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BLKÖ:Weber, Johann Baptist (Theolog)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 53 (1886), ab Seite: 192. (Quelle)
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24. Weber, Johann Bapt. (katholischer Theolog, geb. zu Griesbach am 27. Mai 1787, gest. am 19. October 1825). Dieses Priesters gedenkt H. F. Wagner in seinen „Biographien salzburgischer [193] Schulmänner“, welche er im VII., VIII. und IX. Jahrgange (1877, 1878 und 1879) der „Zeitschrift des Salzburger Lehrervereines“ von Zeit zu Zeit veröffentlichte. Im IX. Jahrgang, Nr. 6, berichtet er nämlich auf S. 98: daß Johann Baptist Weber, bekannt als Kanzelredner, Cooperator der Dompfarre Salzburg und seit 1819 Vicar zu Wildbad-Gastein war und „Acht Erzählungen für die blühende Jugend“ (Salzburg 1837) geschrieben habe. Dabei citirt er Kehrein’s „Geschichte der katholischen Kanzelberedtsamkeit“ und desselben „Lexikon der katholischen Schriftsteller“ als Quellen. In diesen Nachrichten Wagner’s laufen aber Unrichtigkeiten mit. Da der Wildbad-Gasteiner Vicar Joh. Bapt. Weber schon im Jahre 1825 gestorben, so dürfte er kaum der Verfasser der 12 Jahre nach seinem Tode erschienenen oberwähnten „Acht Erzählungen“ sein. Ob er ein bekannter Kanzelredner gewesen, lassen wir auch dahingestellt sein und vermuthen bei Wagner eine Verwechselung des als Prediger berühmten Jesuiten Johann Baptist Weber [siehe den Vorigen] mit dem Wildbad-Gasteiner Vicar gleichen Namens. Was nun die „Acht Erzählungen“ betrifft, so bilden dieselben das erste Bändchen einer in Salzburg bei Mayr 1837 begonnenen „Salzburgischen Prämien-Bibliothek. Ein Geschenk für die fleißige und sittliche Schuljugend zur Belehrung und Veredlung ihres Herzens“, von welcher aber nur dieses eine Bändchen erschienen ist. Da der Exjesuit und berühmte Homilet Johann Bapt. Weber 22 Jahre und der gleichnamige Wildbad-Gasteiner Vicar 12 Jahre vor Erscheinen der angeführten „Acht Erzählungen“ gestorben, so vermuthen wir nicht mit Unrecht einen dritten Joh. Bapt. Weber als ihren Verfasser.