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BLKÖ:Trausch, Franz Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Traunsteiner, Joseph
Band: 47 (1883), ab Seite: 30. (Quelle)
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Trausch, Franz Joseph (Geschichtsforscher, geb. zu Kronstadt am 9. Februar 1795, gest. ebenda am 16. November 1871). Die Familie Trausch, welche aus Straßburg (Nagy-Enyed) in Siebenbürgen stammt, ist seit Beginn des siebzehnten Jahrhunderts in diesem Land ansässig. Stammvater des daselbst noch blühenden Geschlechtes wurde Gregor Trausch, der 1606 als Prediger in Probstdorf lebte. Franz Josephs Vater Johann Joseph, Kronstädter Senator, Divisoratspräses und Kreisinspector, starb 1831 an der Cholera in Ausübung seiner Berufspflichten zur Verhinderung der Verbreitung dieser Seuche. Der Sohn besuchte das Gymnasium zu Kronstadt, studirte am Lyceum zu Klausenburg die Rechte, trat nach Abschluß derselben bei der k. Gerichtstafel zu Maros-Vásárhely in die Gerichtspraxis und diente dann theils bei der königlichen Landesregierung, theils bei der siebenbürgischen Hofkanzlei bis 1817. Am 19. Juni dieses Jahres begann er seine amtliche Laufbahn als Magistratsbeamter seiner Vaterstadt und erwarb sich in seinen Stellungen als Theilamtsactuar, als Magistratssecretär und städtischer Archivar die in der politischen Verwaltung und Justizpflege erforderlichen Kenntnisse. Am 29. Juli 1818, im Alter von 23 Jahren, wurde er bereits zum Mitgliede des äußeren Rathes gewählt, versah dann auch kurze Zeit die Dienste als Stadt- und Districtsfiscal und als Magistrats-Vicenotar, bis er im August 1827 zum Obernotar aufrückte. Am 14. November 1831 zum wirklichen Magistratsrathe erwählt, blieb er auf Verlangen seiner Vorgesetzten und mit dem Vorbehalte seines Ranges und des freien Eintrittes in die Reihe der Magistratsräthe im Obernotarsdienste, und zwar bis zum 25. October 1841. Er verwaltete auch während dieser Zeit das Amt eines Kreisinspectors im Kronstädter Districte, sowie jenes eines Inspectors über mehrere Zünfte und wurde von der Stadtgemeinde und dem Magistrate wiederholt zu wichtigen Sendungen an die k. Gerichtstafel und das Landesgubernium ausersehen. Im October 1841 zum Polizeidirector erwählt und als solcher ah. Ortes bestätigt, blieb er in dieser beschwerlichen Stellung durch acht Jahre, bis zum 3. December 1849. In der Zwischenzeit ward er vom k. Gubernium 1842 zum Kronstädter Büchercensor und 1848 zum königlichen Commissär bei der Kronstädter griechischen Compagnie ernannt, auch vom Oberconsistorium der Augsburgischen Confessions-Verwandten in Siebenbürgen 1848, wie schon 1836, und von der sächsischen Nations-Universität mit verschiedenen Commissionsgeschäften und schriftlichen Ausarbeitungen betraut. Mit der Niederlegung der Polizeidirectorstelle nimmt seine Laufbahn als Kronstädter Stadt- und Districtsbeamter [31] ein Ende, denn nun folgte er dem Rufe des Militär- und Civilgouverneurs für Siebenbürgen Freiherrn von Wohlgemuth zum Gouvernementsreferenten und Rechtsconsulenten nach Hermannstadt. Am 20. Februar 1850 wurde er provisorischer k. k. Kammerprocurator für Siebenbürgen und als solcher, nachdem die k. k. Kammerprocuratur der Finanz-Landesbehörde unterstellt worden war, am 13. September 1853 wirklicher k. Finanzrath. Am 9. December 1860 trat er auf sein Ansuchen in den bleibenden Ruhestand und erhielt in Würdigung seiner 46jährigen pflichttreuen Dienste das Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens. Während seiner amtlichen Laufbahn wirkte er als Deputirter des Kronstädter Districts bei vielen Confluxen der sächsischen Nations-Universität, bei den siebenbürgischen Landtagen 1834/35, 1837/38 und 1846/47 und bei den Landesständen 1834 an Seine Majestät Kaiser Franz I. Die sächsische Nation delegirte ihn 1843 und 1848 an Kaiser Ferdinand I., und das k. Landesgubernium erwählte ihn zum Mitgliede verschiedener gerichtlicher theils Urbarial-, theils Trinational-Commissionen; Kaiser Franz Joseph ernannte ihn am 1. December 1860 zum Mitglied der aus 40 Vertrauensmännern zur Berathung über die Zusammensetzung eines abzuhaltenden siebenbürgischen Landtages auf den 11. Februar 1861 nach Karlsburg berufenen Landesconferenz, sowie zum Regalisten bei den auf den 1. Juli 1863 nach Hermannstadt und auf den 19. November 1865 nach Klausenburg ausgeschriebenen Landtagen. Zu den sonstigen Lebensmomenten dieses so vielfach und so verdienstlich thätigen Mannes gehören die größeren Reisen, aus welchen er 1846 die Türkei bis Constantinopel, 1856 Norddeutschland bis Hamburg, Helgoland, Belgien, Frankreich und einen großen Theil Süddeutschlands, einige Jahre später die Schweiz, Elsaß und neuerdings Süddeutschland besuchte. Ein Freund der Wissenschaft, selbst wissenschaftlich gebildet, nahm er an dem geistigen Leben seines engeren Vaterlandes regen Antheil, wirkte an der Gründung des Vereins für siebenbürgische Landeskunde, welcher 1840 ins Leben trat, eifrig mit und förderte dann die Zwecke desselben als gewähltes Ausschußmitglied, als Vorstands-Stellvertreter und seit 1858 als lebenslänglicher Vorsteher, als welcher er 1869 aus eigenem Antriebe, seiner zunehmenden körperlichen Gebrechlichkeit wegen, zurücktrat. Bis zu seinem Tode aber versah er, 1863 dazu gewählt, das Ehrenamt als Bezirks-Curator der Augsburger C.-V. Auch war er seit 1859 Ehrenmitglied des siebenbürgischen Vereins für Naturwissenschaft und seit 1863 Correspondent der k. k. geologischen Reichsanstalt in Wien. Wesentlich betheiligt an dem Zustandekommen der „Kronstädter Zeitung“ und der damit verbundenen „Blätter für Geist, Gemüth und Vaterlandskunde“, schrieb er für letztere und besorgte auch bis 1842 deren Redaction. Im Druck sind von ihm erschienen: „Mosaik für das Jahr 1840“ (Kronstadt, Johann Gött, kl. 8°., 102 S.), enthält S. 3–50 das (Gedicht „Dacia“ von Johann Peter Roth [Bd. XXVII, S. 95]; – „Vaterländische dramatische Schriften von Christian Heyser“ (Kronstadt 1842, kl. 8°., 234 S.), enthält im Vorwort Heyser’s Biographie und Schriftenverzeichniß; erschien nur dieser eine Band; – „Chronicon Fuchsio-Lupino-Oltardinum, sive Annales Hungarici et Transylvanici opera et studio clariss. doctiss. virorum Simonis Massa et Marci [32] Fuchsii… nec non Christiani Lupini et Joannis Oltard… concinnati, quibus ex lucubrationibus Andreae Gunesch… aliisque manuscriptis fide dignis quaedam adjecit Johannes Ziegler… Partes II“ (Coronae 1847 und 1848, 4°., P. I: V und 316 S. Text, S. 317–324 Index; P. II: VI und 300 S. Text und S. 301–307 Index); der größere Theil der verkauften Exemplare des Chronicon ist nach Paris und London versendet worden; – „Uebersichtliche Darstellung der älteren Gemeindeverfassung der Stadt Kronstadt nebst den alten Ortsconstitutionen dieser Stadt. Festgabe…“ (Kronstadt 1865, Johann Gött, 8°., VI und 22 S.); – „Bemerkungen über die vom siebenbürgischen griechisch-nichtunirten Bischof Herrn Basilius Moga im Jahre 1837 den in Hermannstadt versammelten Landesständen vorgelegte Bittschrift von Jos. Trausch“ (ebd. 1844, 8°., 61 S.), auf die Mogai’sche Bittschrift (S. 7–17) folgen (S. 18–61) die Bemerkungen von Trausch; – „Geschichte des Burzenländercapitels“ (ebd. 1852, 8°., IV und 97 S.); – „Bericht über den Bestand und die Leistungen des Vereines für siebenbürgische Landeskunde von der Zeit seiner Entstehung bis zum Jahre 1863“ (ebd. 1864, 8°., 29 S.), auch im „Archiv des Vereines für siebenbürgische Landeskunde“, neue Folge, Bd. VI; – „Beiträge und Actenstücke zur Reformationsgeschichte von Kronstadt. Festgabe…“ (ebd. 1865, 8°., VIII und 71 S.); – „Actenmässige Darstellung der ungarischen und siebenbürgischen Landtagsverhandlungen über eine Vereinigung des Grossfürstenthums Siebenbürgen mit dem Königreiche Ungarn“, mit 14 Beilagen (ebd. 1866, 8°., VIII und 117 S.), ein zweiter Theil: „Betrachtungen über die Arten einer Vereinigung Siebenbürgens mit Ungarn“ aus dem Jahre 1843 ist nicht gedruckt worden; – „Schriftsteller-Lexikon oder biographisch-literarische Denkblätter der Siebenbürger Deutschen“ drei Bände (ebd. 1868–1871, gr. 8°., I. Bd. XX und 393 S.; II. Bd. 463 S.; III. Bd. 604 S. und zwar von S. 546–604 Nachträge und Berichtigungen), unstreitig sein Hauptwerk, das, wenn es auch Seivert’s „Siebenbürgisches Schriftsteller-Lexikon“ noch immer nicht überflüssig macht, doch eine Arbeit von großer Gründlichkeit, Genauigkeit und Reichhaltigkeit ist. Ungleich größer ist dieses rastlosen Forschers handschriftlicher Nachlaß, den wir auf S. 33 u. f. nach seinen eigenen Angaben verzeichnen. Franz Joseph Trausch vermälte sich am 9. Februar 1819 mit Josepha Pauline (geb. 11. Februar 1803, gest.15. Juli 1851), Tochter des Stadtpfarrers Christoph von Greissing. Aus dieser Ehe stammen drei Töchter und ein Sohn. Erstere sind: Josephine (geb. 6. August 1820), vermält (seit 30. März 1838) mit Joseph Dück, Pfarrer in Zeiden; Louise (geb. 10. October 1822), vermält (seit 10. October 1842) mit dem königlichen Rath Joseph Ritter von Pleckersfeld, und Julie (geb. 10. December 1826), vermält (seit 14. April 1855) mit Anton Edlen von Theuerkauf, zur Zeit k. k. Oberst außer Dienst, dessen im XLIV. Bande, S. 210 dieses Werkes gedacht ist. Der Sohn Karl Joseph (geb. 13. Juni 1842), der jetzt als Grundbesitzer in Kronstadt lebt, bezog nach des Vaters Uebersiedlung nach Hermannstadt 1850 das evangelische Gymnasium A. B. daselbst. 1859 begann er das Studium der Rechte an der dortigen Rechtsakademie und setzte es in den nächsten drei Jahren an der Wiener Hochschule fort. Nach seiner Rückkehr in die Heimat trat er am [33] 27. April 1864 bei dem Kronstädter Stadt- und Districtsmagistrate in Dienst und wurde bis zur Trennung der Justiz von der Verwaltung durch Aufstellung k. Gerichte, welche am 1. Jänner 1872 stattfand, als Magistratssecretär bei der gerichtlichen Abtheilung, von diesem Zeitpunkt an aber bis zu seinem im Herbst 1872 erfolgten freiwilligen Austritt aus dem Municipaldienste bei dem Districtswaisenstuhl verwendet. Das Andenken seines Vaters wahrte er durch folgende zwei Schriften: „Verzeichniß der Handschriften im Nachlasse des am 16. November 1871 gestorbenen Joseph Franz Trausch, herausgegeben von J. K. Trausch“ (Kronstadt 1872, Römmer und Kamner 1872, 8°., 21 S.), welches 80 Nummern in Fol., 108 Nummern in 4°. und 32 Nummern in 8°. aufzählt, und „Lebensskizze des Franz Joseph Trausch aus Kronstadt in Siebenbürgen u. s. w.“ (Kronstadt 1873, 8°., 151 S.). Außerdem veröffentlichte er in der „Transsylvania“ 1862, Nr. 19: eine Uebersetzung aus dem „Bulletin de l’Académie belge“ über die Gründung flamändischer Colonien, dann in der „Kronstädter Zeitung“ 1869, Nr. 5: „Ueber Pferdediebstähle im Kronstädter District“ und 1871, Nr. 14: „Antwort auf den Artikel: Alt- und Jungsachsen“.

Denkrede auf Joseph Trausch. Zur Eröffnung der 27. Generalversammlung des Vereines für siebenbürgische Landeskunde. Von Dr. G. D. Teutsch (1873, 36 S., gr. 8°.) [auch im „Archiv des Vereines für siebenbürgische Landeskunde“, Bd. XII der neuen Folge, Heft 1]. – Trausch (Karl Jos.). Lebensskizze des Franz Joseph Trausch wie oben in der Lebensskizze. – Trausch (Joseph). Schriftsteller-Lexikon oder biographisch-literarische Denkblätter der Siebenbürger Deutschen (Kronstadt 1871, Joh. Gött und Sohn Heinrich, gr. 8°.) Bd. III, S. 409 u. f. – Friedenfels (Eugen von). Joseph Bedeus von Scharberg. Beiträge zur Zeitgeschichte Siebenbürgens im neunzehnten Jahrhundert (Wien 1877, Braumüller, gr. 8°.) Bd. I, S. 70, 91, 145, 294; Bd. II, S. 54, 86, 337, 443, 446.
Porträt. Holzschnitt ohne Angabe des Zeichners und Xylographen (wohl ähnlich, aber schlecht geschnitten).
Uebersicht der in Handschrift nachgelassenen Arbeiten des Franz Joseph Trausch. [Bei dieser Gelegenheit wird auf einen Uebelstand aufmerksam gemacht, der, so geringfügig er erscheinen mag, es denn doch nicht ist. Im „Verzeichniß der Handschriften“ heißt Trausch auf dem Titel: Joseph Franz, in der Lebensskizze: Franz Joseph. Welches also ist sein Rufname: Franz oder Joseph? Uebrigens schreibt sich auch der Autor Karl Joseph Trausch einmal Karl Joseph, das andere Mal Joseph Karl Trausch, was gewiß komisch und inconsequent ist.] Virorum Coronae eximiorum ac illustrium vita, honores et mors ab anno R. S. 1548–1692. Fata et res patriae congessit Martinus Cziegler Coron., continuaverunt ab a. 1692–1749 Georgius Matthias Past. Brenndorf.; et ab anno 1750–1869 Jos. Franc. Trausch (Fol.). – „Ἐπιγραφῶν Στεφανοπολιτανῶν seu Inscriptionum Coronensium tum intra tum ac praecipue extra Urbem in turrium, propugnaculorum, pomeriorum portarumque muris, templis, scholis ac arce repertarum et ab interitu vindicatarum Consignatio sub titulo: Inscriptionum passim ad moenia urbis Coronensis incisarum aut adscriptarum adornata per Martinum Cziegler Pastorem quondam Brennsdorfensem, nunc autem aucta et ad novissima usque tempora continuata per J. F. Tr.“ (4°). – „Aufgerichtetes Denkmal oder kurzes Verzeichniß jener Schriften, welche in Kronstadt gedruckt worden sind. Von Jos. Teutsch. Ergänzt und vom Jahre 1748 bis zum Jahre 1869 fortgesetzt durch J. Fr. T.“ (Fol.). – „Jahrbücher der Geschichte von Siebenbürgen, d. i. kurze Andeutung aller Thatsachen, welche auf die Gesetzgebung, Verfassung, Regierung u. s. w., Sitten, Wissenschaften, Künste u. s. w. in diesem Lande einen Einfluß von geschichtlicher Wichtigkeit gehabt haben. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1869“ (Fol.). – „Widerlegung der Beschwerde der Kronstadter Walachen wegen Nichteinnahme in die Stadtcommunität [34] und den Magistrat, Aufhebung der Zunfteinrichtungen u. s. w.“ (Fol.). – „Bericht über die von Sr. Majestät dem Kaiser Franz I. am 19. October 1834 dem bürgerlichen Landesdeputirten J. Fr. Tr. ertheilte Privataudienz, inwieweit in derselben von sächsischen Nationalangelegenheiten die Rede gewesen ist“ (Fol.). – „Genealogie der angesehensten Familien in Kronstadt, ausgearbeitet im Jahre 1803 den 31. Jänner von G. Mich. Gottl. von Herrmann. Mit den in der Zeitfolge nöthig gewordenen Zusätzen, sowie mit vielen Ergänzungen, Berichtigungen und genealogischen Tafeln der vorzüglicheren Familien der Sachsen außerhalb Kronstadt vermehrt durch J. Fr. Tr.“ (Fol.). – „Chronologische Uebersicht aller gedruckten Urkunden, welche die Geschichte der Sachsen in Siebenbürgen bewähren“ (4°.). – „Verzeichniß derjenigen Siebenbürger Sachsen, welche in älteren und neueren Zeiten ansehnliche Landes- und Hofämter, sowie Professorsstellen an außersiebenbürgischen Universitäten bekleidet haben oder auch von ihrer Nation und den siebenbürgischen Landesständen an die kaiserlich österreichischen und andere auswärtige Regenten deputirt worden sind“ (4°.). – „Nachrichten über sächsische Armalisten, sächsischen Familien entsprossene Grafen und Freiherren und adelige Güter besitzende Sachsen“ (4°.). – „Verzeichniß aller seit mehr als 120 Jahren bei der k. k. Armee oder in fremden Diensten als Stabs- und Subaltern-Officiere im Dienste gestandenen, ausgetretenen oder noch dienenden Siebenbürger Sachsen. 1868“. – „Lebensläufe der Kronstädter Stadtrichter, wie auch verschiedener anderer Sachsen, besonders Kronstädter und Kronstädterinen“ (8°). – „Onomasticon virorum de utraque republica in Magno Principatu Transsylvaniae et praecipue de L. R. Civitare Coronensi bene meritorum, collectum per J. Tr.“ (4°.). Zwei Bände. – „Entwurf zu den Instructionen für die im Landtag 1841/42 gewählten sächsischen Deputirten zur systematischen Deputation in publico-politicis 1843“ (Juni bis August) (Fol., 79 S.). Nebst Uebersicht der in diesem Werke verhandelten siebenbürgischen Landtagsdeputationselaborate und Artikel vom Jahre 1811“. – „Chronologisches Verzeichniß der zur Erläuterung der sächsischen Statutargesetze und Gerichtspraxis dienlichen Universitätserlässe und Normalverordnungen vom Jahre 1691–1844. Im Auftrage der L. sächsischen Nations-Universität verfaßt 1844“ (Fol.). Dazu gehören: „Vorschriften für die Gerichte in der sächsischen Nation. Gesammelt im Auftrag zum Gebrauch der L. sächsischen Nations-Universität durch J. Fr. Trausch“. Drei Foliobände. Band I: „Vorschriften der Jahre 1698–1800“; Band II: „1801–1846“; Band III: „Gedruckte Vorschriften der Jahre 1747–1832“. Diese ganze Sammlung wurde auf Verlangen des k. k. Justizministeriums demselben zum Amtsgebrauche im März 1853 eingeschickt. Ein Auszug vom Jahre 1795–1847 ist im „Siebenbürgisch-deutschen Wochenblatt“, 1869, Nr. 37, enthalten. – „Siebenbürgische Bibliothek oder Chronologischer Katalog derjenigen Schriftsteller, deren Schriften über Siebenbürgen und die verschiedenen Theile, Orte und Bewohner dieses Landes bisher im Druck erschienen sind. 1869“ (Fol., 138 S.). – „Chronologische Beschreibung der in Kronstadt geprägten Münzen nebst den darauf Bezug habenden Landtagsartikeln“ (4°.). – „Rubricae sive Synopsis titulorum ac paragraphorum Jurium municipalium seu statutorum Nationis in Transsylvania Saxonicae, notis historicis, chronologicis ac juridicis illustratae“ (8°.). – „Von dem Staatshoheitsrechte (jus majestatis circa sacra), in Bezug auf die Augsb. C.-V. in Siebenbürgen“. – „Skizzen zur Geschichte der Entwicklung des Kirchenrechtes der Siebenbürger Sachsen“, 1853 (4°.). – Vestigia diplomatica sacri et profani ordinis Saxonum tam antiquioribus, quam recentioribus temporibus Bona nobilitaria in Transsylvania jura partium perennalia, partim inscriptitio possidentium persecuta per J. T. cum indice nominum alphabetico“, 198 S. (4°.). Diese Genealogie der angesehensten sächsischen Familien kann als Fortsetzung der oben angeführten „Genealogie der angesehensten Familien in Kronstadt“ angesehen werden. – „Rubricae sive Synopsis Articulorum in Comitiis Transsylvanicis ab anno 1540 usque ad anum 1669 conditorum, adornatae per J. F. Tr.“, 1864 (4°.). Ein Seitenstück zu Johann Szegedi’s „Rubricae universi juris hungarici“, auch chronologisch verfaßt. Die Ergänzung dazu von 1669–1834 enthält Ladisl. Gáal’s „Az Erdélyi Diaeták..“. – „Entwurf zur Ergänzung und Fortsetzung der Schlözer’schen kritischen Sammlungen zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen“ (4°.). Enthält Hinweisungen [35] auf die von Schlözer nicht gekannten Urkunden und die Resultate der seit Schlözer bekannt gewordenen Untersuchungen über niederländische Colonien und über die Geschichte und Privilegien der Deutschen in Ungarn und Siebenbürgen. – „Collectanea zu einer Particular-Historie von Kronstadt, aus unterschiedlichen Documenten zusammengebracht von Thomas Tartler 1761, vermehrt von J. F. T.“ (4°). – „Biographisch-literarische Denkblätter der Siebenbürger Ungarn und Szekler nebst Nachrichten über einige auswärtige Verfasser bemerkenswerther Schriften über Ungarn und Siebenbürgen. 1864“ (8°.). – Dipomatarium Transsylvanicum mixtum“, Vol. I (Fol.), Vol. II (4°.). – Diplomatarium Transsylvanicum. Volumen unum; Supplementa. Volumina duo“ (4°.). – Diplomatarium Transsylvanico-Siculicum, addita mantissa notationum et aliquot commentationum de Siculis“ (Fol.). – Diplomatarium Transsylvanico-Saxonicum“, vol. 7, Suppl. vol. 5 (4°.). Dem ersten Bande voran geht eine Untersuchung der urkundlichen Alterthümer von Ungarn und Siebenbürgen. – Diplomatarium Transsylvanico-Valachicum addita mantissa notationum et observationum de Valachis et Transsumto Conventus de Kolosmonostor“ (4°.). – Chronologische Register sämmtlicher achtzehn vorbenannten Diplomatarien“ (4°.). – „Index historicus, diplomaticus, antiquarius publico-politicus et juridicus ordine alphabetico elucubratus per Jos. C. Kemény, locupletatus per J. F. Trausch“. Volum. 2 (4°.). – „Josephi C. Kemény Transsylvania. Notitiae geographico-statistico-diplomaticae locupletatae per J. Fr. Tr.“, Vol. 3 (4°.). – „Adversaria de initiis juribusque et vicissitudinibus Saxonum in Transsylvania“, Vol. 5 (4°.). – „Onomasticon virorum de utraque republica in M. Principatu Transsylvania et praecipue de Lib. Regiaque civitate Coronensi bene meritorum“, vol. 2 (4°.). – „Analekten zur Geschichte der deutschen Ritter und der Ortschaften im Burzenland“ (4°.). – „Analecta scholastica Transsylvanica potissimum Coronensia“, Vol. 3 (4°.). – „Ordinationes normales ab initio Imperii Austriaci in Transsylvania tam ab Aula quam a Regio Gubernio emanatae“, tomi 5, Supplement und Fortsetzung tomi 4 (Fol.). Diese Sammlung, welche mit dem Jahre 1668 beginnt und bis 1825 reiche ist bereits von Joh. Joseph Trausch Vater begonnen und dann von Joseph Franz Trausch fortgesetzt worden. – „Collectio altissimarum Ordinationum Statum Nationis Saxonicae in Transsylvania attinentium ab a. 1681 ad 1848“, tomi 2 (Fol.). – „Adversaria de correlationibus et controversiis Fisci Regii cum Saxonibus in Transsylvania“, tomi 2 (Fol.). – Collectio sententiarum tam Aulicarum, quam Fororum inferiorum in Causis Nationis et Cleri Saxonum praesertim productionalibus latarum cum multis Facti Speciebus et Deductionibus huc spectantibus“, Vol. 3 (Fol.). – „Indices chronologici Tabularii Nationis Saxonicae“. – „Collectio ordinationum circa Contributionalia et Perceptoralia emanatarum“, tomi 2 (Fol.). – „Sammlung vaterländischer theils gedruckter, theils geschriebener von Siebenbürger Sachsen verfaßter Leichen-, Hochzeits- und anderer Gedichte, Predigten, Leichenreden, Lebensläufe, Pasquille, Tagebücher, historischer Notizen zu Eberischen Kalendern, Stammbücher, Schulprogramme, philosophischer, theologischer, medicinischer und juridischer Dissertationen, Vereinsstatuten, Handschriften- und Buchhändler-Kataloge“, in vielen Folio-, Quart- und Octav-Bänden, zum Theil chronologisch, zum Theil alphabetisch geordnet, nebst Verzeichniß zu jedem Bande. – „Entwurf zur Fortsetzung des von Dr. G. D. Teutsch im Jahre 1862 herausgegebenen Urkundenbuches der evangelischen Landeskirche in Siebenbürgen 1681–1871. Enthält die Verträge (Tractatus) und Gesetze, Beschwerden (gravamina), Resolutionen und Verordnungen der Regierung, Synoden der A. C.-V. und ihre Verhandlungen und Statuten nebst Literatur vom Jahre 1543–1870, Artikel und Statuten einzelner Capitel, Kirchenverluste der Sachsen, Zehentverluste der sächsischen Pfarrer u. s. w. u. s. w.“. – „Beiträge zur Literatur und Geschichte der weltlichen und Kirchenverfassung, sowie der Bildungsanstalten nebst deren Hilfsmitteln und auch des Vereinswesens, der Künste, des Handels und der Gewerbe der Siebenbürger Deutschen“. – „Beitrag zur Geschichte der Reise des schwedischen Königs Karl XII. und seines Gefolges durch Siebenbürgen im Jahre 1714“ [vergl. die „Blätter für Geist u. s. w.“, 1838, S. 321]. [36] – „Geschichte der Kronstädter Buchdruckerei“ [vergl. „Satellit“, 14. November 1841]. – „Wo und wann wurde die erste Buchdruckerei in Siebenbürgen errichtet? Nachrichten über die erste Papiermühle in Siebenbürgen“ [vergl. Ant. Kurz’ „Magazin für Geschichte Siebenbürgens“ (Kronstadt 1846) Bd. II, S. 340 u. f.]. – „Zur Geschichte der Wirksamkeit der sächsischen Nationsuniversität in älterer und neuerer Zeit“ [vergl. „Siebenbürgisch-deutsches Wochenblatt“, 1871, Nr. 20–23].