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Zum St. Valentinstage

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Edgar Allan Poe
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Titel: Zum St. Valentinstage
Untertitel:
aus: Lieder- und Balladenbuch amerikanischer und englischer Dichter der Gegenwart, Seite 55-56
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1862
Verlag: Hoffmann & Campe
Drucker: Jacob & Holzhausen
Erscheinungsort: Hamburg
Übersetzer: Adolf Strodtmann
Originaltitel: A Valentine
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Commons
Kurzbeschreibung:
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Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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[55]

 Zum St. Valentinstage[1].

Für sie dies Lied, die, wie aus Blumenkelchen
     Erblickend, unschuldsvoll durchs Leben geht!
Es ahnt ihr Herz den heil’gen Namen, welchen
     Kein fremder Blick in meinem Gruß erspäht.

5
Spricht auch die Lippe Nichts: an sicherm Orte

     Umhegen diese Zeilen einen Schatz,
Mehr als unsterblich theuer mir! – Die Worte
     Durchlest, die Silben prüft und jeden Satz!
Nichts spann’ euch ab – sonst wird die Müh’ euch dauern!

10
     Und seht ihr auch den gord’schen Knoten nicht

Auf euren Degen hier geduldig lauern:
     Wer endlich zeigt euch in der Sache Licht?
Verwoben in den Vers, der so viel’ Sorgen
     Euch macht (werft nur das Blatt nicht zürnend hin!),

15
Liegt heimlich doch ein dreifach Wort verborgen:

     Ein hehres Weib, bestaunt als Dichterin.

[56]

Ihr Name klingt von goldnen Liedersaaten,
     Er hört, gleich Sappho’s Namen, sich nicht schwer an;
Sechs Silben sind es – Doch hört auf zu rathen!

20
     Ihr findet nimmermehr das Wort, strengt ihr euch noch so sehr an!

  1. Um dies launige Akrostichon zu entziffern, verbinde man den Anfangsbuchstaben der ersten mit dem zweiten Buchstaben der zweiten, dem dritten Buchstaben der dritten Zeile, und so weiter bis zum Ende; – ch und st sind überall als zwei getrennte Buchstaben zu rechnen.