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Sehnsucht (Frank Wedekind)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Frank Wedekind
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Titel: Sehnsucht
Untertitel:
aus: Die vier Jahreszeiten
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1905
Verlag: Albert Langen, Verlag für Litteratur und Kunst
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Erscheinungsort: München
Übersetzer:
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans dieser Ausgabe auf Commons
S. 113
Kurzbeschreibung:
Aus dem Zyklus Herbst.
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Bearbeitungsstand
fertig
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[113] Sehnsucht

Und sei mir noch so traurig auch zu Sinn,
Ich will’s nicht glauben, daß ich elend bin.
Der Fluch, das Leid, das mich zu Grund gerichtet,
Am Ende war ja alles nur erdichtet.

5
Die Phantasie treibt oft ihr Possenspiel.

Schon Manchen hob sie, der zu Boden fiel,
Im Geist empor. Schon Manchen aus den Höhen
Des Himmels ließ sie Schreck und Unheil sehen.

Laß ab von mir, du große Zauberin!

10
Erbarm’ dich mein, entschleire meinen Sinn!

Zerteil’ die Nacht, mit der du mich geschlagen –
O Sonnenglanz des Glücks, wann wirst du tagen!