Zum Inhalt springen

BLKÖ:Troppe, Joseph Friedrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Trombini, Cesare
Nächster>>>
Trost, Johann J.
Band: 47 (1883), ab Seite: 243. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Joseph Friedrich Troppe in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Troppe, Joseph Friedrich|47|243|}}

Troppe, Joseph Friedrich (theologischer Schriftsteller, geb. zu Brünn 5. März 1744, Todesjahr unbekannt). Der Sohn eines Bürgers und Handelsmannes in Brünn, besuchte er das Jesuitengymnasium in dieser seiner Vaterstadt, in welcher er dann am 27. October 1761 in den Orden der Gesellschaft Jesu trat und 1763 das Noviziat hielt. Von 1764 setzte er seine Studien in Klattau, später, bis 1768, auf der Universität Prag die philosophischen fort. Hierauf im Lehramte verwendet, unterrichtete er 1769 und 1770 in den Grammaticalclassen, versah aber an Sonn- und Festtagen zugleich das Predigtamt für die Studirenden, von 1771 bis 1773 trug er Theologie in Prag vor und erlangte im letzteren Jahre daselbst die Priesterweihe. Nach Auflösung seines Ordens zur Säculargeistlichkeit[WS 1] übertretend, wurde er zunächst Sonntags- und Fastenprediger an der Maria Himmelfahrts- (früheren Jesuiten-) Kirche in Brünn, 1781 Dechant und Pfarrer zu Gurein im Brünner Kreise Mährens, darauf Rath des Brünner Bischofs, Assessor des bischöflichen Consistoriums und kam in dieser Eigenschaft 1807 auf die einträglichere Pfarre Bisterz im Prerauer Kreise. Außer zwei Gelegenheitsreden, von denen er die eine beim Antritte einer Stiftung, die andere zur Feier der goldenen Secundiz des Grafen Wilhelm Hartmann von Klarstein hielt, sind im Druck von ihm erschienen: „Trauerrede auf Joseph den Zweyten Römischen Kaiser, als in der Kathedralkirche zu Brünn Sr. hochseligen Majestät Leichenbegängniss den 6. März 1790 beschlossen wurde“ (Brünn 1790, 8°.) und „Sammlung einiger Lob- und Sittenreden, die an verschiedenen Feyerlichkeiten und verschiedenen Kanzeln in Brünn gesagt worden sind“ (Brünn 1790, 8°., 2. Aufl. ebd. 1793, 8°.). Troppe befand sich 1807, 63 Jahre alt, noch am Leben.

Czikann (Johann Jacob Heinrich). Die lebenden [244] Schriftsteller Mährens. Ein literarischer Versuch (Brünn 1812, Traßler, 8°.) S. 180.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Seculargeistlichkeit.