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BLKÖ:Sika, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Sikó, Nikolaus
Band: 34 (1877), ab Seite: 280. (Quelle)
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Sika, Joh. (theologischer Schriftsteller, geb. zu Prag 20. October 1809, gest. zu Budweis 18. April 1871). Von mittellosen Eltern, betrat er nach beendeten Vorbereitungsstudien die theologische Laufbahn und erhielt am 7. August 1836 die Priesterweihe. Im Herbst 1847 trat er in die Budweiser Diöcese über und wurde Caplan zu Jung-Vožic (Mladé Vožic). Im Jahre 1855 ernannte ihn sein Bischof zum Präfecten, 1859 zum Spiritual und [281] 1864 zum Director des bischöflichen Seminars in Budweis, ihm zugleich die Würden eines Consistorialrathes, Assistenten des Diöcesan-, Gerichts- und Synodal-Examinators verleihend. S. war in seinem Fache auch schriftstellerisch thätig, und außer einigen Dichtungen in deutscher und čechischer Sprache gab er heraus: „Ist die Einziehung und Veräusserung der Kirchengüter zulässig? Die Besoldung des Clerus aus dem Staatsfond nöthig? Und wie könnte der karg dotirten Geistlichkeit aufgeholfen werden? Drei wichtige Fragen der Gegenwart, aufgeworfen und beantwortet. Dem gesammten hochwürdigen Clerus des Königreiches Böhmen in Liebe und Ehrfurcht geweiht“ (Prag 1848, 8°.); – in Gemeinschaft mit Johann Šavel: die „Biblioteka kazatelska diecesi Budejovicke“, 6 rocniku, d. i. Predigt-Bibliothek der Budweiser Diöcese, sechs Jahrgänge (Budweis 1855–1861, L. Hansen, 8°.), und „Konkordat vełikým vinen neštestim co Rakousko dilem již sužuje, dílem ještě bude sužovati“, d. i. Das Concordat Ursache allen Unheils, wovon Oesterreich zum Theil schon geplagt, zum Theil noch geplagt werden wird (Böhmisch-Budweis 1862, F. Zdarssy, 12°.), ein satyrisches Gedicht, durch welches die Segnungen des Concordats erst ihre rechte Beleuchtung erhalten sollten.

Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Ladislaus Rieger (Prag 1859, Kober, Lex.- 8°.) Bd. XI, S. 160.