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Seite:De Yoshiwara Preuschen Hermione von.djvu/131

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Frühling fast begraben sind, starrten nackt und kahl in die grauen Lüfte. Eine unendliche Traurigkeit überfiel Boris. Was hatte er im Leben erreicht mit all seinen Kniffen und Schurkenstreichen? Die einzige Frauenseele, der einzige Frauenkörper, um die er sich wahrhaft bemüht, waren ihm entglitten. So fest glaubte er sie in Händen zu halten! Wie Schemen waren sie ihm entglitten, Körper und Seele. Und nur die eine furchtbare Wahrheit blieb — er hatte sie aus ihrer Bahn geschleudert, mit verbrecherischer Hand, zu welchem Ende? Noch niemals vorher hatte Brostoczicz Gewissensbisse gefühlt, wie viele arglose Opfer auch der seit Jahren vergebens von der Polizei gesuchte, verbrecherische Mädchenhändler zusammen mit seiner Mätresse, Madame Toussaint, schon eingefangen. Hier fühlte er sich zum erstenmal besiegt und zum vollen Bewußtsein seiner Schlechtigkeit gebracht. Es schien ihm, als ob die Sonne niemals mehr über ihm leuchten würde, als ob er für Zeit und Ewigkeit verloren wäre. Indra vermißte in ihm den brillanten, geistvollen Causeur von einst, wenn auch der

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Hermione von Preuschen: Yoshiwara., Seite 132. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Yoshiwara_Preuschen_Hermione_von.djvu/131&oldid=- (Version vom 17.8.2016)