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BLKÖ:Mansfeld, Johann Georg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 16 (1867), ab Seite: 396. (Quelle)
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Mansfeld, auch Mannsfeld, Johann Georg (Kupferstecher, geb. zu Wien im Jahre 1763, gest. ebenda 21. December 1817). Sohn des Johann Ernst [s. d. Vorigen], der sich zuerst unter der Leitung seines Vaters ausbildete, dann aber die k. k. Akademie der bildenden Künste besuchte, auf welcher er sich in der Kupferstecherkunst vervollkommnete. Indem er besonders die Technik seines Kunstzweiges inne hatte, errichtete er später eine bedeutende Schriftgießerei, die er durch seine Geschicklichkeit in Aufschwung gebracht. Er hat viel gearbeitet und sich in den verschiedensten Manieren versucht, Porträte, Kupfer in Taschenbüchern und anderen Werken zeigen seine nicht gewöhnliche Fertigkeit. Von seinen Arbeiten sind bemerkenswerth: „Semiramis“, Halbfigur nach Füger (Oval-Folio); – „Eine vor der Statue des Janus opfernde Nymphe“, nach A. Peter in Lavismanier (kl. Oval-Folio); – „Die heil. Jungfrau mit dem Kinde“, nach Holbein (8°.); – „Zwei über eine Brücke reitende Männer“, nach J. A. Klein (Qu. Fol.); – „Kaiser Leopold II. in den Armen seiner Gemalin und seines Arztes sterbend“, nach Kininger (Qu. Fol.); – „Grosse Landschaft mit einer Fontaine, die mit einer Statue geziert ist“, nach Wutky in Lavismanier (gr. Fol.); – eine Folge von Hundeköpfen, von Passini radirt und von [397] Mansfeld beendigt, 6 Blätter (gr. 8°.); – eine Folge von Thierköpfen, Löwe, Bär, Tieger, Hund u. s. w., nach Quadal, Hamilton, Londonio u. A., 6 Blätter (kl. Qu. Fol.). In dem von Joh. Edl. von Baumeister [s. d. Bd. I, S. 191] herausgegebenen Werke: „Die Welt in Bildern“ (Wien 1788) sind mehrere Blätter, Blumen und Früchte nach F. Schulz mit dem Monogramm Mansfeld’s: Md. fe. bezeichnet (4°.). Der meiste Theil seiner Arbeiten steckt in Taschenbüchern und Almanachen, sie verrathen wohl alle eine große Gewandtheit, sehen sich aber kalt und hart an. M. war auch k. k. Cabinetskupferstecher.

Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1835, E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. VIII, S. 285 [nennt ihn Joseph Georg und gibt 1818 als sein Todesjahr an]. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. III, S. 532 [nennt ihn Johann Georg und gibt den 21. December 1817 als seinen Todestag an]. – Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Professor Fr. Müller, fortgesetzt von Dr.Karl Klunzinger (Stuttgart 1835, Ebner und Seubert, 8°.) Bd. III, S. 17 [nennt ihn auch Joseph Georg und gibt 1818 als sein Todesjahr an. Daselbst ist sein Monogramm abgebildet]. – Heller (Joseph), Praktisches Handbuch für Kupferstichsammler oder Lexikon der vorzüglichsten und beliebtesten Kupferstecher u. s. w. (Bamberg 1823, C. F. Kunz, kl. 8°.) Bd. II, S. 29. – Tschischka (Frz.), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien, Fr. Beck, gr. 8°.) S. 377 [stimmt mit Nagler und Müller-Klunzinger im Taufnamen und Todesdatum überein]. – Porträt. A. Petter p., J. A. Klein sc. 1815.