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BLKÖ:Mercy d’Argenteau, Anton Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 17 (1867), ab Seite: 393. (Quelle)
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2. Anton Graf Mercy d’Argenteau. Das weiter unten bezeichnete Lexikon von Leidenfrost gedenkt eines Anton Grafen d’Argenteau, und bezeichnet diesen als den Erben des Namens und Vermögens des unvermält bei Croisetta vor Parma (29. Juni 1734) gefallenen Florimund Claudius Grafen Mercy, während von anderer Seite der nachmalige kaiserliche Gesandte am französischen Hofe in der Revolutionsepoche als solcher angegeben wird. Vielleicht war dieser Anton ein Bruder des Gesandten und waren vielleicht beide die Erben des Generals. Dieser Graf Anton diente in der kaiserlichen Armee, kämpfte im Türkenkriege, im österreichischen Erbfolgekriege in Bayern, am Oberrhein, im Elsaß und in [394] Böhmen. Im Jahre 1741 war er Feldmarschall-Lieutenant, im Jahre 1753 Feldzeugmeister und bald darauf commandirender General in Slavonien, als welcher er im Jahre 1767 zu Esseg starb. Er dürfte wohl ein und dieselbe Person mit Anton Ignaz Karl August Merzi (sic) sein, den Iván Nagy in seinem ungarischen Adels-Lexikon: „Magyarország családai czimerekkel és nemzékrendi táblákkal“, Bd. VII, S. 426, anführt, und welcher im Jahre 1741 das ungarische Indigenat erhalten hatte, das dem Florimund Claudius bereits im Jahre 1723 verliehen worden. Wahrscheinlich bezieht sich auf Ebendenselben nachstehende, von István Barany herausgegebene Trauerrede. „Treuer Unterthanen gerechte Klagen bey dem schmerzlichen Verlust ihres Grundherrn und Vaters C. A. Mercy von Argenteau“ (Oedenburg o. J., 4°.). [Leidenfrost (Karl Florentin), Historisch-biographisches Handwörterbuch der denkwürdigsten, berühmtesten und berüchtigtsten Menschen aller Stände, Zeiten und Nationen (Ilmenau 1826, B. F. Voigt, 8°.) Bd. IV, S. 94 [im Texte zu Franz Mercy]. –