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BLKÖ:Walter, Joseph Karl von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 53 (1886), ab Seite: 24. (Quelle)
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14. Joseph Karl von Walter bekleidete 1766 die Stelle eines Majors im k. k. Ingenieurcops. Als solcher machte er sich durch mehrere Bauten, wie deren öfter von Officieren dieses Corps ausgeführt wurden, besonders bemerkbar. 1766–1770 führte er im Auftrage der Kaiserin Maria Theresia den Umbau der kaiserlichen Burg in Innsbruck aus, wodurch dieselbe eine der architectonischen Zierden dieser Stadt wurde; ferner baute er 1771 das noch heute stehende Damenstiftsgebäude daselbst. Auch entwarf er den Plan zur Triumphpforte in Innsbruck, von welcher die Sculpturen nach der Composition des Barons Joseph Sperges [25] [Bd. XXXVI, S. 138], ausgeführt sind. Auf der gegen Wiltau zugekehrten Seite ist dieser Triumphbogen ein Erinnerungs-Denkmal an den Besuch, mit welchem die Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Franz Stephan Innsbruck beglückten, um dem feierlichen Beilager Ihres zweiten Sohnes Leopold mit der spanischen Infantin Ludovica beizuwohnen; auf der anderen der Stadt zugekehrten Seite aber eine Trauerpforte zum Andenken an den Tod des Kaisers, der am 18. August 1765 zu Innsbruck plötzlich in den Armen seines Sohnes Joseph starb. –