Zum Inhalt springen

Zum Weihnachtsball

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<<
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Zum Weihnachtsball
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 26, S. 836
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[836] Zum Weihnachtsball. (Zu unserer Kunstbeilage.) Ein glückliches Menschenkind, das uns aus unserem Bilde entgegenschaut! Ihm sind Reichthum und Schönheit zu Theil geworden, und was der Reichthum thun kann, die Schönheit zu schmücken, das ist hier alles geschehen. Prächtig umschließt die weiße Atlasrobe die schlanke Gestalt, einer schmeichelnden zahmen Schlange gleich windet sich der seltene Pelz um Hals und Arme, die Rechte im hohen Glacéhandschuhe hält den noch geschlossenen Fächer gesenkt, zu dessen Herstellung der afrikanische Strauß sein Gefieder lassen mußte, und im üppigen Haare blitzen ein paar funkelnde Brillanten.

Ja, ein glückliches Menschenkind! Aber nicht Atlasrobe und Pelz, nicht Straußenfächer und Diamanten sind es, die es in dem Sinne glücklich machen, wie wir es meinen. Ihm ist mehr gegeben als äußerer Prunk und Glanz: ein sinniges Gemüth und ein weiches Herz, das auch unter der prächtigsten Hülle, inmitten einer gleißnerischen Welt, lauter und unverdorben weiter schlug und sich im harmlosen Genusse des Reichthums offen hielt für liebevolle Barmherzigkeit! Und woher wissen wir das? Wir lesen es in dem leichten, bescheidenen Neigen des Köpfchens, in dem ruhigen Blick aus den dunklen Augen, der so klar und unschuldig auf uns gerichtet ist; er kann nur eine reine Seele, ein keusches Kindergemüth wiederspiegeln!

Glückliches Menschenkind! Tritt Du nur an der Seite der sorgsamen Eltern hinein in den weihnachtsfrohen Ballsaal. Du bringst die richtige Stimmnng mit! =      

[KB26]

Nach dem Original-Gemälde von René Reinicke. Lith. Kunstanstalt v. Max Seeger, Stuttgart.
Zum Weihnachtsball.
Weihnachtsgruß der Gartenlaube an ihre Leser.