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Zur Geschichte der Judenverfolgung in Constanz

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Textdaten
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Autor: Gustav Schwab
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Titel: Zur Geschichte der Judenverfolgung in Constanz
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 22–23
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons und Google
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Zur Geschichte der Judenverfolgung in Constanz.

Gegen Mitte des 14. Jahrhunderts verbreitete sich in Constanz das Gerücht, ein Christ habe die heilige Hostie an Juden verkauft und eine fanatische Magd schrie: „Der Leib Christi wird von den Juden entsetzlich gemartert!“ – Sogleich ergriff das rasende Volk die nächsten besten Hebräer und schlachtete sie mit dem Beile, wie Stiere; zwölf wurden verbrannt, zwölf in den Rhein geworfen. Einige vornehme Bürger von Constanz [23] hatten den Muth, sich der übrigen anzunehmen und sie zu retten. Man schalt sie von den Juden bestochen und der Geschichtschreiber erzählt, es sey ihnen im Leben nichts mehr geglückt und der Himmel habe ihre Vertheidigung der Verworfenen mit einem frühen Tode bestraft.

(Siehe Gustav Schwabs: „Der Bodensee nebst dem Rheinthale etc.“)