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BLKÖ:Kypta, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 13 (1865), ab Seite: 444. (Quelle)
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Kypta, Johann (Schulmann und Tonsetzer, geb. zu Borotin im Taborer Kreise 30. November 1813). Besuchte die Schule seines Geburtsortes, in welcher er auch etwas Gesang und Musik erlernte. Im Jahre 1827 nahm den vierzehnjährigen K. der damalige Caplan von Kumžak, Bernhard Christbauer, mit sich, daß er in seiner Schule die Kinder in Musik und Gesang unterrichte. Nun besuchte K. die Hauptschule zu Tabor, beendete daselbst auch im Jahre 1830 den Präparandencurs und wurde dann Unterlehrer zu Kumžak. In den Jahren 1832 und 1833 besuchte er in Prag die Orgelschule und kam im Jahre 1834 als Organist an die Decanatskirche und zugleich als Lehrer an die Mädchenschule zu Neuhaus. Vierzehn Jahre war er auf diesem Posten thätig, später kam er als Lehrer der Mädchenschule und Chordirector nach Teltsch in Mähren, wo er sich gegenwärtig noch befindet. K. war und ist noch als pädagogischer Schriftsteller und als Componist thätig. Als ersterer gab er heraus: „Mluvnice německe“, d. i. Deutsche Sprachlehre (Neuhaus); – „Stručný dějepis země moravské“, d. i. Abriß der Geschichte von Mähren (Neuhaus 1851); – „Stručný zeměpis“, d. i. Abriß der Erdbeschreibung (ebd.); – „Stručný dějepis města a panství Tělče“, d. i. Kurze Geschichte der Stadt und Herrschaft Teltsch (Teltsch 1857); – „Zrcadlo nábožnosti a dobročinnosti“, d. i. Spiegel der Andacht und Wohlthätigkeit (ebd.). Außerdem sind mehre Aufsätze seiner Feder im Schulkalender der Brünner Diözese enthalten. Die Zahl seiner Compositionen erreicht ein halbes Hundert, und sind es meistens Kirchenstücke. Ob dieselben gedruckt erschienen sind, ist dem Herausgeber dieses Lexikons nicht bekannt. Wohl aber hat er eine Lehre der Harmonie in čechischer Sprache unter dem Titel: „Nauka o souhlasa“, durch den Druck veröffentlicht.

Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1859, Kober, Lex. 8°.) Bd. IV, S. 1114.