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BLKÖ:Mužák, Karolina

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Muzl, Sebastian
Band: 19 (1868), ab Seite: 487. (Quelle)
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Mužák, Karolina[BN 1] (čechische Dichterin, geb. zu Prag). Zeitgenossin. Gewöhnlich erscheint sie mit dem weiblichen Sylbenausgange von Mužák als Mužákova. Sie ist die Tochter des Prager Kaufmanns Rott und trat ursprünglich unter dem Namen Karolina Světla auf, unter welchem sie sich auch einen kleinen literarischen Namen gemacht hat. Sie hatte im Elternhause eine sorgfältige Erziehung erhalten und ließ von einigen Freundinen, welche mit belletristischen Arbeiten sich beschäftigten, sich gleichfalls bereden, Erzählungen zu schreiben, deren erste im čechischen Almanach „Máj“ gedruckt erschien. Die freundliche Aufnahme, welche dieser Erstling und einige andere Arbeiten, die ihm folgten, gefunden, dienten ihr zur Aneiferung, und sie ließ bald mehrere, darunter größere erscheinen. Außer mehreren in Zeitschriften und Taschenbüchern erschienenen Novellen und Erzählungen hat sie selbstständig herausgegeben: „Láska k bášníkovi, román z časů novějšich“, d. i. Dichterliebe, ein Roman aus der Gegenwart (Prag 1860, Kath. Geřábek), auch in der „Bibliotheka českých původních románů“ Jahrg. V, Bd. 3. u. 4; – „Na usvite, Román“, d. i. Bei Tagesanbruch, Roman (Prag, 1864, I. L. Kober, 8°.); – „Prvni Češka, román“, d. i. Die erste Böhmin, Roman (Prag 1861, I. L. Kober), auch in der Roman-Sammlung „Slovanské besedy“, I. Jahrg., 11. und 12. Bändchen. In ihren Novellen spiegelt sich ziemlich stark der Einfluß französischer Muster. Karolina Světla ist seit mehreren Jahren mit dem Professor an der Prager čechischen Realschule, Peter Mužák verheirathet, welcher mehrere kalligraphische Vorlegblätter und einige Hefte Musterblätter zum Schönschreiben herausgegeben hat.

Litoměřický všeobecný domáci a hospodářský kalendář na rok 1864, d. i. Leitmeritzer allgemeiner Haus- und Wirthschafts-Kalender für das Jahr ist 1864 (Leitmeritz, bei Medau, 4°.) S. 89, im Aufsatze: „Působení žen českých“, d. i. Einfluß der čechischen Frauen [S. 98 im Texte].

Berichtigungen und Nachträge

  1. Světlá, Karolina, siehe: Mužák Karolina [Bd. XIX, S. 487][WS 1].
    Nachtrag zu den Quellen. Slavin (Pantheon). Sbírka podobizen, autografů a životopisů předních mužů československých, d. i. Slavin. Pantheon. Sammlung von Bildnissen, Autographen und Biographien denkwürdiger čechoslavischer Männer (Prag 1872 u. f., F. Bartel, gr. 8°.) II. Theil, S. 12 u. f.
    Porträt. Unterschrift: Facsimile des Namenszuges „Karolina Světlá“. Trefflicher, sehr ähnlicher Holzschnitt aus F. Bartel’s xylogr. Anstalt, auch Beilage des vorgenannten „Slavin“. Světlá, Karolina [Bd. 41, S. 29.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: [Bd. XVIII, S. 487].