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BLKÖ:Schmidt, Max Florian

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schmid, Mathias
Band: 30 (1875), ab Seite: 303. (Quelle)
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89. Schmidt, Max Florian (Arzt und Fachschriftsteller, geb. zu Brünn 16. April 1784, gest. zu Wien 15. November 1846). Seine Studien, welche er in seiner Vaterstadt Brünn begonnen, setzte er in Wien fort, wo er an der dortigen Hochschule die Arzneiwissenschaft beendete, die Doctorwürde erlangte und sich zunächst in den Militärspitälern, die in jenen Kriegsjahren überfüllt waren und alle Thätigkeit in Anspruch nahmen, in unentgeltlicher Dienstleistung verwenden ließ. Bei dieser Gelegenheit, wo die zahllosen schweren Verwundungen die sorgfältigste, behutsamste Behandlung und Pflege der Leidenden nöthig machten, lernte er die Wichtigkeit und Nothwendigkeit geschickter Krankenwärter aus eigener Anschauung kennen, und dieß veranlaßte ihn, unentgeltliche Vorlesungen über die Krankenwärterlehre an der Hochschule zu halten. Außerdem unterzog er einige Mineralbäder seinen besonderen Beobachtungen, deren Ergebnisse er in mehreren Schriften veröffentlichte und deren Titel sind: „Neue Methode, das Badner Bad zu gebrauchen“ (Wien 1816, 2. verm. Aufl. 1843); – „Anleitung zum Gebrauche der Mineralwässer, mit besonderer Würdigung des Marienbader Kreuzbrunnens“ (ebd. 1818, 8 °); zweite Auflage mit Hinsicht auf das Freudenthaler und das Johannisbrunnenwasser, nebst einigen Nachrichten über das zu Meidling entdeckte Schwefelwasser (ebd. 1820); dritte Auflage ... nebst Nachrichten über das Meidlinger Schwefel-Eisenwasser (ebd. 1820); vierte Auflage ... nebst Nachrichten über die Trink- und Füll-Anstalt zu Pyrawarth (ebd. 1820); – „Die Heilquelle zu Borszek“ (ebd. 1824); – „Unterricht für Krankenwärter“ (ebd. 1831, Gerold). Kurz vor seinem Tode hatte er ein vollständiges Werk über Krankenwärterlehre vollendet und soll dasselbe auch bereits der Presse übergeben haben, das Erscheinen desselben aber mag durch sein Ableben verhindert worden sein, wenigstens ist in den Bücherkatalogen kein dergleiches Werk ersichtlich.

Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 561.