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Ein Jäger (Fontane, 1905)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Theodor Fontane
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Titel: Ein Jäger
Untertitel:
aus: Gedichte, Seite 12
Herausgeber:
Auflage: 10. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1905
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger
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Erscheinungsort: Stuttgart und Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Bild
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Bearbeitungsstand
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[12]
Ein Jäger.


Ich kenn einen Jäger, man heißt ihn „Tod“:
Seine Wang ist blaß, sein Speer ist roth,
Sein Forst ist die Welt, er zieht auf die Pirsch,
Und jaget Elenn und Edelhirsch.

5
Im Völkerkrieg, auf blutigem Feld,

Ist’s, wo er sein Kesseltreiben hält;
Haß, Ehrsucht und Geizen nach Ruhmesschall
Sind Treiber im Dienste des Jägers all’.

Nicht fürcht ich ihn selber, wie nah er auch droht,

10
Doch wohl seine Rüden: Gram, Krankheit und Noth

Die Meute, die stückweis das Leben zerfetzt,
Und zögernd uns in die Grube hetzt.