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Letzter Wunsch

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Wilhelm Hertz
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Titel: Letzter Wunsch
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 70f.
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1859
Verlag: Hoffmann und Campe
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Erscheinungsort: Hamburg
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Quelle: Scans auf Commons und Google
Kurzbeschreibung:
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[70]
Letzter Wunsch.

Mein Schatz will Hochzeit halten,
     Ich liege auf den Tod
Und nehme mit zu Grabe,
     Was ich in Schmerz und Noth

5
Um ihn gelitten habe.


An meinem Fenster blühen
     Gelbveigel und Rosmarin;
Wenn ich von Lieb und Jammer;
     Hinweggeschieden bin,

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Tragt still sie aus der Kammer!


Zwei Sträußlein sollt ihr binden,
     Eins heftet mir an’s Kleid,
Eins sendet meinem Knaben;
     Es ist für alle Zeit

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Die letzte meiner Gaben.
[71]

O dürft’ ich ungesehen
     Dem frohen Paare nah’n,
Und, wenn die Glocken läuten,
     Ihn segnend noch umfah’n, –

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Und treten still beiseiten.