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BLKÖ:Herberstein, Sigmund Christoph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 8 (1862), ab Seite: 343. (Quelle)
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66. Sigmund Christoph (Bischof von Laibach, geb. 13. Februar 1644, gest. 1711). Von der Wildhaus’schen Linie. Ein Sohn Ernst Friedrich’s, der 1657–1663 Landeshauptmann der gefürsteten Grafschaft Görz, zuletzt niederösterreichischer Statthalter gewesen. Sigmund Christoph trat in den geistlichen Stand, war Anfangs Domherr zu Passau und Regensburg, dann Propst zu Rudolphswert, Dompropst zu Laibach und nach des Bischofs Joseph Grafen Rabatta Tode, 1684, Fürstbischof von Laibach, als solcher der Dreizehnte. Zum Baue der Domkirche zum heil. Nikolaus daselbst trug er aus eigenem Vermögen 30.000 fl. bei, und stiftete zum öffentlichen Gebrauche eine ansehnliche Bibliothek. Ein Jahrhundert später brachte ein zweiter Herberstein, Johann Karl [s. d. bes. Art. S. 344], den Laibacher Bischofsitz gleichfalls zu hohen Ehren. Sigmund Christoph legte 1701 seine Würde, nieder und zog sich nach Peruggia – und nicht, wie es in P. Marian’s „Augustinerorden“, 3. Theiles, 5. Bd. S. 147, offenbar durch eine Druckfehlerentstellung heißt: „nach Preußen“ – zu den Vätern des Oratoriums St. Philippi Nerii zurück, wo er zehn Jahre später starb. –