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Topographia Sueviae: Canstat

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Topographia Germaniae
Canstat (heute: Bad Cannstatt)
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Costantz
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 52.
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[T18]
[52]
Canstat.

Theils schreiben / man habe in einem Stein gefunden / Ca. Ant. Stat. Das ist / Caij Antonii Stativa, daß nemblich / ein Römisches Volck / vnter dem besagten C. Antonio, allhie gelegen / auß welchen abgekürtzten Worten / folgends der Nahm Canstatt / entsprungen. Ligt am Necker / ein kleine Meil / oder grosse halbe / von Stutgart / vnd ist dem Hertzog von Würtenberg gehörig. Ein von Häusern schlechter Orth / allda ein Posthauß / vnnd vmb die Statt Hügel / vnd Berg / so viel Wein tragen; auch fruchtbare Aecker / Wiesen / Gärten / vnd gute Weyde. Hat auch ausserhalb der Statt ein Bad / für die Krätzen / vnd Kranckheiten von Kälte / heylsam / das Sultzbad / gleichsam Saltzbad / von dem Wasser / so einen saltzigen Geschmack hat / genandt.

An. 1330 hat Käyser Ludwig auß Bäyern den Canstatern dieses Privilegium geben / daß sie gleicher Rechte / vnnd Ehren / als die Statt Eßlingen geniesset / sich gebrauchen möchten: Vnd dieses auß sonderbarer Liebe gegen Graf Vlrichen von Würtenberg / seinem Landvogt in dem Elsaß. Crusius in Annalibus Suevicis.