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BLKÖ:Hutt, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Huttary (Maler)
Band: 9 (1863), ab Seite: 452. (Quelle)
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Hutt, Johann (Lustspieldichter, geb. zu Wien 14. October 1774, gest. ebenda 29. September 1809). Der Sohn unbemittelter Eltern, der in Wien die Studien beendete und dann in den Staatsdienst trat. In diesem, fern von allem Ehrgeiz nach höheren Stellen, wünschte er sich nur einen bescheidenen, wenig verantwortlichen Posten, den er auch als Kanzlist bei der k. k. Polizei-Oberdirection in Wien fand, als welcher er bereits im Alter von 35 Jahren starb. H. besaß ein feines dramatisches Talent und würde, wenn ihn nicht der Tod vor der Zeit ereilt hätte, noch manches geleistet haben. So beschränkt sich die Zahl seiner Arbeiten auf sechs kleine Lustspiele, welche in zwei Bänden, der eine noch bei seinen Lebzeiten, der andere wenige Jahre nach seinem Tode, unter dem einfachen Titel „Lustspiele“ erschienen sind. Der erste Band enthält: „Das war ich. Ländliche Szene“; – „Der rechte Weg. Ehestandsszene“; – „Hab’ ich recht? Original-Lustspiel in 3 Aufz.“; dieser erschien zuerst 1805 (Wien, bei Degen), in 2. Auflage 1824. Der zweite Band enthält: „Der Buchstabe. Eine poetische Kleinigkeit“; – „Die Probe. Lustspiel“ – und „Die Wendungen. Lustspiel“; dieser erschien zuerst im Jahre 1812, in 2. Auflage 1823. Auch befindet sich ein Lustspiel von Hutt (vielleicht eines der obigen) in dem Werkchen: „Lustspiele von Castelli, v. Holtei, Hutt, Kuffner und Lembert“ (Wien 1830, Tendler, 8°.). Vier unvollendete Lustspiele und der Plan zu zweien fanden sich in seinem Nachlasse vor. Hutt’s Stücke, welche im kais. Burgtheater zur Aufführung gelangten, hatten großen Beifall gefunden und zeichneten sich durch eine nicht gewöhnliche Anmuth in der Mache aus. Sie behaupteten sich lange auf dem Repertoire, bis sie endlich auch dem wandelnden Geschmacke der Zeit weichen mußten. Welche Achtung man H.’s Talent zollte, dafür spricht der zu jener Zeit nicht geringfügige Umstand, daß Moriz Graf Dietrichstein [Bd. III, S. 303], der seinen Nekrolog schrieb, öffentlich erklärte, er lege einen besonderen Werth darauf, daß der Verblichene sein persönlicher vertrauter Freund gewesen sei.

Vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat, herausgegeben von Franz [453] Sartori (Wien, 4°.) Jahrg. 1809, S. 367; „Nekrolog“ von Moriz Grafen Dietrichstein [nach diesem schreibt er sich Hutt]. – Oesterreichs Pantheon. Gallerie alles Guten und Nützlichen im Vaterlande (Wien 1830, M. Chr. Adolph, 8°.) Bd. II, S. 120. – Annalen der Literatur und Kunst in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien, Doll, 4°.) Jahrg. 1809, Intelligenzblatt vom November, Sp. 212 [nach diesen schreibt er sich Hut]. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. II, S. 674. – (Schwaldopler) Historisches Taschenbuch (Wien, 8°.) Jahrg. 1804, S. 204.