Zum Inhalt springen

BLKÖ:Venusi, Johann Bernhard Benedict

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Venus, Moriz
Nächster>>>
Venuto, Johann
Band: 50 (1884), ab Seite: 110. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Benedikt Venusi in der Wikipedia
Benedikt Venusi in Wikidata
GND-Eintrag: 120972026, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Venusi, Johann Bernhard Benedict|50|110|}}

Venusi, Johann Bernhard Benedict (Cistercienserabt, geb. zu Klostergrab 2. Februar 1751, gest. zu Ossegg 13. Jänner 1823). Nachdem er die Elementarschulen auf dem Jesuitencollegium zu Marienschein im Leitmeritzer Kreise Böhmens besucht hatte, studirte er an der Hochschule zu Prag Theologie. Sowohl zu Marienschein, als auch in letzterer Stadt, und zwar daselbst im St. Wenzelsseminar, versah er die Organistenstelle. Im November 1771 trat er in das Osseger Cistercienserkloster, in welchem er 1775 die Ordensgelübde ablegte und im April 1779 die Priesterweihe erlangte. Unter seinen Mitbrüdern entwickelte er eine so vertrauenerweckende Thätigkeit, daß sie ihn an Stelle des am 24. October 1798 gestorbenen Abtes Mauritius Elbel[WS 1] zu dieser Würde erhoben. Nahezu ein Vierteljahrhundert wirkte er zum Segen des seiner Oberleitung anvertrauten Stiftes. In seiner früheren Zeit hatte er sich als trefflicher Musicus bewährt, der mit Meisterschaft Orgel und Violine spielte und für beide Instrumente Mehreres componirte, das mit Beifall aufgenommen wurde. Gründlich gebildet in seinem Fache, der Theologie, beschäftigte er sich im Alter mit dem Studium des Pentateuch, übersetzte diese fünf Bücher Mosis und gab sie mit einem hebräisch-deutsch -lateinischen Wörterbuche unter dem Titel: „Heilige Geschichte“, 1. und 2. Band (Prag 1820 und 1821, gr. 4°.) im Druck heraus. Er starb 72 Jahre alt, wegen seiner Herzensgüte und Milde von [111] seinen Ordensbrüdern und Allen, die ihn kannten, tief betrauert.

Dlabacz (Gottfried Johann). Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Haase, 4°.) Bd. III, Sp. 294.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Mauriz Eybel.