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BLKÖ:Kálnoky, die Grafen, Wappen

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kálnoky, Samuel Graf
Band: 10 (1863), ab Seite: 404. (Quelle)
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Wappen. Quadrirter Schild mit Herzschild und einer zwischen 3 und 4 eingepfropften Spitze. Herzschild: in Gold ein schwarzer doppelköpfiger, mit dem goldenen Buchstaben L (Erinnerung an Kaiser Leopold I.) belegter Adler. 1: in Blau ein einwärtsgekehrter, im Schreiten begriffener goldener Greif, welcher in der linken Vorderpranke einen Säbel schwingt; 2: in Roth eine rechtsgekehrte gekrönte und viermal gekrümmte silberne Schlange, welche im Rachen einen Reichsapfel hält; 3: in Roth ein rechtsgekehrter silberner Pelikan, welcher in seinem auf grünem Boden stehenden Neste seine Jungen füttert; 4: in Blau ein einwärtsgekehrter, im Knie gebogener Unterschenkel, welcher mit einer goldenen Krone bedeckt, roth bekleidet, mit gesporntem Stiefel angethan und im Kniegelenke von einem Pfeile von außen nach innen durchschossen ist. In der zwischen 3 und 4 eingelegten Spitze wächst aus einer gestürzten Krone ein gekrönter schwarzer Bär, welcher von einem Pfeile durch den Rachen von Rechts nach Links schrägrechts durchschossen ist und die Vorderpranken etwas erhoben vor sich hält. Den Schild bedeckt die Grafenkrone, auf welcher sich zwei zueinandergekehrte gekrönte Turnierhelme erheben, aus der Krone des rechten Helms wächst der von dem Pfeile durchschossene Bär, wie er in der silbernen Spitze erscheint, aus der Krone des linken wächst ein nach innen gekehrter silberner Hirsch, dessen Hals von einem Pfeile von außen nach innen schräglinks durchschossen ist. Das Geweih hat 8 Enden und ist demselben ein goldener Halbmond, über welchem ein goldener sechseckiger Stern schwebt, eingestellt. Die Helmdecken sind rechts blau mit Gold, links roth mit Silber belegt. Das historisch-heraldische Handbuch zum genealogischen Taschenbuche der gräflichen Häuser (Gotha 1855) gibt S. 389 das Wappen ganz kurz mit: „In Blau vier goldene Löwenfüße an. Diese irrige Beschreibung möchte wohl durch die in Hormayr’s „Taschenbuch für vaterländische Geschichte“, Jahrgang 1844, S. 99, vorkommende Stelle: „Die Grafen Nemes und Mikos führen den Kopf, die Kálnoky die Füße eines Löwen im Wappen“ [405] veranlaßt sein. In der Abbildung in Nagy’s „Magyarorszag csaladai“ (Bd. VI, S. 52) fehlt die silberne zwischen 3 und 4 eingepfropfte Spitze mit dem Bären, der Pelikan in 3 ist linksgekehrt und auf dem Helmschmucke sind der durchschossene Bär und Hirsch blutend dargestellt. Auf Petschaften sieht man öfter nur den durch den Rachen geschossenen Bären, der in der silbernen zwischen 3 und 4 eingelegten Spitze erscheint, und dürfte dieß das eigentliche Stammwappen der Kálnoky und eine Erinnerung sein, wie Andreas Nemes von Kálnok seinen in den Karpathen jagenden König 1345 von einem Bären befreit hat, welche Begebenheit Lehoczky erzählt.