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BLKÖ:Schwarzenberg, Maria Anna Fürstin (gest. 1698)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 33 (1877), ab Seite: 29. (Quelle)
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43. Maria Anna Fürstin Sch. (gest. im Jahre 1698), war die Gemalin des Fürsten Ferdinand Wilhelm Euseb, und eine geborne Gräfin von Sulz, Landgräfin von Kleggau. Ihrem Gatten im Jahre 1674 vermält, zeichnete sie sich durch ihre Frömmigkeit so aus, daß sie ob derselben als Muster am Hofe galt. Sie war die Tochter Johann Ludwig’s, letzten Grafen des berühmten Geschlechtes der Grafen von Sulz und Landgrafen von Kleggau, aus dessen Ehe mit Maria Elisabeth Gräfin von Königsegg-Aulendorf. Da nach der vom Kaiser bestätigten Sulz’schen Primogenitur-Disposition vom Jahre 1676 die Landschaft Kleggau in ein Reichserbkunkellehen verwandelt und dadurch Maria Anna, als erstgeborne Sulz’sche Tochter Erbin wurde, nicht nur dieser alten habsburgischen Besitzung, welche durch Ursula von Habsburg-Lauffenburg an ihren Gatten Rudolph von Sulz kam, sondern auch der übrigen Sulz’schen Güter, so gelangte nun durch des Fürsten Ferdinand Wilhelm Euseb Ehe mit Maria Anna Gräfin von Sulz das Haus Schwarzenberg in den Besitz dieser ansehnlichen Reichsländereien und so kam auch das alte Prärogativ des Grafen von Sulz, das Erbhofrichteramt von Rothweil, welchem zu Folge der Graf von Sulz das Recht hatte, aus dem Grafen- und Herrenstande einen Vice-Hofrichter zu bestellen, an das Haus Schwarzenberg. –