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Gruß an Schwaben

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Textdaten
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Autor: Wilhelm Hertz
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Titel: Gruß an Schwaben
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 72 f.
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1859
Verlag: Hoffmann und Campe
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Erscheinungsort: Hamburg
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Quelle: Scans auf Commons und Google
Kurzbeschreibung:
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Gruß an Schwaben.
(Aus einer poetischen Erzählung „Herzog Ernst“.)

Nun sei gegrüßt mit Herz und Hand,
Mein liebes altes Schwabenland!
Wie lächelst du den Wandersmann
Aus treuen Augen sinnig an!

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Sei mir gegrüßt, du frische Luft,

Du Waldesrauch und Flurenduft,
Der fernen Hügel blaues Bild,
Ihr Tannenberge grün und wild!
Und du, mein Fluß, der klar und lind

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Durch weiche Thäler spiegelnd rinnt, –

Auf deinen Fluthen lenkt die Sage
Ihr Schiff mit leisem Ruderschlage
Vorbei an Burgen öd und grau,
An Felsenhorst und Blumenau,

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An Dörfern, Thürmen, Bergcapellen,

Wo gold’ne Saaten dampfend schwellen,
An Städten reich und flurbelebend,
Hochgieblig in die Lüfte strebend,

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Mit ihren Kirchen ernst und hehr

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Und ihrer Mauern trutz’ger Wehr. –

Seid mir gegrüßt, ihr rothen Wangen,
Von blonden Locken überhangen,
Ihr blauen Augen treu und ächt, –
Gegrüßt, du markiges Geschlecht!

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Laß deine rauhen Laute tönen

Trotz aller Fremden Spott und Höhnen!
Ihr feines Ohr verstehet nicht,
Wieviel aus diesen Worten spricht.
All’ fromme Lieb’ im Kinderherzen,

30
All’ deine Sehnsucht, deine Schmerzen –

Thut mir dein traulich Stammeln kund,
Du süßer, rauher Schwabenmund!