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Stille Befürchtung

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Frank Wedekind
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Titel: Stille Befürchtung
Untertitel:
aus: Die vier Jahreszeiten
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1905
Verlag: Albert Langen, Verlag für Litteratur und Kunst
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Erscheinungsort: München
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans dieser Ausgabe auf Commons
S. 112
Kurzbeschreibung:
Aus dem Zyklus Herbst.
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Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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[112] Stille Befürchtung

Seit ich dir mein ganzes Herz entladen,
Peinigt mich geheimnisvolles Weh:
Morgens drängt’s mich seltsam, mich zu baden;
Abends treibt’s mich mächtig ins Café;

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Nachts umgaukeln mich verrückte Träume,

Daß die Seele bang um Hilfe schreit;
Eng’ bedrücken mich des Himmels Räume,
Die Gewänder werden mir zu weit;

Vor den Augen schwirrt ein schwarzer Falter –

10
Sprich, o sprich, wie soll ich das verstehn!

’s ist ein heimlich zartes Knospenalter;
Doch nicht Liebe scheint mir aufzugehn.