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Zum Kartenspiel unserer Soldaten im Felde

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Textdaten
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Titel: Zum Kartenspiel unserer Soldaten im Felde
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 24, S. 824
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1871
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[824] Zum Kartenspiel unserer Soldaten im Felde. Christian Sell hat in einem seiner letzten Artikel, wie die Leser der Gartenlaube sich wohl noch erinnern werden, es als auffallend erwähnt, daß er deutsche Soldaten im Felde nur ein einziges Mal habe Karten spielen sehen, und hat daran die Frage geknüpft, woher diese eigenthümliche Erscheinung wohl rühren möge. Ein Freund unseres Blattes, der den Feldzug mitgemacht hat, schreibt uns nun:

„Schon zu Anfang des Krieges betrachtete man die Karten, die man daheim scherzend das ‚Teufelsgebetbuch‘ genannt hatte, als etwas Gefahrbringendes für denjenigen, der sie trägt. Natürlich gab es auch Einzelne, die diesen an Rasttagen so begehrten Artikel nicht allzu leicht im Stiche ließen und eine Karte bei sich führten. Als aber zufällig gerade von diesen Mehrere in den ersten Schlachten fielen, so ward die Furcht vor den Karten von nun an ziemlich allgemein – namentlich wollte Niemand, sobald es in’s Gefecht ging, von einer Karte in seinem Tornister oder in seiner Hosentasche wissen. War dann die Schlacht vorüber oder kam ein Ruhetag, so wären freilich die Karten hochwillkommen gewesen; aber sie waren nun einmal fortgeworfen und da blieb denn unseren Braven im Felde nichts Anderes übrig, als sich die Zeit ohne sie zu vertreiben. Und das ging auch.“