Zum Inhalt springen

BLKÖ:Trautson, Johann Wilhelm Fürst

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 47 (1883), ab Seite: 51. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Johann Wilhelm von Trautson in der Wikipedia
Johann Wilhelm von Trautson in Wikidata
GND-Eintrag: 129287482, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Trautson, Johann Wilhelm Fürst|47|51|}}

17. Johann Wilhelm Fürst (geb. 5. Jänner 1700, gest. 3. October 1775), ältester Sohn des ersten Fürsten Trautson, Johann Leopold Donat, aus dessen Ehe mit Maria Theresia Ungnad Gräfin Weißenwolf, erster und letzter Besitzer des von seinem Vater gestifteten Majorates und ein Bruder des berühmten Erzbischofs von Wien Johann Joseph Grafen Trautson. Nach beendeter Erziehung 1721 von der üblichen Cavaliertour zurückgekehrt, wurde er im Jänner 1722 zum kaiserlichen Kämmerer ernannt und am 23. November d. J als wirklicher Reichshofrath introducirt. Als sein Vater im Jahre 1724 starb, trat er das reiche Majorat an, nachdem er schon zwei Jahre früher, am 23. April 1722, mit Maria Josepha Ungnad Gräfin Weißenwolf (gest. 10. März 1730), einer Nichte seiner Mutter, sich vermält hatte. In zweiter Ehe verband sich der Fürst mit Maria Francisca geborenen Fürstin Mannsfeld-Fondi und 1746 in dritter mit Karoline Freiin Hager, welche ihren Gemal um achtzehn Jahre überlebte. Er starb, 75 Jahre alt, als letzter Mannessprosse seines Geschlechtes, denn seine Söhne waren zum Theile in der Kindheit, zum Theile lange vor ihm dahingeschieden, und seine Güter gingen auf seine Tochter M. Josepha Rosalia vermälte Karl Joseph Anton Fürst Auersperg über. Fürst Johann Wilhelm war auch Obersthofmeister des Kaisers, Landmarschall von Niederösterreich und Ritter des goldenen Vließes. –