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Dr. A. Bernstein †

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: J.
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Titel: Dr. A. Bernstein †
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 9, S. 155
Herausgeber: Ernst Ziel
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1884
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[155] Dr. A. Bernstein †. Einen treuen Freund hat uns der Tod entrissen, den Verlust eines ehrenvollen Mannes müssen wir heute betrauern. Nach schwerem, aber glücklicher Weise kurzem Leiden starb am 11. Februar Dr. Aaron Bernstein, einer der ältesten Mitarbeiter der „Gartenlaube“. Schon im Jahre 1861 haben wir den „alten Bernstein“ unsern Lesern vorgeführt, da er in der Blüthe seines Lebens stand, ein unerschrockener Kämpfer für die Freiheit und die Aufklärung des Volkes. Sein Lebensbild war schon damals so gut wie abgeschlossen, der Ruhm des Pfadfinders für den politischen Leitartikel in Deutschland war ihm ebenso gesichert, wie der Ruf des Begründers eines neuen Literaturzweiges, der Popularisirung der Naturwissenschaften. Was er in den letzten zwanzig Jahren noch geschaffen, das war nur eine Fortsetzung seines früheren ersprießlichen Wirkens, ein unermüdliches Streben, den reichen Schatz der Wissenschaft den breitesten Schichten unseres Volkes zu erschließen. Zu diesem Zwecke trat er in letzter Zeit in engere Beziehungen zur „Gartenlaube“, und bot unseren Lesern das vortreffliche Charakterbild des großen Volksmannes Schulze-Delitzsch und die geistvolle Erinnerung an das helle Doppelgestirn der deutschen Wissenschaft, die „zwei Brüder“ Alexander und Wilhelm von Humboldt. In diesem Jahre beabsichtigte er die Fortschritte der Elektrotechnik in unserem Blatte zu behandeln und trug uns Pläne über neue große literarische Unternehmungen vor, denn sein rüstiger Geist ahnte nicht, daß er abberufen werde von seinem mit seltener Pflichttreue behaupteten Posten. Legen wir den wohlverdienten Lorbeerkranz auf sein frisches Grab nieder und bewahren ihm das liebevolle Andenken, das wir ihm schulden! J.