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Zum Geheimmittelschwindel

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: M. Löhle
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Titel: Zum Geheimmittelschwindel
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 38, S. 632
Herausgeber: Ernst Ziel
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1878
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[632] Zum Geheimmittelschwindel. „Winter’sche Gichtketten mit Flußableitung.“ Unter diesem Titel preist seit einigen Wochen ein C. Winter aus Berlin in zahlreichen Zeitungen ein angeblich unfehlbares Heilmittel an gegen alle denkbaren rheumatischen Krankheiten. Nach den Anpreisungen des Erfinders unterscheiden sich diese Ketten von den bisherigen dadurch, daß sie täglich nur zwölf Stunden getragen werden dürfen; die übrige Zeit des Tages müssen dieselben nämlich aufgehängt werden, damit der aufgesogene gichtische Stoff in die Erde abfließen kann. Wer die Heilung beschleunigen will, muß daher zwei Ketten kaufen. Ich ließ mi eine solche Gichtkette kommen und erhielt ein ziemlich roh gearbeitetes, aus achtzehn Paar Kupfer- und Zinkschlingen bestehendes Kettchen an dem eine ebenfalls aus diesen beiden Metallen gearbeitete kleine Kapsel hängt. Das Ganze kann vom nächsten besten Klempner für den zwanzigsten Theil des von C. Winter berechneten Preises hergestellt werden. Von irgendwelcher Wirkung kann selbstverständlich keine Rede sein. Für Diejenigen welche die angebliche Heilkraft dieser Gichtketten auf Elektricität zurückführen möchten, füge ich ausdrücklich hinzu, daß dieselben nicht eine Spur von Elektricität zu entwickeln vermögen.

Metz
M. Löhle.