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BLKÖ:Rosenegger, Sebastian

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Rosenegger, Lorenz
Band: 27 (1874), ab Seite: 22. (Quelle)
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2. Sebastian Rosenegger (Kunstgärtner, geb. zu Salzburg im Jahre 1772, gest. ebenda 18. Februar 1865). Arbeitete in den Jahren 1794–1797 unter dem k. k. Hofgärtner Benedict Meßmer in Kleßheim, begab sich dann auf Reisen, auf welchen er die beiden Erzherzogthümer, Ungarn und Mähren besuchte und in den Gärten der Schlösser und Besitzungen des hohen Adels arbeitete. Nach seiner Rückkehr stand er mehrere Jahre in Privatdiensten, bis ihn im Jahre 1804 der nachmalige Raaber Bischof Joseph Ernst Fürst von Schwarzenberg als Kunstgärtner und später als Oekonom nach Aigen bei Salzburg berief. Dort schuf sich R. durch seine herrlichen Anlagen in dem reizend gelegenen Parke ein dauerndes Andenken. Dieser Park gehört zu den Schönheiten Europa’s, und nur ein Gärtner, der das Walten und Schaffen der Natur mit echt künstlerischem Auge beobachtet, durfte hier seine ordnende Hand walten lassen, denn hier gilt es vornehmlich die Puncte auszusuchen, von denen aus die Fülle der Naturherrlichkeiten, die nach jeder Seite hin dem Auge sich darbieten, in einer mit Kunstsinn angelegten Umgebung genossen werden kann. Sebastian R. erreichte das seltene Alter von 94 Jahren. [Pillwein (Benedict), am angezeigten Orte, S. 196. – Neue freie Presse(Wiener polit. Blatt) 1865, Nr. 172.]