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BLKÖ:Kayser von Kaysern, Johann Andreas

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kayser, Eugen
Band: 11 (1864), ab Seite: 96. (Quelle)
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Kayser von Kaysern, Johann Andreas (Bischof von Königgrätz, geb. zu Wegstadt in Böhmen 29. November 1716, gest. zu Königgrätz 5. Mai 1776). Erhielt seine theologische Ausbildung im Wenzelsseminar zu Prag, wo er in seiner Jugend sich auch als ausgezeichneter Sänger hervorthat. Er wurde dann Dechant zu Altbunzlau, Scholasticus und erzbischöflicher Suffragan in Prag, Weihbischof zu Thermiscira, am 2. Mai 1775 von der Kaiserin Maria Theresia zum Bischof von Königgrätz ernannt und als solcher am 17. Juli 1775 von Papst Pius VI. confirmirt. Kaum ein Jahr überlebte er seine neue Würde, als er, 60 Jahre alt, starb. K. war ein vortrefflicher Musiker, in seiner Jugend sang er selbst mit seltener Vollendung und die Liebe zur Musik geleitete ihn durch das ganze Leben. Junge Leute, welche arm waren aber Talent für die Musik besaßen, unterstützte er reichlich. Als er starb, verfügte er über sein ganzes Vermögen, und zwar: mit der einen Hälfte zu Gunsten der Königgrätzer Kathedralkirche, mit der andern Hälfte zu Gunsten der Armen seiner Diöcese.

Eiselt (Joh. Nep. Dr.) Königgrätz in der Vorzeit und Gegenwart (Prag 1860. Pospišil kl. 8°.) S. 67. – Dlabacz (Gottfried Joh.), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Haase, 4°.) Bd. II, Sp. 48. –