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BLKÖ:Venuto, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Venzig
Band: 50 (1884), ab Seite: 111. (Quelle)
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Venuto, Johann (Domherr, Geburtsort unbekannt, geb. um 1750, gest. 1810). Ueber seine Lebensumstände ist nur sehr wenig bekannt. Im Jahre 1768 studirte er als bischöflicher Alumne im Convicte zu Olmütz. Zuletzt bekleidete er die Würde eines Domherrn am Capitel zu Königgrätz. Er war als trefflicher Zeichner bekannt, und stammen von seiner Hand zahlreiche Zeichnungen von Ansichten in Böhmen und Mähren, zum größten Theile in Prag auch von Döbler, Berger und Pucherna in Kupfer gestochen. Wir nennen davon: „Das Schloss Eger“, Joh. Venuto del. 1806, W. Berger sc., Pragae 1807; – „Das Schloss Liebenstein in Böhmen“, Joh. Venuto del. 1807, A. Pucherna sc. 1808;– „Nachod“, Joh. Venuto del., W. Berger sc. 1805; – „Seeberg in Böhmen, ein Schloss“, Joh. Venuto del. 1807, A. Pucherna sc. Pragae 1808; – „Senftenberg, ein Schloss in Böhmen“, Joh. Venuto del. 1795, W. Berger sc. Pragae 1806; – „Swogssicz“, Joh. Venuto del. 1795, Berger fec. 1802; – „Swogssicz“, von der anderen Seite, J. Venuto del. 1795, Berger fec. 1802. Sämmtliche Blätter in Qu.-4°. Auch als Kartograph ist Venuto nicht unbedeutend, und hat er die Aufnahme einer nach seiner Zeichnung auch in Kupfer gestochenen Landkarte der Königgrätzer Diöcese ausgeführt. Ferner zeichnete er die Gepräge zu Adauct Voigt’s „Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Münzen“ (Prag 1771 u. f., gr. 4°.). Eine „Marine“ nach seiner Zeichnung hat G. Döbler gestochen. Obgleich Dilettant, überragte Venuto durch seine Geschicklichkeit den gewöhnlichen Dilettantismus.

Dlabacz (Gottfried Johann). Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Haase, 4°.) Bd. III, Sp. 394.