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Kleiner Briefkasten (Die Gartenlaube 1883)

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Titel: Kleiner Briefkasten
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aus: Die Gartenlaube, Heft 1 bis 52
Herausgeber: Ernst Ziel
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1883
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Heft 2

[40] B. L. Man hat vor Kurzem die Versuche, den chinesischen Theestrauch in Europa zu acclimatisiren, wieder aufgenommen. In dem französischen Departement Loire-Inférieure haben die Pflanzen, welche man auf Camelien gepfropft hatte, selbst unter offenem Himmel einem geringen Froste widerstanden. In Sicilien, unweit von Messina, gedeihen ferner gegen 120 Theesträucher und tragen sogar Samen. Ob diese Culturen einen guten Thee liefern werden, bleibt noch abzuwarten. Kaffeebäume gedeihen bekanntlich unter Umständen sogar im südlichen Deutschland, aber die dort gewonnenen Kaffeebohnen haben herzlich wenig Werth.

A. H. in Berlin. Nicht geeignet! Verfügen Sie gefälligst über Ihr Manuscript!

P. W. in Strelitz. Sie finden die gesuchte Erzählung im Jahrgang 1878.

G. K. in Nürnberg. Nach einer uns vorliegenden statistischen Zusammenstellung werden in der Welt jährlich gegen 950 Millionen Kilogramm Papier fabricirt. Die Druckereien verbrauchen gegen 475 Millionen Kilogramm, wovon auf die Zeitungen allein gegen 300 Millionen Kilogramm entfallen. Die Regierungen sollen ferner 100 Millionen Kilogramm Papier jährlich verbrauchen, die Schulen 90 Millionen, die Handelsleute 120 Millionen und die Privatleute gegen 90 Millionen Kilogramm. Die gesammte Papierindustrie beschäftigt im Ganzen gegen 200,000 Arbeiter.

Am. Klpr. Die von Ihnen in Vorschlag gebrachte Biographie gehört nicht in ein Volksblatt.

Heft 3

[56] K. G. in Berlin. Das ergreifende Gedicht von Emil RittershausFür die Nothleidenden am Rhein“ ist von der Jul. Taddel’schen Buchhandlung in Barmen zu beziehen. Einzelne Exemplare kosten 25 Pfennig, 50 Exemplare 10 Mark und 100 Exemplare 15 Mark. Da der ganze Ertrag für die armen Ueberschwemmten am Rhein bestimmt ist, so ist ein Nachdruck des Gedichtes in öffentlichen Blättern nicht gestattet.

Heft 4

[72] B. G. in Boston. Die internationale elektrische Ausstellung in Wien wird programmmäßig am 1. August 1883 eröffnet und am 31. October 1883 geschlossen werden. Die Anmeldungen der auszustellenden Gegenstände, welche möglichst genau nach dem fest bestimmten Formulare auszufertigen sind, müssen spätestens bis zum 1. März 1883 an das Directions-Comité der internationalen elektrischen Ausstellung, Wien, Wallfischgasse 9a eingesandt werden.

Eine Abonnentin in Wien. Taschentücher wurden erst in der zweiten Hälfte des sechszehnten Jahrhunderts in Deutschland eingeführt, und Italien war das Land, aus welchem die Frauen jener Zeit diesen Artikel bezogen. Es gab viel Leute, die gegen diesen neuen „Luxus“ predigten: denn die Taschentücher waren damals sehr kostbar, aus feinster Leinwand oder aus Kammertuch gefertigt und mit Stickereien, theuren Spitzen, feinen Quasten, ja sogar mit Gold und Perlen geziert.

K. Z. in Stargard. Warum verschweigen Sie uns Ihren Namen? Anonyme Anfragen finden grundsätzlich keine Berücksichtigung.

L. in Klein-Hammer. Schwindel!

D. L. in Ostpreußen und A. L. in Straßburg. Gedichte, welche zum Abdruck nicht geeignet sind, werden nicht zurückgeschickt, sondern einfach vernichtet.

Heft 5

[88] V. K. in St. Hans Hopfen’s „Gedichte“, auf die wir noch eingehend zurückzukommen gedenken, sind – was wir neulich mitzutheilen unterließen – bei A. Hofmann u. Comp. in Berlin erschienen.

Heft 6

[104] K. M. in Altenburg. Ueber den schweizerischen Staatsmann Augustin Keller, welcher am 8. Januar dieses Jahres zu Baumgarten-Lenzburg in einem Alter von siebenundsiebenzig Jahren gestorben ist, finden Sie im Jahrgang 1872, Nr. 19, unter der ehrenden und den Mann kennzeichnenden Ueberschrift „Ein Zerstörer geistiger Zwingburgen“ ein mit dem trefflichen Portrait des nun Verewigten geschmücktes, warm und kräftig gezeichnetes Lebensbild. Dem edlen, sturmerprobten Kämpfer ist zu Theil geworden, was er mit den Worten des alten, frommen Eidgenossen Conrad Geßner auch für sich sprach: „Myn Hertz staht zum Vaterland; dem begör ich zu läben und zu dienen, aber auch frey darin zu sterben, so es Gott gefällt, als ich hoffe.“

B. Z. in Stuttgart. Nach einer statistischen Zusammenstellung beträgt die Gesammtzahl der gegenwärtig auf der ganzen Erde erscheinenden periodischen Schriften 34,274 mit einer Auflage von 116 Millionen Exemplaren. Von diesen Zeitungen erscheinen 16,500 in englischer, 7,600 in deutscher, 3,650 in französischer und 1,600 in spanischer Sprache; die Zeitungen der übrigen Länder sind für den Weltverkehr fast ganz ohne Bedeutung. Ausführliches darüber finden Sie in der vortrefflichen neu erschienenen Abhandlung: „Die Buchdruckerkunst und der Culturfortschritt der Menschheit.“ Von Dr. Karl von Scherzer (Berlin, Leonhard Simion).

Dorothea B. in Woldenberg. Wenden Sie sich an die Expedition der „Allgemeinen Anzeigen zur ‚Gartenlaube‘“ in Leipzig!

T. F. in J. Hier kann geholfen werden. Ziehen Sie einen tüchtigen Arzt zu Rath!

J. S. aus Boos. Jahrgang 1869!

W. B–le in D–m und Fr. Sch. in B. Schwindel!

B. B. in L. Ungeeignet!

Heft 8

[136] Frl. Marie P. in München. Sie haben wohl daran gethan, uns erst zu fragen, ob Sie der lockenden Einladung zur Benutzung eines gewissen „Placirungs-Comptoirs“ in Budapest folgen sollen, um eine Stellung als Gouvernante oder Gesellschafterin in Ungarn zu erhalten. Sie haben sich dadurch die Erfahrungen erspart, welche Andere vor Ihnen mit diesen Anstalten gemacht haben. Ohne Zweifel würden Sie von jener Firma sofort die Nachricht erhalten haben, daß eine sehr passende Stelle, ganz nach Ihrem Wunsche, soeben offen werde, daß Sie einen Brief an die betreffende Herrschaft und fünf Mark für Spesen einsenden möchten etc. Senden Sie das Verlangte, so ist das Geschäft gemacht: die Stelle ist leider bereits besetzt etc. wenn Sie überhaupt noch einer weiteren Beachtung von Seiten eines solchen „Placirungs-Comptoirs“ gewürdigt werden. Das kaiserlich deutsche General-Consulat in Pest, das einer dieser Hineingefallenen zu dem größten Theile ihres eingezahlten Geldes wieder verholfen hat, ertheilte derselben folgende Warnung:

„Das Generalconsulat nimmt hierbei nochmals Gelegenheit, Ihnen anzurathen, vor Annahme einer Stellung hier im Lande zuvor genaue Erkundigungen einzuziehen, vor allen Dingen aber sich der Inanspruchnahme der hiesigen sogenannten Commissionsbureaus zu enthalten, da dieselben erfahrungsgemäß oft unreelle Zwecke verfolgen.“

B. K. in D. Es freut uns, Ihnen die gewünschte Auskunft ertheilen zu können. Ein Monument für Friedrich Koenig, den Erfinder der Schnellpresse, dessen Biographie wir in Nr. 2 dieses Jahrgangs mittheilten, soll zu Eisleben, der Geburtsstadt Koenig’s, errichtet werden. Es hat sich zu diesem Zwecke aus Mitgliedern des Gewerbevereins ein Comité gebildet, welches sofort nach der für den vierhundertjährigen Geburtstag des großen deutschen Reformators in Aussicht genommenen Enthüllung des Eislebener Luther-Denkmals an die Oeffentlichkeit zu treten gedenkt.

Heft 9

[152] Emma. Sie haben Recht! Der Wellensittich ist der kleinste unter den sprechenden Papageien. Daraus dürfen Sie aber durchaus nicht folgern wollen, daß auch jeder Wellensittich sprechen lernt. Es werden in Deutschland Tausende von Wellensittichen gehalten, aber man hat nur von dreien oder vieren berichtet, die wirklich einige Worte nachzusagen verstanden. Wellensittiche als sprechende Papageien zu kaufen, ist allemal eine gründlich verfehlte Speculation. Näheres darüber finden Sie in dem Werke: „Die sprechenden Papageien“ von Karl Ruß (Berlin, Gerschel).

Ed. Str. in Constantinopel. Das Vermögen der Tiedge-Stiftung beträgt nach dem Schlusse der Jahresrechnung für 1881 die Summe von 639,528 Mark. – Der „Allgemeine deutsche Schriftsteller-Verband“ zählt augenblicklich etwa 312 Mitglieder.

Ein neugieriger Abonnent. Der Gebrauch des Löffels war schon den Römern bekannt: die Gabel tauchte dagegen als Tischgerät erst im sechszehnten Jahrhundert auf. Bis zu jener Zeit führte man überall die Bissen mit der bloßen Hand zum Munde. Die Kirche widersetzte sich dieser Neuerung, und die Geistlichkeit predigte gegen den Gebrauch der Gabel als gegen eine sündhafte Ueppigkeit. Doch es half alles nicht, wie Sie sehen. und die Gabel ist in überraschend kurzer Zeit zu dem unentbehrlichsten Hausgeräth des Culturmenschen geworden. Können Sie sich heute ein Hofdiner ohne Gabel vorstellen? Schwerlich! Und doch speisten unsere Altvordern Jahrtausende lang ohne dieses nützliche Geräth.

L. L. in New-York. Die Bezeichnung „Dame“ (lateinisch: domina = Herrin) wurde ursprünglich in Frankreich – mit dem Fürwort Ma (Madame) – angewandt, und zwar als Ehrentitel adeliger Frauen; auch war Madame der Titel der Töchter der französischen Könige von ihrer Geburt an. Nach Napoleon’s des Ersten Kaiserkrönung war es der Ehrentitel seiner Mutter, Lätitia, und unter Ludwig Philipp wurde allein dessen Schwester Adelaide mit diesem Titel bezeichnet. In Deutschland kommt „Dame“ seit der zweiten Hälfte des siebenzehnten Jahrhunderts vor, zuerst in anrüchiger Bedeutung gebraucht. Heute ist das Wort, wie Sie wissen, durchaus salonfähig. So verleihen die Mode und die Laune des Zeitgeschmackes, die Landessitte und die Macht des Herrschergebotes den Wörtern eine beliebige Bedeutung. Im skandinavischen Norden ist noch heute ein „Frauenzimmer“ etwas viel Feineres als eine „Dame“.

L. M. in Mariba, Südafrika, sowie D. M. E. D. Nicht verwendbar! Verfügen Sie gütigst über das Manuscript!

B. K. in B. Schwindel!

H. M. in K. und C. H. Ap. Leider ungeeignet!

Heft 10

[168] L. A. in Königsberg. „Ueber das Bühnen-Repertoire der größten deutschen Theater“ finden Sie möglichst vollständige Angaben in der Zeitschrift der „Deutschen Bühnengenossenschaft“ (Berlin), ebenso in Joseph Kürschner’s Wochenschrift „Neue Zeit“, dem officiellen Organ der Genossenschaft dramatischer Autoren und Componisten (Leipzig).

S. S. in S. Zur Beurtheilung lyrischer Producte fehlt es uns an Zeit.

Martha F. in Berlin. Der Roman befindet sich unter der Feder.

R. B. 450. Ungeeignet! Verfügen Sie gütigst über Ihr Manuscript!

Nr. 14 in Florenz. Originalberichte!

Herrn G. J. in Bukarest. Die der armen Wittwe des im vorigen Jahre verunglückten Maurers Hofmann in dem Dorfe Wind bei Pommersfelden in Baiern durch Ihre Güte bestimmten 10 Franken sind derselben überschickt worden, und wir sprechen Ihnen den Dank derselben aus.

Ein Verehrer der „Gartenlaube“ in Dresden. Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage gütigst an den Künstler selbst! Adresse einfach: Düsseldorf.

Marion v. M. Wiesbaden!

J. R. aus Stockholm. Fügen Sie sich geduldig in Ihr Schicksal! Es giebt leider kein Mittel dagegen.

G. Sch. in Chemnitz. Schwindel!

Frl. M. H. in Zürich und Fr. M. G. B. in Frankfurt a. M. Dank für die freundlichen Mittheilungen, die jedoch leider nicht benutzt werden können.

Heft 11

[184] A. F. S. in West-Franklin, Inda. Lieber Herr! Wir müssen bezweifeln, daß Sie „schon seit vielen Jahren ein aufmerksamer Leser der ‚Gartenlaube‘“ sind. Sonst würden Sie wohl wissen, daß wir unsere Leser zu wiederholten Malen über „Spiritismus“ und „Spiritualismus“ aufgeklärt haben. In dem vor Kurzem erschienenen „Generalregister der Gartenlaube“ sind 16 Artikel namhaft gemacht, welche das von Ihnen berührte Thema behandeln.

O. V. in Bayreuth. Die Bilder sind im Schnitt; nur noch ein wenig Geduld!

Ab. R. in Budapest. Uns ist nichts derlei in der G. bekannt. Was übrigens hinsichtlich der Rattenvertreibung auf einem Schiff thunlich ist, kann für eine Stadt leicht unmöglich sein.

Anfrage. Giebt es eine Anstalt, in welcher ein alleinstehender, chronisch kranker Mann, welcher seinen Berufsarbeiten nicht mehr vorzustehen vermag, sich mit einem Vermögen von 4500 Mark auf Lebenszeit einkaufen kann?

E. A. D. G. in Darmstadt. „Das Heidelberger Schloß“. Ihr Wunsch kann nicht erfüllt werden.

H. M. in St. Nein! Erschienen ist das Werk bei G. Westermann in Braunschweig.

Heft 12

[200] Mehrere Abonnenten in Weißenbach. Als Maß zur Bestimmung der Arbeitsleistung einer Maschine hat man die „Pferdekraft“ gewählt. Man versteht unter ihr eine Kraft, welche nöthig ist, um in einer Secunde eine gewisse Anzahl von Pfunden einen Fuß hoch oder eine Anzahl von Kilogrammen einen Meter hoch zu heben. So beträgt z. B. die englische Pferdekraft 500 Fußpfund pro Secunde, die österreichische 430 Fußpfund etc. Im metrischen System ausgedrückt, stellen sich die Werthe der Pferdekraft wie folgt: für Preußen 75,32 Kilogrammometer, für Oesterreich 75,87, für Frankreich 75 und für England 76,03 Kilogrammometer. Die Durchschnittskraft eines lebenden Pferdes wird auf nur 50 Kilogrammometer geschätzt, sodaß bei einer Dampfmaschine, die Tag und Nacht arbeitet, eine Maschinenpferdekraft in ihrer Leistung 31/2 lebenden Pferdekräften gleichkommt.

B. K. Ungeeignet.

Heft 13

[216] Abonnentin M. in Riga. Wenden Sie sich, mit genauer Angabe Ihrer Adresse, an die Verlagshandlung der „Gartenlaube“, dieselbe wird Ihnen über die Sache die gewünschten Mittheilungen machen.

F. F. T. in „7-bürgen“. Ihr Manuscript ist, hinsichtlich eines Theils des Inhalts, benutzt, wie Sie in Nr. 12 der „Gartenlaube“ sehen. Was aber Ihre Anfrage in Bezug auf einen „Specialarzt“ betrifft, so müssen Sie unbedingt einen Arzt, der den Kranken persönlich untersucht, zu Rathe ziehen, niemals aber einen wählen, welcher „brieflich heilt“. Briefliche Curen sind zum größten Theil Schwindel und können nie als gewissenhaft gelten.

O. S. in M. Es sank hinab zu vielen stillen Genossen.

J. A. Solches Buch ist uns nicht bekannt. Die Postverwaltung hat genaue Bestimmungen erlassen, welche an jedem Postschalter käuflich sind.

Heft 14

[236] J. F. in Madrid. Unsern lieben Landsleuten können wir die Beruhigung geben, daß, wie viele Wörter unserer Sprache wir auch dem Auslande entlehnt haben, das Wort Halle ein uraltes Eigenthum unserer Nation ist. Seine älteste Bedeutung, die wir schon im Altsächsischen, Altnordischen, Angelsächsischen und ebenso im Niederdeutschen und Englischen wiederfinden, gilt noch heute und ist die eines offenen Baues mit einem nur auf Säulen oder Pfosten ruhenden Dache oder eines von Säulen getragenen Vorbaues. Das Wort „Halle“ gehört zu den nach Naturlauten gebildeten Wörtern (Onomatopoëtica nennt sie der Gelehrte), insofern damit ein „wegen des Mangels innerer, auch wohl äußerer Wände hallendes Gebäude“ bezeichnet wird. Solche Wörter bildet bekanntlich am liebsten das Kind, das den Hund „Hauhau“, die Ziege „Mekmek“, die Kuh „Muh“ nennt. Aber auch die Schriftsprache ist nicht arm an dergleichen Wörtern, wie z. B. Sausen, Klingel, Kukuk, Schnurre, Glucken, Donner, Krach etc. Für die Thatsache, daß wir für unsere Sprache allerdings etwas starke Anleihen in der Fremde gemacht haben, kann uns der Umstand trösten, daß unsere Nachbarn, und sogar die Franzosen, auch aus unserem Sprachschatz Manches haben brauchen können. Ohne unser Bollwerk hätten sie noch heute keine Boulevards, ohne unsere Buttel kein Bouteille; ihre Soldaten gehorchen dem Commando „Halt!“ wie die Deutschen, und wer in Paris ein Glas „Kohlensaures“ genießt, freut sich doch, daß die Bude, vor der er steht, die Firma „Trinquehalle“ führt.

A. X. in Breslau. Ihr Gedicht ist zu gut für den Papierkorb, aber nicht gut genug für den Abdruck. Ueben Sie weiter, hüten Sie sich jedoch, dem Lobe „guter Freunde“ zu glauben.

N. N. in Köln. Ihre Gabe von 10 M. für den Invaliden Salzer in Albernau („Gartenlaube“ Nr. 11) ist demselben zugesandt worden.

H. Schmidt in Frankfurt a. M. und A. Hocke in Hildesheim. Zu demselben menschenfreundlichen Zweck 3 M. und 6 M. Unsern Dank den edlen Gebern!

Abonnent in Lang–. Jahrgänge 1880 und 1881 der „Gartenlaube“ können Sie zum Preise von 6,40 M. für den Jahrgang erhalten.

Rob. G. in Berlin. Ihren Wunsch, die Schilderung der Flucht Kinkel’s aus Spandau (Jahrgang 1863, Nr. 7 bis 10) jetzt noch einmal abzudrucken, können wir nicht erfüllen.

Heft 15

[252] B. L. in Frankfurt am Main. Die Gerüchte, daß die Nordamerikaner die in Deutschland zu Gunsten der amerikanischen Ueberschwemmten angeregten Sammlungen als unnöthig abgelehnt hätten, beruhen auf Irrthum. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat vielmehr in einem Schreiben an die Herren Brasch und Rothenstein „allen denjenigen Deutschen, deren Sympathien für die amerikanischen Nothleidenden sofort und im rechten Augenblicke erweckt wurden“, seinen „tief gefühlten Dank“ ausgesprochen. Lassen Sie sich also durch die erwähnten Gerüchte nicht beeinflussen und senden Sie Ihren Beitrag unverzüglich an die Firma Brasch und Rothenstein in Berlin, Friedrich-Straße 78.

H. L. Th. in Wingen bei Lembach. Unsere briefliche Antwort kam als unbestellbar und mit der Frage zurück: Welches Lembach?

Henrica M. Die Adresse lautet: Pastor L. G. in Hannover.

Heft 16

[268] Ein treuer Abonnent aus Baiern. Wir empfehlen Ihnen die billige und vorzügliche Schrift: „Die medicinischen Geheimmittel, ihr Wesen und ihre Bedeutung. Nach den amtlichen Materialien des Ortsgesundheitsraths zu Karlsruhe geschildert von Karl Schnetzler und Dr. Franz Neumann.“ (Karlsruhe, A. Bielefeld’s Hofbuchhandlung. Preis 1 Mk. 20 Pf.)

M. M. in J. Fragen Sie einen vertrauenswürdigen Geschäftsmann Ihres Ortes. Uebrigens müssen wir, wie schon oft angezeigt, anonyme Einsendungen unbeantwortet lassen.

W. K. G. Wir können Ihnen nur den einen Rath ertheilen: Wenden Sie sich an einen tüchtigen Arzt, aber an keinen, der brieflich curirt.

Heft 18

[300] L. Br. in Berlin. Die Frage, welche Sie hinsichtlich des in Nr. 10 der „Gartenlaube“ abgedruckten Artikels „Ueber Erziehung der Kinder zum Gehorsam“ an Herrn Dr. med. Schildbach hier gestellt haben, wünscht derselbe Ihnen brieflich zu beantworten, weil er den Gegenstand zur Behandlung in der „Gartenlaube“ nicht geeignet findet, und bittet Sie deshalb um Ihre Adresse.

P. A. in Hildburghausen. Sie haben Recht, bei der Anführung des Benton’schen „Dort ist der Osten“ (S. 262) an einen noch älteren vorhandenen Ausspruch zu erinnern. „Die Sonne der Freiheit geht im Westen auf“, so sagte schon in den ersten dreißiger Jahren Joseph Meyer in seinem „Volksfreund“, einer freisinnigen Zeitschrift, deren geharnischten Geist er später in seinem seiner Zeit weltbekannten „Universum“ fortwirken ließ.

J. B. in B. Daß Ihre Anfrage nicht beantwortet wurde, liegt nur daran, daß wir sämmtliche an uns aus allen Welttheilen gerichtete Anfragen unmöglich in unserem „Kleinen Briefkasten“ beantworten können und auch Ihre directe Adresse uns nicht bekannt war. Wiederholen Sie also gütigst Ihren Wunsch, aber nicht anonym, sondern unter Angabe Ihrer vollen Adresse!

E. K. in M. a. d. R. Gut gebaute Verse, aber als Inhalt die tausendmal dagewesene allegorische Spielerei über den Sieg des Lenzes.

J. E. in G. Wozu mit Ihrem geheimen Privatschmerze, der unerklärt bleibt, folglich Niemanden interessirt, Anderen das Frühlingsbild verdüstern?

Abonn. O. M. in C. Ihr Gedicht ist unwahr. Wer mit seinem Herzen und dessen Schmerzen so geschickt heineln kann, scheint sein Leid mit Plaisir zu ertragen.

Abonn. Verden. Im Wechsel des Metrums sehr frei, aber frischer und ehrlicher als die Vorgänger. Wir müssen wohl auch die allgemeine Frühlingsschilderung aushalten, aber die letzte Strophe lautet doch:

Wirf ab, was dich auch quälet,
Und laß den Lenz herein;
Alte Wunden heilen wieder
Maienglück und Sonnenschein.

Heft 20

[332] Dem Hülfscomité in Geisa.. Angesichts der Sammlung für die Nothleidenden in der Eifel erkennen Sie, daß wir nicht zugleich für Ihre durch große Feuersnoth geschädigten Mitbürger sammeln können. Aber bitten wollen wir hiermit unsere Leser, auch der Unglücklichen von Geisa zu gedenken und ihre Gaben an Geld, Wäsche, Kleidung oder Nahrungsmitteln direct an das Hülfscomité zu senden.

Heft 21

[348] Ein alter Abonnent in Z. Ihre Anfrage, ob es nicht schon irgendwelche Abbildungen der in Nr. 18 der „Gartenlaube“ gerühmten Basreliefs giebt, welche das Monument der Jeanne d’Arc in Orleans schmücken, haben wir dem Verfasser des betreffenden Aufsatzes mitgetheilt und darauf folgende Antwort erhalten: „Es giebt ein hübsches Album, betitelt ‚Orléans. Monument de Jeanne d’Arc, Statue et Bas-reliefs‘, das nicht nur die letztere, sondern auch eine Ansicht der Stadt, der Kathedrale und der Rue-Jeanne-d’Arc enthält; Herausgeber und Verleger ist Buchhändler Fortin in Orleans. Aber obgleich dies Album nur von Orleans zu beziehen ist, ist es doch durchweg, selbst den Einband inbegriffen, ein Werk deutschen Kunstfleißes, das in Leipzig hergestellt wird. Herr Fortin schickt die Originalphotographie an Herrn Lithograph Emil Pinkau in Leipzig; dieser gravirt sie auf Stein und vervielfältigt sie nun durch Abdruck mit sechs verschiedenen Tönen. Diese vortrefflich ausgeführten lithographischen Nachahmungen der Photographie kommen dem Kupferstich ziemlich nahe. Ebenfalls von Herrn Pinkau rühren die zahlreichen Albums ‚Versailles, Tours, Angers‘ etc. her, die von den reisenden Engländern, Amerikanern, Italienern und – Deutschen in Frankreich als französische Kunsterzeugnisse gekauft werden. Das überrascht Sie? Mich nicht.“

Geben Sie also Ihre Bestellung dem ersten besten Buchhändler auf, und er wird Ihnen das „Album von Orleans“ kommen lassen.

Heft 25

[412] G. J. in L. „Ein unwandelbarer Freund“ und „neunjähriger Abonnent der ‚Gartenlaube‘“ – und thut uns das Aergerniß an, trotz unserer schon so oft wiederholten Abmahnungen, ohne Nennung seiner Adresse unsere Gefälligkeit zu beanspruchen. Wird denn das nie ein Ende nehmen, nachdem schon Hunderte solcher Zuschriften in den Papierkorb geflogen sind? – Da er abseits vom Weltverkehr lebt, so sei ihm, ausnahmsweise, geantwortet, daß seine „Münze“ ein sogenannter, wahrscheinlich auch in Silber ausgeprägter Geschichtsthaler ist; über das betreffende Sprachlehrsystem ertheilt der Sanders’sche Artikel auf S. 346 der „Gartenlaube“ Nr. 21 wohl genügende Auskunft.

Ein Abonnent in Bfld. Schwindel.

B. D. Auf Ihre Anfrage, das Eierlegen betreffend, erhalten wir von unserm Mitarbeiter Dr. Karl Ruß folgende Auskunft: „Kein Vogel legt an einem Tage zwei Eier. In der Regel, das heißt bei den meisten Arten, geschieht das Eierlegen nur einen Tag um den andern, bei wenigeren, kleineren täglich, bei noch anderen in weiteren Zwischenräumen. Nur in höchst seltenen, ganz abnormen Fällen und wahrscheinlich immer in Folge eines krankhaften Zustandes des Eierstockes kommt es vor, daß ein Vogel an einem Tage zwei Eier hervorbringt. Wenn also die Behauptung aufgestellt worden, daß ein Huhn am ersten Tage ein Ei, am folgenden zwei Eier gelegt, dann einen Tag übergeschlagen und das Legen in dieser Weise regelmäßig fortgesetzt habe, so erkläre ich ganz entschieden, daß die Angabe auf Irrthum oder gar auf Täuschung beruhe.“

Heft 27

[448] Frl. A. W. in Bamberg. Von protestantischen Orden, wie Sie dieselben im Sinne zu haben scheinen, ist uns im deutschen Reiche nichts bekannt. Es giebt nur solche Stifte und Verbindungen, welche sich und ihre Insassen der Krankenpflege widmen. Indessen können sich in die Anstalt „Frauenschutz“ in Dresden ledige, protestantische Jungfrauen einkaufen und sich darin einer ihren Fähigkeiten entsprechenden Thätigkeit widmen, sei es nun im Stundengeben an der betreffenden Anstalt oder im Uebernehmen anderer Pflichten des Haushaltes. Wenden Sie sich um Näheres nur: „An den Vorstand des ‚Frauenschutz‘“ in Dresden-Neustadt.

Ad. in A. Eine „Anstalt zur Ausbildung weltlicher Krankenpflegerinnen in Magdeburg, Thränsberg 37b“ besteht unter der Direction des Herrn Medicinalrath Dr. Sendler daselbst.

Heft 29

[480] Zehn Postkartensender. Ein Druckfehler kann einen wahren Sturm erregen, und warum nicht mit Recht? Der Verfasser unseres Artikels „Die Krönungsburg des Czaren“ hatte das Gewicht der Kölner Kaiserglocke zu etwa 29,000 Kilo angegeben; gewöhnlich nimmt man sie nur zu 26,250 Kilo an. Darüber hätte sich noch rechten lassen; da muß die 2 vor 9000 übersehen und vergessen werden, und der schwere Verstoß ist da. Möge diese Notiz ihn beseitigen!

B. R. in Z. Bevor Sie uns Vorschläge machen und ausführliche Antwort verlangen, wollen Sie sich zunächst gütigst überzeugen, ob Artikel über die betreffenden Themata in unserm Blatte bereits erschienen sind. Sie würden dann sich und uns Zeit ersparen. Es ist die Pflicht eines Jeden, der als Mitarbeiter an einem Blatte wirken will, daß er dieses Blatt liest, um den Geist und die Bedürfnisse desselben kennen zu lernen. Ueber die in der „Gartenlaube“ von 1853 bis 1880 behandelten Gegenstände belehrt das „Generalregister“ derselben.

Heft 31

[512] O. K. in D. Ihre anonymen Anfragen liegen im Papierkorbe und werden so lange unbeachtet bleiben, bis Sie sich der von uns nun oft genug erbetenen Ordnung fügen, uns Ihre Adresse anzugeben. Der Schluß Ihrer Zuschrift: „Bitte bestimmt um gefälligen Aufschluß“ klingt für ein Gesuch um eine Gefälligkeit fast ebenso kühn wie Ihre Anfrage selbst: „Welches ist der direkteste Weg respective Route von München nach Jerusalem?“

A. J. in G. Wenden Sie sich an die städtische Sparkasse in Darmstadt mit der Bitte um das nöthige Material. – Glück auf!

K. E. in C. Altersasyl betreffend. Wir bitten um die Adresse, um unser Asylverzeichniß senden zu können.

F. H. Die Wiederholung des historischen Festspieles in Rothenburg ob der Tauber (vergl. „Gartenlaube“ 1882, S. 492 und 508) wird am 13. August dieses Jahres stattfinden.

Heft 33

[544] Herrm. Sch. A. Die „Gartenlaube“ veröffentlichte bis jetzt folgende Romane von E. Marlitt: „Die zwölf Apostel“ (1865), „Goldelse“ (1866), „Blaubart“ (1866), „Das Geheimniß der alten Mamsell“ (1867), „Reichsgräfin Gisela“ (1869), „Das Haideprinzeßchen“ (1871), „Die zweite Frau“ (1874), „Im Hause des Commerzienrathes“ (1876), „Im Schillingshof“ (1879) und „Amtmanns Magd“ (1881).

A. R. in Petersburg. Um des Zwecks willen würden wir beiden G. den Raum gönnen, wenn sie so, wie sie sind, abgedruckt werden könnten.

O. M. in W. Inhalt gut, aber die Form verdirbt ihn. Wer kann so zerhackte Verse lesen, wie:

„Schneidend pfeift der Nordwind, beiden
Würdiger Geselle. – Tiefe
Stille. Friede wohnt hier unter
Allen Dächern. Glücklich in der
Hütte etc.“

M. F. in B. Danke für die freundliche Sendung – aber Uebersetzungen werden grundsätzlich in der „Gartenlaube“ nicht abgedruckt, wenn nicht ein zeitgeschichtlicher Inhalt eine Ausnahme gestattet.

C. H. in D. Ihre Anfrage nach dem Verfasser eines Gedichts: „Die letzte Nacht der Girondisten“ kommt vielleicht durch diese Veröffentlichung derselben am raschesten zu einer Beantwortung.[WS 1]

Heft 36

[592] A. M. in P. Lesen Sie gefälligst den Artikel „Ueber die Erlernung fremder Sprachen aus Büchern“ von Prof. Dan. Sanders in Nr. 21 dieses Jahrgangs der „Gartenlaube“.

J. Sch. in G. Herzlich gern, – aber leider ist uns bis heute noch kein einziges Clavier zur Verfügung gestellt.

M. L. in Berlin. „Frauenlob“. Gutgereimte Verse, die zwar nichts Neues, aber viel Ueberschwängliches enthalten.

F. H. in Offenbach a. M., A. B. 12. und Hartw. in Hamburg. Schwindel!

P. Sch. in Chemnitz. Jahrgang 1865, S. 673.

R. L. in Ungarn. Wenn Sie nicht durch Ihre Glaubensgenossen nach Paris sicher empfohlen werden können, so sollten Sie es vorziehen, Ihre französischen Sprachstudien in der Schweiz zu machen. Unsere Verbindungen in Paris sind nicht der Art, daß wir zeitraubende und dabei verantwortungsvolle Gefälligkeiten von ihnen beanspruchen könnten.

A. G. in B. bei Paris. Wenden Sie sich an die deutsche Gesandtschaft.

Herrn oder Frl. Dinguh. „Aller guten Dinge sind drei“, – nur bei Gedichten trifft das Sprüchlein nicht immer zu, und so müssen auch Blätter mit dem reizendsten Goldrand in das Ungeheuer Papierkorb fliegen.

Johannes Aye („Eine Jugenderinnerung“) ersuchen wir um gefällige Angabe seiner Adresse.

Heft 39

[640] B. G. in D. Deutsches Forstwaisenhaus. Die Quittung über die für diesen wohlthätigen Zweck der „Gartenlaube“ ferner eingesandten Gaben wird in einer der nächsten Nummern unserer Zeitschrift erscheinen. – Nach einer Mittheilung der Berliner Zeitung „St. Hubertus“ beträgt der an der Centralsammelstelle bis jetzt eingegangene Fonds 18,600 Mark. Wir sind gern bereit, auch die kleinsten Gaben für das „deutsche Forstwaisenhaus“ anzunehmen und über dieselben zu quittiren, bitten Sie also, Ihren Beitrag schleunigst an die Adresse: „Verlagsbuchhandlung Ernst Keil in Leipzig“ senden zu wollen.

Abonnent aus St. Petersburg. Wie oft sollen wir noch die Bitte wiederholen, keine anonymen Anfragen an uns zu richten! Hätten Sie Ihrem Schreiben Ihren Namen mit genauer Adresse beigefügt, so konnten wir Ihnen sofort brieflich antworten; die Angelegenheit eignet sich für den „Briefkasten“ nicht. Geben Sie uns also Ihre Adresse an.

R. Th. in P. Schwindel!

H. Z. in F. Einen Artikel über Iwan Turgenjew finden Sie im Jahrgang 1881 der „Gartenlaube“ S. 578.

K. L. in Darmstadt. Ungeeignet!

L. G. in Straßburg i. E. An das Kriegsministerium.

Heft 40

[660] K. L. in Osnabrück. Das dramatische Luther-Festspiel, welches in Jena aufgeführt werden soll, ist von Otto Devrient gedichtet worden. Die Aufführungen finden zunächst am Sonnabend, den 13., und Sonntag, den 14. October, statt, werden an den gleichen Tagen der folgenden Wochen fortgesetzt und am 10. und 11. November geschlossen werden.

B. G. in Berlin. Nach dem soeben von Dr. Fr. Schneider herausgegebenen „Jahresbericht für 1882 über die aus Selbsthülfe gegründeten deutschen Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften“ (Leipzig, Julius Klinkhardt, 1883) beträgt die Gesammtzahl dieser Vereine im deutschen Reich 3550. Ihnen gehören rund 1,100,000 bis 1,200,000 Mitglieder an, und ihre geschäftlichen Leistungen kann man auf einen Umsatz von mehr als 2000 Millionen Mark veranschlagen.

Heft 42

[692] B. K. in Hamburg. Der vor Kurzem im „Berliner Tageblatt“ veröffentlichte und mit so vielem Beifall aufgenommene Roman „Am Horizont“ von Friedrich Friedrich ist soeben als Buch im Verlag von Wilhelm Friedrich, Leipzig, erschienen. Ebenso können Sie die früher in der „Gartenlaube“ (Jahrgang 1881) veröffentlichte Novelle von Victor BlüthgenDer Friedensstörer“ jetzt in Buchform bei Gebr. Paetel in Berlin beziehen.

G. B. in Nürnberg. Hinsichtlich der Richtigschreibung des Dialekts ist Ihr Wunsch erfüllt worden.

L. B. in Triest. Die Dichterin, welcher wir Ihre Anfrage mittheilten, wird Ihnen wohl selbst den gewünschten Bescheid geben.

Frau „Veritas“ in L. Ja, es ist richtig: der Lorenz Clasen ist der Maler der „Wacht am Rhein“, jener ersten kampfgerüsteten „Germania“.

A. K. in E. Schwindel.

Ein Abonnent in Lübeck. Wir bitten Sie um genaue Angabe Ihrer Adresse, da unser Brief an Sie als unbestellbar zurückgekommen ist.

Heft 46

[756] K. F. in Hamburg. Ueber die erste Frage wird Ihnen in jeder Buchhandlung Auskunft ertheilt. Als Reuter-Verehrer wird Ihnen die Nachricht willkommen sein, daß die hiesige Verlagshandlung von C. A. Koch soeben zwei „Ergänzungsbände zu den sämmtlichen Werken von Fritz Reuter“ in zweiter Auflage herausgegeben hat. Der erste Band zeigt Ihnen Reuter als Dramatiker; indem er die Lustspiele: „Der 1. April 1856“ und „Fürst Blücher in Teterow“ enthält; der zweite Band bringt unter dem Namen „Julklapp“ eine Sammlung von Polterabendgedichten (gleichfalls in leichter dramatischer Form). Aus den meisten der hübsch erfundenen Julklapp-Gedichte lacht Reuter’s prächtiger, gemüthvoller Humor, und die beiden Lustspiele sprechen vorzugsweise durch die natürliche Zeichnung der einzelnen Personen an.

R. P. in Lausanne. Marlitt’s „Haideprinzeßchen“ finden Sie im Jahrgang 1871, Nr. 31.

J. F. in Paris. Sie haben darin Recht, daß die Melodie der Marseillaise kein französisches Original ist: Rouget de l’Isle entnahm sie der „Missa solemnis“ Nr. 4 des deutschen Componisten Holzmann.

F. M. in Bremen. Nach ärztlichen Autoritäten Schwindel.

Heft 47

[771] K. v. W. in München. Sie meinen Wilhelmine von Zenge. In dieser Beziehung wird Ihr Wunsch bald erfüllt werden. Die Verlagsbuchhandlung von S. Schottlaender in Breslau läßt in nächster Zeit „Heinrich von Kleist’s Briefe an seine Braut, zum ersten Male vollständig und wortgetreu nach den Original-Handschriften herausgegeben von Karl Biedermann“ erscheinen. Bis vor Kurzem kannte man von diesen höchst interessanten und für den Dichter so charakteristischen Briefen an Wilhelmine von Zenge nur die wenigen, die Ed. von Bülow in seiner Kleist-Biographie, noch dazu nicht ganz vollständig, mitgetheilt hatte. Professor Biedermann war so glücklich, die Originale der sämmtlichen Briefe Kleist’s an seine Braut zu entdecken, und giebt dieselben nun unverkürzt ganz so, wie Kleist sie geschrieben, heraus. Wir nehmen aus Ihrer Zuschrift gern Anlaß, auch die übrigen Literaturfreunde unter unseren Lesern auf dieses Werk aufmerksam zu machen, da dasselbe einer der werthvollsten Beiträge zur Kleist-Biographie zu werden verspricht.

Junge Waise in Sondersh. Deutsche Diakonissenanstalten giebt es in Berlin drei: Elisabethkrankenhaus, Bethanien und Lazaruskrankenhaus, ferner in Dresden, Breslau, Danzig, Königsberg, Stettin, Hamburg, [772] Altona, Bremen, Flensburg, Hannover, Braunschweig, Bielefeld, Kaiserswerth am Rhein, Darmstadt, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Straßburg, Stuttgart, Speyer, Augsburg, Neuendettelsau, Halle. Als besonders hervorragend gelten die zu Kaiserswerth, Bethanien in Berlin, Neuendettelsau, Dresden. Ihre zweite Frage können wir nicht beantworten. Wir glauben aber kaum, daß es derartige Anstalten giebt, in denen vorwiegend Mädchen aus den höheren Ständen Aufnahme finden.

Fabrikant ….x in Chemnitz. Wenden Sie sich gefälligst mit Ihrem Anliegen an den bisherigen Director der Leipziger Lebensversicherung, Herrn Dr. Gallus in Gohlis bei Leipzig, der unsers Wissens sich mit Abgabe von Gutachten in allen Versicherungsangelegenheiten und speciell mit Abfassung und Umarbeitung von Statuten nach den Bestimmungen des neuen Krankenversicherungsgesetzes für Corporationen und Fabrikanten beschäftigt.

Heft 48

[788] T. E. in Ehrenfeld bei Köln. Die Verse waren zur Aufnahme nicht geeignet. Ueber E. T. A. Hoffmann vergleichen Sie Jahrgang 1856 der „Gartenlaube“ S. 665 und Jahrgang 1857 S. 703. Dem ersteren Artikel ist das Bild des phantastischen Dichters beigefügt.

Leuchtmoos als Zimmerpflanze. Vielen Anfragern theilen wir mit, daß Herr Johann Leistner, Hausmeister der Realschule in Wunsiedel, sich erboten hat, etwaige Aufträge in Bezug auf die Versendung des Leuchtmooses entgegenzunehmen. Freilich wird dieselbe wegen des bereits eingetretenen Frostes und Schneefalles erst im nächsten Frühjahr erfolgen können.

R. Ramière. Wie ist es möglich, Ihnen ein Manuscript zurückzuschicken, wenn Sie der Redaction Ihre Adresse nicht angeben? Nennen Sie uns im Vertrauen auf unsere Discretion Ihren wahren Namen und Wohnort, oder geben Sie wenigstens eine Chiffre für postlagernde Sendung an.

Heft 50

[820] J. M. S. in G. Das Dr. Fürst’sche Universal-Thermometer (vergl. „Gartenlaube“ Nr. 40) ist in vorschriftsmäßiger Herstellung nur durch R. H. Paulcke in Leipzig zu beziehen, und so viel wir wissen, gesetzlich deponirt sowie durch Schutzmarke vor Nachbildung geschützt.

Heft 51

[836] Ein Auswanderungslustiger in Tuttlingen. In den Aufsätzen „Im Congoland“ ist gar nicht die Rede von am Congo existirenden Colonien. Es giebt dort keine Colonie und für Leute, die sich dort etwa durch eigener Hände Arbeit eine Zukunft gründen, Ackerbau treiben wollen, ist nichts zu hoffen. Das Klima ist ungesund und gestattet dem Europäer nicht, dauernd körperliche Arbeiten zu verrichten; das Land ist eine Wildniß; die Eingeborenen haben noch nicht gelernt, regelmäßig zu arbeiten. Ansiedler im landläufigen Sinne wären dort verloren. Die im Küstengebiet des Congo lebenden Europäer beschränken sich auf ihre Factoreien, wo sie Tauschhandel mit den Eingeborenen treiben. Anlegung von Plantagen wäre möglich; doch gehören dazu bedeutende Mittel und die Lösung der Arbeiterfrage würde überaus schwierig sein. Derartiges könnte überdies nur von Männern unternommen werden, die bereits große Erfahrung in afrikanischen Dingen besitzen.

Friedrich R. in Detmold. Die Beschreibung und Abbildung der verschiedenen Canarienvogelrassen haben Sie jedenfalls in der „Gartenlaube“ Jahrgang 1879 in dem Artikel „Gefärbte Vögel“ gefunden. Farbige Abbildungen derselben hat bis jetzt noch kein deutsches Buch, sondern nur „The Illustrated Book of Canaries and Cage-Birds“ (London 1879) gebracht; die genaue Beschreibung nebst Anleitung zur Verpflegung und Züchtung der englischen Farbenvögel, der belgischen Rasse und vor Allem des Harzer Kanarienvogels bietet das Buch „Der Kanarienvogel“ von Dr. Karl Ruß, welches soeben in vierter Auslage erschienen ist. Sein Preis beträgt 2 Mark. Bezugsquellen zum Einkauf guter Kanarienvögel finden Sie zahlreich gleichfalls in dem Buche angegeben.

F. M. in R., Rußland. Derartige Anfragen kann nur der Arzt beantworten, der den Kranken persönlich untersucht.

Langjähriger Abonnent in Mainz. Die von Ihnen bezeichneten Medicamente sind nicht empfehlenswerth.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Moriz Carriere: Die lezte Nacht der Girondisten. Giessen 1849.