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BLKÖ:Szlávy, die Familie, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Szlegl, Cornel
Band: 42 (1880), ab Seite: 221. (Quelle)
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Zur Genealogie der Familie Szlávy. Diese Familie, deren voller Name Szlávy von Érkenéz und Okány lautet, stammt, wie Urkunden erweisen, aus dem 17. Jahrhunderte, in welchem ein Johann Szlávy (geb. 1674), königlich ungarischer Gerichtstafelbeisitzer, und Elisabeth Kovácsy als die Stammeltern dieses Geschlechts erscheinen. Johann hatte zwei Söhne: Paul und Georg (geb. 1726, gest. 1801), welche die Gründer zweier Linien sind, deren jede zur Stunde noch in mehreren Zweigen blüht. Paul (geb. 1706, gest. 1787), war Bereger Obergespan und hatte aus zwei Ehen, zuerst mit Katharina geborenen Freiin Perényi und dann mit Anna geborenen Fischer, eine zahlreiche Nachkommenschaft. Er ist wohl auch der Verfasser des Buches „Bölcsesséshez vszető ut“, d. i. Der zur Weisheit führende Pfad (Pesth 1799). Nur sein Sohn aus zweiter Ehe Franz, k. k. Oberstwachtmeister (geb. 1782, gest. 31. October 1856), pflanzte mit einer Baronesse von Apfaltern aus einer krainischen Familie den Stamm dauernd fort. In Iván Nagy’s ungarischem Adelswerke wird seine Gattin irrig Afalter und auf der Stammtafel (S. 761) Anna, dann auf der Fortsetzung derselben (S. 762) Katharina genannt. Von seinen drei Söhnen Karl (geb. 1803), Theodor (geb. 1805) und Franz pflanzten die beiden älteren diese Linie fort. Aus Karls Ehe mit Therese Schwelhelm stammen Franz (geb. 1834) und Adolph (geb. 1840), und aus jener Theodors mit Anna Skoddál lebt nur noch ein Sohn Gejza (geb. 1834). Pauls Bruder Georg (geb. 1726, gest. 1801) war mit Magdalena Laczkovics (gest. 29. Juni 1795) vermält, welche ihm zwölf Kinder gebar. Von seinen Söhnen Johann, Georg, Ladislaus und Anton pflanzten die drei letztgenannten diese Linie fort. Georg (geb. 13. October 1764, gest. 16. Februar 1818), Stuhlrichter im Biharer Comitate, hatte von seiner Gattin Julie Balás fünf Kinder, von denen weiter keine Nachkommenschaft vorhanden ist. Ladislaus (geb. 23. Mai 1774, gest. 25. April 1849), anfänglich in der kaiserlichen Armee, in welcher er während der französischen Kriege mit Auszeichnung focht, starb als königlicher Rath. Er war zweimal verheiratet, zuerst mit Antonia Gräfin Forgách (gest. 1823), die ihm einen Sohn Victor (geb. 11. December 1816) schenkte, dessen Ehe mit Nina Juricskay (geb. 20. April 1826) vier Söhne: Ladislaus (geb. 7. September 1846), Béla (geb. 16. Mai 1848), Oliver (geb. 12. April 1851) und Alexander (geb. 20. October 1852), entstammen; zur zweiten Frau hatte er Virginie Plays (geb. 23. September 1812), die ihm einen Sohn Georg (geb. 2. December 1838) gebar. Georgs dritter Sohn Anton (geb. 8. Februar 1778), zuletzt Oberstabsarzt in der kaiserlichen Armee, ist durch seine Ehe mit Louise Spirk der Vater unseres gegenwärtigen Reichsfinanzministers Joseph Szlávy, dessen Lebensskizze oben [S. 217] mitgetheilt wurde. Joseph selbst ist ledig. Er hat eine Schwester Juliana (geb. 11. November 1827), welche sich mit Johann Grafen Nyáry vermälte. Georgs vierter Sohn Johann (geb. 10. Jänner 1771, gest. 29. August 1840) war zugleich mit seinem oberwähnten Bruder Georg Theilnehmer an der Verschwörung des Martinovics, in welche sie wohl durch die Verwandtschaft der Mutter, einer geborenen Laczkovics, [222] mit einem der Hauptverschwörer, nämlich mit dem in Pesth hingerichteten Johann Laczkovics, verwickelt wurden. Johann büßte seine Schuld mit sechsjähriger Haft, welche er auf den Festungen Kufstein und Munkács überstand.