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BLKÖ:Heinisch, Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Heinisch, Jacob
Band: 8 (1862), ab Seite: 220. (Quelle)
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Heinisch, Anton (Arzt, geb. zu Hennersdorf in Schlesien im Jahre 1809, gest. zu Troppau 8. Juni 1855). Der Sohn armer Eltern, der sich durch Privatunterricht mühsam die nöthigen Subsistenzmittel verschaffen mußte, um seine Studien zu beenden. Nachdem er die Medicin gehört, kam er, ehe er noch die medicinische Doctorwürde erlangt hatte, als Cholera-Arzt nach Ungarn. Obwohl ihm daselbst vortheilhafte Anerbieten gemacht wurden, wenn er bliebe, zog er es doch vor, in seine Heimat zurückzukehren und nach erlangtem Doctorat 1834 zu Olbersdorf nächst Jägerndorf als praktischer und Finanzwach-Spitalsarzt sich niederzulassen. Als nun die Choleraepidemie in Schlesien wüthete, erwarb er sich durch unermüdete Thätigkeit das Vertrauen der Bevölkerung, und 1840 ernannte ihn Erzherzog Maximilian Este [Bd. IV, S. 88][WS 1] zum Brunnenarzt im Curorte Karlsbrunn und 1842 zum Spitalsarzte bei den deutschen Ordensschwestern zu Troppau. In der erstern Eigenschaft brachte er den fast verschollenen Curort zu einer kaum erwarteten Blüthe, von allen Seiten strömten Hilfsbedürftige herbei, neue Bauten entstanden und Karlsbrunn (vormals Hinewieder), am Fuße des Altvaters gelegen, wurde einer der besuchtesten Curplätze in Oesterreich. Wenn die viermonatliche Cursaison vorüber war, lebte H. als praktischer Arzt in Troppau, wo er sich einer großen Clientel erfreute, aber im kräftigen Alter von 46 Jahren einem Uebel erlag, dessen Keime er in seinem schweren Berufe in sich aufgenommen zu haben schien. Als Fachschriftsteller verdankt ihm die Wissenschaft eine Beschreibung des Curortes, an dem er durch 15 Jahre gewirkt, welche unter dem Titel: „Die Brunnen-, Bade- und Schafmolken-Curanstalt zu Karlsbrunn in k. k. Schlesien“ (Troppau 1845, Traßler, 8°.) erschienen ist.

Troppauer Zeitung 1855, Nr. 133. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: [Bd. IV, S. 38].