom 22. April 1854 aber mit dem Orden der eisernen Krone erster Classe ausgezeichnet worden, welcher Verleihung die Erhebung in den Freiherrnstand mit Diplom vom 6. Mai 1854 folgte. Ueber den Stand der Familie siehe die Quellen.

Die Mitglieder des Pariser Congresses. Als Ergänzung der Gallerie der hervorragendsten Persönlichkeiten auf dem Kriegsschauplatze (Wien 1856, Leop. Sommer, 8°.) S. 15. – Wanderer (Wiener polit. Blatt, Fol.) 1856, Nr. 89. – Neuigkeiten (Brünner polit. Blatt, Fol.) 1856, Nr. 54. – Osservatore Dalmato (polit. Blatt in Zara) 1856, Nr. 38 [nach diesem geb. 28. November 1811]. – Diavoletto (Triester Blatt, 4°.) 1856, Nr. 61. – L’Universale (Mailänder polit. Blatt, Fol.) 1856, Nr. 56 [nach diesem geb. 1804]. – Il Fotografo [394] (Mailänder Journal, kl. Fol.) 1856, S. 87 [nach diesem geb. 26. December 1811; auf S. 88 H.’s wohlgetroffenes Porträt). – Illustrirte Zeitung (Leipzig. J. J. Weber, Fol.) XXXIII. Bd. (1859). Nr. 846, S. 180 [auf S. 179 H.’s unähnliches Porträt]. – Frankfurter Journal 1861, Nr. 180, 185, 191, 221, in den Beilagen und Correspondenzen aus Wien. – Didaskalia (Frankfurter Unterhalt. Blatt, 4°.) 1854, Nr. 70 [erzählt eine täppische Anecdote, in welcher Hübner, der bereits eine verheirathete Tochter hat, als Junggeselle ausgegeben wird]. – Presse (Wiener polit. Blatt) 1859, Nr. 271. – Nouvelle Biographie générale … publiée par MM. Firmin Didot frères, sous la direction de M. le Dr. Hoefer (Paris, 1850 et seq., 8°.) Tome XXV, p. 359.[BN 1]Porträt. Mit Facsimile. Stahlstich von A. Weger in Leipzig (Leipzig 1859, 4°.). – Freiherrn-Diplom vom 6. Mai 1854. – Wappen. Im rothen Schilde ein aufgerichteter silberner Löwe mit ausgeschlagener rother Zunge rechtswärts schreitend und in den Vorderpranken einen natürlichen Holzstock von fünf Knoten, wovon drei rechts und zwei links gleichweit von einander stehen, vor sich pfahlweise tragend. Den Schild bedeckt die Freiherrnkrone mit einem in’s Visir gestellten Helme, aus dessen Krone der Löwe des Schildes rechts gekehrt mit erhobenem Knotenstocke emporwächst. Wappenfarben: Roth und Silber. Schildhalter. Zwei wilde Männer mit grünem Laub begränzt und beschürzt, beide mit Keulen bewaffnet. Wahlspruch. Auf rothem Bande in silberner Schrift die Horazischen Worte: „Tenacem propositi“. – Stand der Familie. Freiherr von Hübner war seit 8. April 1834 mit Maria von Pilat (gest. 6. Juli 1844) vermält. Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne und zwei Töchter. Erstere: Raphael Ernst Ignaz (geb. 23. October 1838), Attaché bei der k. k. österreichischen Botschaft in Rom; Alexander Karl Joseph (geb. 14. December 1839), k. k. Oberlieutenant bei Franz Joseph-Huszaren Nr. 1; Letztere: Melanie Elisabeth Marie (geb. 10. December 1834), vermält 18. Mai 1859 zu Paris mit Leon de Maupassant, Gutsbesitzer im westlichen Frankreich; Elisabeth Marie Franzisca (geb. 29. März 1837); Eleonore Alfonsine Hermine (geb. 13. December 1840. Man erzählt nachstehenden Vorfall: Als nach dem Staatsstreiche (2. Dec.) der Kaiser den ersten Ball in den Tuillerien gab, habe er mit der Gemalin des Freiherrn von Hübner den Ball eröffnet. Die Gemalin Hübner’s ist aber eine Tochter des Herrn von Pilat, von dem berichtet wird, er habe im Jahre 1815 in der österreichischen Staatskanzlei die Abdicationsurkunde Napoleon’s I. und darin jene Stelle geschrieben, welcher zu Folge Napoleon und alle Glieder seiner Familie für alle Zeiten von irgend einem Throne Europa’s ausgeschlossen seien. Nun habe es der Zufall gefügt, daß eben die Tochter jenes Mannes, der diese Klausel schrieb, das erste Fest des neuen Kaiserreiches mit dem Restaurator der Napoleoniden eröffnete. Diese Ironie des Schicksals wäre nicht übel, wenn sie wahr wäre; aber Freiherrn von Hübner’s Gemalin (gest. 1844) war ja schon acht Jahre vor dem Staatsstreiche todt. Die Tänzerin also, mit welcher Kaiser Napoleon III. den Ball eröffnet haben konnte, könnte nur eine Tochter des Freiherrn von Hübner gewesen sein, deren älteste im Jahre 1852 18 Jahre zählte, oder ist das Ganze eine pikante Erfindung.
Libelle, Oesterreich betreffend, welche im Jahre 1859 erschienen sind. In der Biographie des Grafen Franz Gyulay [Bd. VI, S. 70] wurde nach Aufzählung der „Literatur zur Geschichte des Feldzuges im Frühjahre 1859 in Oberitalien“ [S. 77] bemerkt, daß die nicht militärische Libell-Literatur zu den Ereignissen des Jahres 1869, in welchem Hübner das Alpha und Gyulay das Omega bildet, dem Artikel Hübner beigegeben werden und die der Biographie Gyulay’s angeschlossene militärische Libell-Literatur gewissermaßen ergänzen solle. Hier also folgen die wichtigsten Libelle, welche nach der berüchtigten, an den österreichischen Gesandten Freiherrn von Hübner gerichteten Neujahrsrede des Kaisers Napoleon und den darauf folgenden Kriegsereignissen von Berufenen und Unberufenen veröffentlicht wurden:
Eine deutsche Antwort auf die italienische Frage (Prag 1859, Bellmann. 31 S. gr. 8°.). – Baude (J. J.), Oesterreich und seine Militär-Macht in Italien. Aus dem Französischen von Dr. H. Föhring (Hamburg 1859, Hoffmann u. Campe. 68 S. 8°.). – Derselbe, Oesterreichs adriatische Küste und Seemacht. Calamota – Triest– Pola. Aus dem Franz. von Dr. H. Föhring (ebenda 1859, 76 S. 8°.). – Beleuchtung der Broschüre: „Warum [395] unterlag Oesterreich?“ von A. d. A. Nebst Erörterungen über einige Ursachen des Verlustes der Schlacht von Solferino (Wien 1861, W. Braumüller. 2 Bl. 90 S. gr. 8°.). – Berghaus (H. Dr.), Kritische Studien zur Weltlage 1859, 2 Hefte (Berlin 1859, Riegel, 48, 60 S. 8°.). – Militärisch-politische Berichte aus Frankreich. Von einem norddeutschen Officier (Berlin 1859, Schneider, XIV, 227 S. gr. 8°.), – Costa della Torre (Ign. Graf), Die Päpstlichen und Sardinischen Staaten. Antwort auf das an den Verfasser gerichtete Sendschreiben des Ritters Marchese Gioachino Napoleone Pepoli von Bologna. Aus dem Italienischen übersetzt von Dr. H. Rütjes (Paderborn 1859, Schöningh, 47 S. gr. 8°.). – „Dank vom Hause Oesterreich“ (Berlin 1859, Schlingmann, 24 S. 16°). – Darf Deutschland ruhig zusehen, wie Oesterreich ungerecht angegriffen wird? Eine Stimme aus dem deutschen Norden (Augsburg 1859, Doll, 27 S. gr. 8°.). – Deutschland und die italienische Frage. Zur Verständigung zwischen Nord und Süd (Nördlingen 1859, Beck, 33 S. gr. 8°.). – Domin (Alf. v.). Europas Stellung in einem natürlichen Staatensysteme (Wien 1859, F. Manz u. Comp., 15 S. 8°.). – Durch Krieg zum Frieden (Stuttgart 1859, Sonnewald, 72 S. 8°.). – Durch Krieg zum Frieden! Ein Mahnruf in der zwölften Stunde. Von einem nicht Unbekannten (Leipzig 1859, Lehmann, 32 S. gr. 8°.). – Eckhardt (L.), Nationalität oder Freiheit? Centralisation oder Föderation. Eine Frage an die Völker Europas in den Tagen einer neuen napoleonischen Zeit und neuer drohender Weltkämpfe. Eine Stimme aus der Schweiz (Wenigenjena 1859, Hochhausen, 2 Bl. 111 S. gr. 8°.). – La foi des traités, le puissances signataires et l’empereur Napoléon III. (Paris, R. Dentu, 46 S. gr. 8°.). – Die Folgen der Verschwörung von Plombiers. 2. verm. Aufl. (Wien 1861, Comm. Mechitharisten, 27 S. 8°.). – Die italienische Frage im Jahre 1859 (aus der Civiltà catolica) (Augsburg 1859, Doll, 32 S. gr. 8°.). – Frankreich und Oesterreich und was ihr Conflict für Europa bedeutet. 1. und 2. Aufl. (Berlin 1859, Heinicke, 115 S. gr. 8°.). – Franz (K.). Oesterreichs Feind ist Deutschlands Feind (Hersfeld 1859 [Fulda, Maier], 14 S. 8°.). – Der Friede von Villafranca und die österreichische Monarchie. Von einem Conservativen des Jahres 1848 (Leipzig 1859, O. Wigand, 63 S. gr. 8°.). – Friede oder Krieg? Ruhe oder Umsturz? Ein Blatt der Zeitgeschichte (Frankfurt a. M. 1859, Keller, 46 S. 8°.). – Friedemann (O. Bh.), Kaiser Napoleon III. und die Revision der Verträge. Zur Beleuchtung der Kriegs- und Friedensfrage (Abdr. aus der Weser-Zeitung) (Bremen 1859, Schünemann’s Verlag, 14 S. gr. 8°.). – Der Friede. Aus dem Französischen von Lp. v. Warnsdorf, 1. und 2. Aufl. (Berlin 1859, Nelte u. Comp., 14 S. 8°.). – Fröbel (Jul.). Deutschland und der Friede von Villafranca (Frankfurt a. M. 1859, Literarische Anstalt, 40 S. 8°.). – Die Garantie-Frage. Von einem Unterthanen Oesterreichs (Biel 1859 [Bern. Voigt’s Verlag], 21 S. 8°.). – Die Garantien der Macht und Einheit Oesterreichs, 4 Auflagen (Leipzig 1859, Brockhaus, 3 Bl. 218 S. gr. 8°.). – Das europäische Gleichgewicht der Zukunft. Ein historisch-politischer Versuch (Berlin 1859, Springer, 2 Bl. 122 S. gr. 8°.). – Das politische Gleichgewicht in seiner Beziehung zum Kriege. Folie zur französisch-italienischen Frage (von J. M. Aresin) 2. Aufl. (Wien 1859, Gerold, 35 S. gr. 8°.). – Heller (Isidor), Oesterreichs Lage und Hilfsmittel. Denkschrift (Leipzig 1859, O. Wigand, 80 S. 8°.). – Italien und die Karte von Europa. Deutsche Antwort auf Laguerronière’s Napoleon III. und Italien und E. de Girardin’s Europa im Jahre 1860, 1. u 2. Aufl. (Leipzig 1859, Kollmann, 56 S. 8°.). – L’Italie et les Bonaparte (Leipzig [Brüssel] 1859, Musquardt, 48 S. 8°.); – unter demselben Titel erschien auch eine Broschüre in Venedig (1859, bei S. Martinengo, 63 S. gr. 8°.). – Juchhe nach Italia! 1. Im Mai. 2. Im Juli. 3. Der Waffenstillstand von Villafranca 7. Juli 1859 (Bern 1859, Vogt, 60 S. 8°.). – Der Kampf gegen den Bonapartismus jetzt und vor fünfzig Jahren. Mit Rücksicht auf die Warnungen Friedrich’s von Gentz beleuchtet (Leipzig 1859, Lehmann, 32 S. gr. 8°.). – Kapuziner-Predigt. Darinnen ehrlich, deutsch und wahr wird gehandelt von der Kriegsgefahr, auch vom Bonaparte und seinen Listen, zur Lehr und zum Trost für alle Christen (München 1859, Lentner, 8 S. gr. 8°.). – Die neue Karte von Frankreich und Ober-Italien im Jahre 1860 (von Ed. v. Callot) (Leipzig 1859, Kollmann. 33 S. 8°.). – Der deutsche Kern der italienischen Frage (Leipzig 1859, Veit u. Comp., 41 S. gr. 8°.). – Kleinschrod (E. F. G. Dr.). Oesterreich und die italienischen Verträge. Eine Rechtsbetrachtung (Frankfurt a. M. 1859, [396] Sauerländer, 67 S. gr. 8°.). – Der bevorstehende Krieg und das deutsche Volk (Halle 1859, Pfeffer, 22 S. 8°.). – Der italienische Krieg und die Aufgabe Preußens. Eine Stimme aus der Demokratie (Berlin 1859, Besser, 2 Bl. 73 S. 8°.). – Die italienische Krisis, allein lösbar durch klare Erkenntniß ihrer wahren Ursachen (Berlin 1859, Nicolai, 2 Bl. 58 S. gr. 8°.). – Laguerronière, Der Kaiser Napoleon III. und Italien. Nach dem Französischen, 1.–3. Aufl. (Berlin 1859, Reichardt u. Comp., 48 S. gr. 8°.). – Leue (F. G.), Preußen und Oesterreich gegen Frankreich (Leipzig 1859, E. G. Mayer, 35 S. gr. 8°.). – Loebel (Joh. V.). Ueber die Einheit Italiens. Vortrag, gehalten zu Düsseldorf am 1. März 1859 (Bonn 1859, Henry u. Cohen, 2 Bl. 40 S. 8°.). – Lorck’s Zeithefte, Nr. 1–8 (Leipzig 1859, 4°.): 1) Wie der Krieg entstand, 1. u. 2. Aufl.; 2) Politische Tagescharaktere Italiens, 3. Aufl.; 3) Das Kriegstheater in Oberitalien, 2. Aufl.; 4) Kaiser Franz Joseph, seine Feldherren und Staatsmänner, 2. Aufl.; 3) Ludwig Napoleon und die Diener seines Willens, 2. Aufl.; 6) Das Königreich Sardinien; 7) Magenta und Solferino; 8) Der Kirchenstaat. – Louis Napoleon Bonaparte, die Sphinx auf dem französischen Kaiserthrone (Hamburg 1859, O. Meißner, 2 Bl. 166 S. 8°.). – Luck (W. v., Major a. D.), A. E. I. O. U. Austriae Est Imperare Orbi Universo. Alles Erdreich Ist Oestreich Unterthan (Berlin 1859, Wagner, XV, 72 S. gr. 8°.). – Moltke (Magnus Graf v.). Nicht für Oesterreich aber gegen Frankreich. Geschrieben im Juni 1859 (Breslau 1859, Trewendt, 38 S. gr. 8°.). – Nach dem Frieden. Ein Gespräch (Berlin 1859, J. Springer, 32 S. 8°.). – Napoleon III., das politische Project Heinrich’s des IV. gegen das Haus Oesterreich und der zukünftige europäische Areopag (Hamburg 1859, Hoffmann u. Campe, 91 S. 8°.). – Napoleon III. und seine weltgeschichtliche Mission. Ein Mahnruf in der zwölften Stunde (Berlin 1959, Verlags-Magazin, 15 S. gr. 8°.). – Noellner (F. Dr.). Preußen als Großmacht und im deutschen Bunde gegenüber Oesterreich. Zur Erkenntniß des deutschen Zwiespaltes älterer und neuerer Zeit (Darmstadt 1859, Zernin, XVI, 167 S. gr. 8°.). – Oppenheim (H. L.), Deutsche Begeisterung und habsburgischer Kronbesitz (Berlin 1859, Huber, 52 S. 8°.). – Oesterreich und Bayern. Eine Entgegnung auf die Karl Vogt’sche Schrift: Studien zur gegenwärtigen Lage Europa’s. 2. Aufl. (Würzburg 1859, Goldstein, 19 S. 8°.). – Oesterreich und der deutsche Bund. Von dem Verfasser der Schrift: Frieden oder Krieg (Frankfurt a. M. 1859, Keller, 96 S. 8°.). – Oesterreich und Frankreich. Zum Verständniß der Situation. 2. Aufl. (Leipzig 1859, Geibel, 30 S. 8°.). – Oesterreichs Politik in Italien und die wahren Garantien seiner Macht und Einheit (Wien 1859, Tendler u. Comp., 1 Bl. 70 S. gr. 8°.). – Oesterreichs Sache ist Deutschlands Sache. Ein Beitrag zur Befestigung der öffentlichen Meinung in Deutschland. Ende April 1859 (Frankfurt a. M. 1859, Auffahrt, 16 S. 8°.). – Po und Rhein (Berlin 1859, Besser, S 8°.). – La Politica Napoleonica nei suoi rapportis colla pace Europa e colla quistione Italiana. Considerazioni illustrative gli Opuscoli: Napoléon III. et l’Italie – La guerre – L’Italie et France – La foi des traités (Trieste 1859, Schubart, 39 S. gr. 8°.). – La politique française dévant l’Europe par un Allemand (Berlin 1859, Behr, 33 S. gr. 8°.). – Perego (P. Cav.), Il passato e l’avvenire d’ Italia. Considerazioni (Vienna 1860, Mechitaristi, 31 S. 8°.). – Preußen und der Friede von Villafranca. Ein Beitrag zur neuesten deutschen Geschichte (Berlin 1859, Reimer, 37 S. gr. 8°.). – Preußen und die italienische Frage. 1.–3. Aufl. 4. Aufl. mit einem Nachworte an Heinrich von Arnim (Berlin 1859, J. Springer, 46 S., 4. Aufl. 61 S. gr. 8°.). – Raumer (F. v.), Zur Politik des Tages. 1. u. 2. Aufl. (Leipzig 1859, Brockhaus. 4 Bl. 54 S. 8°.). – Rüstow (W.), Der italienische Krieg 1859 politisch-militärisch beschrieben. In 3 Abthlgn. (Zürch 1859, Schultheß, mit Karten, gr. 8°.). – Schmidt von Weißenfels (Ed.), Oesterreich und Napoleon III. im Streit um Italien (Prag 1859, Kober u. Markgraf, 60 S. gr. 8°., mit 1 illumin. Karte 4°.). – Schulz-Bodmer (W.), Entwaffnung oder Krieg. Eine Denkschrift für den italienischen Congreß. Zugleich ein Nachtrag zu der Schrift: Die Rettung der Gesellschaft aus den Gefahren der Militärherrschaft (Leipzig 1859, Brockhaus, 59 S. gr. 8°.). – Schweißer (J. B. v. Dr.), Widerlegung von Carl Vogt’s Studien zur gegenwärtigen Lage Europa’s (Frankfurt a. M. 1859, Auffahrt, 48 S. 8°). – Sommariva (Gius.), Passato e presente del regno Lombardo-Veneto. Memoria (Milano 1858, G. Messaggi, 15 S. 8°.). – Stiehler (A. W.), Die Politik und das Verhalten Frankreichs [397] und Rußlands gegen Deutschland vor und nach dem Jahre 1815. Zur Würdigung der Bedeutung der österreichisch-italienischen Frage für Deutschland. Eine mahnende Stimme an die Deutschen (Leipzig 1859, Grübner, IX, 37 S. 8°.). – Stolz (Alban), Der Kreuzzug gegen den Welschen. Geschrieben im Mai, 1.–5. Aufl. (Freiburg im Breisgau 1859, Herder, 16 S. gr. 8°.); auch böhmisch: Křížové tažení proti Vlachu (Budweis 1859, Hansen, 15 S. 8°.). – Venedey (J.). Der italienische Krieg und die deutsche Volkspolitik. An Preußens Volk (Hannover 1859), Brecke, 29 S. gr. 8°.). – Vogt (K.), Studien zur gegenwärtigen Lage Europa’s (Bern 1859, Vogt’s Verlag, X, 134 S. 8°.). – Vorwärts! I. Rückblick. Vom Neujahrsgruß bis Ostern. II. In der zwölften Stunde! (Göttingen 1859, Wigand, 31 S. gr. 8°.). – Wallhauß, Feldzeugmeister Giulay’s Kriegführung in der Lombardei vor dem Richterstuhle rationeller Kritik. Nebst Beantwortung der wichtigen Frage: „Wie ist jetzt Oesterreich vom doppelten Untergange zu retten?“ Eine Schrift für Jedermann in deutschen Landen. 1 –4. Aufl. (Hersfeld 1859, Wallhauß, 39 S. gr. 8°.). – Wie der Krieg entstand. Geschichtliche Uebersicht der europäischen Verwicklungen seit dem Pariser Frieden. 1. u. 2. durchges. Aufl. (Leipzig, Lorck, 32 Sp. gr. 4°.). – Die Zukunftskarte Europa’s im Jahre 1860. Nach den Beschlüssen der Pariser Conferenz (Stuttgart 1860, H. Köhler, 6 S. 8°. und 1 Karte in Fol.). – Zur italienischen Frage. März 1859 (Wien 1859, Manz u. Comp., 20 S. gr. 8°.). – Zur Kritik Napoleon’s des Dritten. Ein bescheidener Versuch, der Demokratie den Staar zu stechen (Berlin 1859, Lasser, 31 S. 8°.).

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Hübner, Alexander Freiherr [Bd. IX, S. 391].
    Presse (Wiener polit. Blatt) 1868, Nr. 258, im Feuilleton: „Von 1848 bis 1859“. [Band 28, S. 354]