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BLKÖ:Loeper, Christian Philipp Gabriel

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Lörincz, Andreas
Band: 15 (1866), ab Seite: 398. (Quelle)
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Außer obigem Maria Theresien-Ritter ist noch eines Christian Philipp Gabriel Loeper (der sich aber nur mit einem p schreibt) zu gedenken, der, aus Pommern gebürtig, im letzten Decennium der Theresianischen Regierungsperiode in Wien als Herausgeber verschiedener Journale und anderer Druckschriften große schriftstellerische Fruchtbarkeit entwickelte. Er lebte in den Siebziger-Jahren des vorigen Jahrhunderts als Corrector der Kurzböck’schen Druckerei in Wien, mochte aber vordem in ähnlicher Stellung oder doch jedenfalls bei einer Druckerei in Prag beschäftigt gewesen sein. Er war auch Doctor der Philosophie. Im Jahre 1787 befand er sich bereits nicht mehr in Wien, sondern war damals in Leipzig. Zuletzt war er Bürgermeister und Stadtrichter zu Gnoien im Mecklenburg-Schwerinschen. Sein Todesjahr ist unbekannt, jedoch im Jahre 1826 war er noch am Leben. L. hat Folgendes im Drucke herausgegeben: „Theatralisches Wochenblatt“ (Prag 1772, 8°.); – „Prager gelehrte Nachrichten“ (ebd. 1772, 8°.); – „Die Staatsgründe. Eine Erzählung“ (Wien 1773, 8°.); – „Der Zeigefinger, eine Wochenschrift“ (ebd. 1774, 8°.); – „Lies mich oder ich freß dich, oder das Potpourri, eine Wochenschrift“ (ebd. 1774, 8°.); – „Der Christ und der Bürger in jedem Alter und in allen Ständen“ (ebd. 1775, 8°.); – „Der Christ in der Fasten, I. und II. Theil“ (ebd. 1778, 8°.); – „Till Eulenspiegel, eine Wochenschrift“ (ebd. 1775, 8°.); – „Andächtige Betrachtungen am Calvarienberge“ (ebd. 1775, 8°.); – „Aesop am Hofe, aus dem Französischen frey übersetzt“ (ebd. 1775, 8°.) – „Handbuch zur Erziehung der Jugend“ (ebd. 1775, 8°.); – „Naturgeschichte der Elephanten“ (ebd. 1776, 8°.); – „Commerzialschema der Stadt Wien“ (ebd. 1780, 8°.); – „Kinderkomödien“ (ebd. 1781, 8°.), diese gab er in Gemeinschaft mit Joh. Friedr. Schink heraus – und „Etwas zur Lebensgeschichte des Prof. Nath. G. Leske“ (Leipzig 1787, 8°.), welch’ letztere Schrift er anonym erscheinen ließ. Wie obige Uebersicht seiner meist in Wien erschienenen Schriften, [399] von denen nur die Hälfte in Kaiser’s „Bücher-Lexikon“ verzeichnet steht, darthut, so entwickelte L. eine Vielseitigkeit, welche mehr geschäftliche als edlere Tendenzen seiner Schreibseligkeit vermuthen läßt. [(De Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1776, Ghelen’sche Schriften, 8°.) I. Bandes 1. Stück, S. 300. – Meusel (Johann Georg), Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetztlebenden teutschen Schriftsteller (Lemgo 1783, Meyer, 8°.) Bd. II, S. 450; I. Nachtrag (ebd. 1786), S. 388; II. Nachtrag (ebd. 1787), S. 210. – Raßmann (Friedrich), Pantheon deutscher jetztlebender und in die Belletristik eingreifender Schriftsteller (Helmstädt 1623, C. G. Fleckeisen, 8°.) S. 202.]