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Bekenntniß (Fontane, 1905)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Theodor Fontane
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Titel: Bekenntniß
Untertitel:
aus: Gedichte, Seite 11
Herausgeber:
Auflage: 10. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1905
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Stuttgart und Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
auch in der Erstausgabe (1851)
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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[11]
Bekenntniß.


Ich bin ein unglückselig Rohr:
     Gefühle und Gedanken
Seh rechts und links, zurück und vor,
     In jedem Wind, ich schwanken.

5
Da liegt nichts zwischen Sein und Tod,

     Was ich nicht schon erflehte:
Heut bitt’ ich um des Glaubens Brod,
     Daß morgen ich’s zertrete;

Bald ist’s im Herzen kirchenstill,

10
     Bald schäumt’s wie Saft der Reben,

Ich weiß nicht, was ich soll und will; –
     Es ist ein kläglich Leben!

Dich ruf ich, der das Kleinste Du
     In Deinen Schutz genommen,

15
Gönn meinem Herzen Halt und Ruh,

     Gott, laß mich nicht verkommen;

Leih mir die Kraft, die mir gebricht,
     Nimm weg, was mich verwirret,
Sonst lösch es aus dies Flackerlicht,

20
     Das über Sümpfe irret!