Zum Inhalt springen

Norwegischer Weihnachtsbrauch

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Norwegischer Weihnachtsbrauch
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 26, S. 833, 835
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[833]

Weihnachtsbescherung der Vögel in Norwegen.
Nach einer Zeichnung von Gust. Wendling.

[835] Norwegischer Weihnachtsbrauch. (Mit Abbildung S. 833.) Wenn die Erde mit tiefem Schnee und harter Eiskruste bedeckt ist – das dauert in Norwegen noch ein gut Ende länger als bei uns – und die Vögel kein Körnchen mehr finden auf Feld und Flur, dann rettet sie der Menschen Barmherzigkeit vor dem Hungertode. Jedweder, ob arm oder reich, steckt zum Weihnachtsabend ein Getreidebündel mit den vollen schweren Aehren an den Dachfirst seines „Stabburs“, jenes von norwegischen Gehöften unzertrennlichen Speichers, dessen eigenthümliche Bauart unsere Abbildung veranschaulicht. Da können nun die hungernden Thierchen Einkehr halten und lustig drauf los schmausen an dem gastlich gedeckten Tisch, während die Gastgeber im Kreise der Familie das fröhliche Weihnachtsfest begehen.

Die Weihnachtsfreude weitet das Herz. Vielleicht öffnet sie auch da und dort diesem schönen norwegischen Weihnachtsbrauche die Thür, und hat der deutsche Landmann auch keinen „Stabbur“, so hat er doch sonst ein Plätzchen, darauf er sein Aehrenbündel stellen kann, den Vögeln des Himmels zur Speise, sich selbst zur Ehre.