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Von den deutschen Kolonialmünzen

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Von den deutschen Kolonialmünzen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 26, S. 835
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Prägung der zweiten deutschen Kolonialmünze
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Bearbeitungsstand
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[835] Von den deutschen Kolonialmünzen, deren erste wir auf Seite 579 dieses Jahrgangs beschrieben und abgebildet haben, ist nun auch die zweite zur Ausgabe gekommen, die nebenstehend abgebildete Silber-Rupie. Dieselbe kommt an Silberwerth nicht ganz dem Zweimarkstück gleich, ist etwas größer im Umfang als dieses, aber wesentlich dünner. Die eine Seite trägt um einen Schild, auf welchem ein Löwe mit stark erhobener rechter Tatze unter einem Palmbaum vorüber schreitet, wieder die Inschrift „Deutsch-ostafrikanische Gesellschaft“ und die Werthbezeichnung „Eine Rupie“, während die Jahreszahl sich unten auf dem Schilde befindet. Das Merkwürdigste aber an der neuen Münze ist das Bild des Kaisers auf der andern Seite. Es zeigt Wilhelm II. in der Uniform und mit dem adlergeschmückten Helme der Garde du Corps, darum die Schrift „Guilelmus II Imperator“. Die von dem üblichen Münzentypus abweichende Form des prächtig behelmten Kaiserkopfes wurde unzweifelhaft mit Rücksicht auf die für Eindrücke äußeren Herrscherpomps empfänglichen Sinne einer noch verhältnißmäßig wenig entwickelten Bevölkerung gewählt.

Die zweite deutsche Kolonialmünze.