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BLKÖ:Titz, Alexander

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Titz
Band: 45 (1882), ab Seite: 200. (Quelle)
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Titz, Alexander (Maler, geb. zu Kolbajowicz, einem Gute seines Vaters im Samborer Kreise Galiziens, am 5. April 1814, gest. zu Lemberg am 25. April 1856). Die Ettern schickten den Jungen nach Lemberg, wo er die unteren Schulen und das Gymnasium zurücklegte und dann die Universität bezog, um sich der juridischen Laufbahn zu widmen. Da er aber Talent für die Malerei besaß, begann er sich in dieser Kunst zu üben und verkehrte viel mit den bedeutenderen Malern, welche zu jener Zeit in Lemberg lebten. 1838 ging er nach Frankreich, setzte daselbst seine Kunststudien fort und ließ sich 1844 in Bordeaux als Zeichenlehrer nieder. 1848 nach Lemberg zurückgekehrt, malte er Porträte und Landschaften in Oel, zeigte aber eine ungleich größere Begabung für die Miniaturmalerei. Bei dem Mangel an hinreichenden Bestellungen verlegte er sich stark auf das Unterrichten im Zeichnen, wobei er nach einer ganz eigenen Methode [201] vorging, mit welcher er vortreffliche Resultate erzielte. Er war eben daran, diese Theorie seines Unterrichts in einer besonderen Schrift dem großen Publicum bekannt zu geben, als ihn der Typhus befiel und der tödtliche Ausgang desselben die Vollendung dieses Werkes vereitelte. Titz starb zu Lemberg im schönsten Mannesalter von 42 Jahren. Zeitweilig hatte er sich auch mit der Lithographie beschäftigt und in solcher 1853 die wohlgetroffenen Bildnisse der Virtuosen Apollinar und Karl Kontski, deren dieses Lexikon im XII. Bande, S. 416, ausführlicher gedenkt, und 1854 mehrere Landschaften ausgeführt, unter denen dem Herausgeber fünf Ansichten aus der Umgebung des im Samborer Kreise gelegenen Schwefel- und Naphthabades Truskawice bekannt sind.