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Zimmerische Chronik/Band 1/Kapitel 40

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aus: Zimmerische Chronik
Seite: Band 1. S. 216–222
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Wie herr Johanns freiherr von Zimbern mit fröle Kunigunden grävin von Salgans sich verheurat, auch wie er ain schatz im Benzenberg gefunden.

Herr Johanns freiherr zu Zimbern, herrn Wörnhers
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selligen son, ward ain großer, starker herr, also das er in seiner jugendt umb der ungewönlichen lenge willen und sterke der »Lap von Zimbern« gehaißen ward. Ehe und zuvor diser herr Johanns sich verheirat, bei zeit und leben herrn Wörnhers, seins vatters, übet er sich in allen loblichen und
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ritterlichen thaten. Es wardt ain turner, der neunzehest in der zall im reich, von der ritterschaft des landts zu Franken außgerüeft under kaiser Carolo, dem vierten des namens; der ward geen Babenberg an die Regnitz[1] gelegt, auch alda gehalten im jhar, wie man zellet nach Christi unsers herrn
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gepurt 1362. Disen turner hat herr Hanns von Zimbern auch besucht, und wiewol er im turnerbuch Albrecht[2] genembt, so ist doch ohngezweifelt war, das diser zeit und auch in hundert jharen darvor kain freiherr von Zimbern des namens in leben gewest ist. Darnach verheurat er sich
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mit ainer grevin von Werdenberg, der linia und geschlechts von Salgans genembt, in Churer Retia gelegen, hieß fröle Kunigunda, ain tochter grave Johannsen von Werdenbergs zu Salgans und fraw Anna freifrawen von Ratzins. Dieselbig gebar im aim son, nach im Johanns gehaißen, und ain
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tochter, fröle Annam; die vermehelt er, nachdem sie erwuchs, grave Eberharten [139][3] von Werdenberg zu Sigmaringen und Dietfurt, graf Eberharts von Werdenbergs und fraw Margrethen von Geroltzegk sone. Ehe und zuvor die hochzeit gehalten, hat sich erfunden, das grave Eberhart und fröle
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Anna im vierten grad der gesipschaft ainandern verwandt gewesen, derhalben, als meniglichen darfür achten was, solche heuratsabred wurde, von wegen das sie dem bäpstlichen rechten ganz zuwider, unchreftig sein, haben baide schweher geen Rom geschickt und desshalben an den bapst
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Bonifacium den neunten umb ain bewilligung supliciert und anhalten lassen. Also hat bemelter pabst, wol zu achten, nit ohn gelt erbetten, dem bischof von Costanz ain bullam zu-

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[217] geschickt, darin er die heuratsabred chreftig und guot haist, die confirmiert und bestettiget. Herr Johanns freiherr von Zimbern gab seiner tochter fünftausendt guldin in gold heuratguot, dann er sich des schadens, darin sein vatter, herr
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Wörnher sellig, in der jugendt komen, durch das erlangen der herrschaft Mösskirch wol widerumb erholet het. Im stund auch sonderlichen ain glück zu, dann in gedachter herrschaft ligt gar ain alt burgstall, der Benzenberg genennt, darauf waren vor vil jharen die grafen von
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Rordorf gesessen. Die hetten sich ains thails von disem schloß grafen von Benzenberg genennt und geschriben und waren bei denselbigen zeiten in aim großen vermögen und ansehen gewesen; dann ainer des geschlechts, grave Eberhart, het den armen leuten zu guotem, auch im zu ainer ewigen
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gedechtnus die Rheinbrugken zu Costanz bawen lassen und die mit seinem aignen guot begabt, also das kain zoll von niemands solte darauf gevordert noch genomen werden. [A102a] Zu solcher underhaltung der brucken hat er dem stift Costanz die stat Merspurg am Bodensee geschenkt.
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Auch hat grafe Mangolt von Rordorf, grave Eberharts brueder, ain kostliche, herliche jarzeit zu Messkirch im zu ainer eewigen memoria und gedechtnus verordnet. Zu dem haben ire vordern das closter Zwifalten[4], das zwen grafen von Achaln, Cuno und Lutolt, auch Salmenschweiler[5], das herr
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Guntram freiherr von Adelsreüti gestift, reichlichen begabt, darbei ir aller herligkait, reichtum und hoch vermögen wol mag abgenomen werden. Nu gedacht herr Johanns von Zimbern das schlos, so noch zu Messkirch steet, zu bawen, dann solches der zeit ein burgstal, war vor vil jaren
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abgebronnen. Es hett alda ein gros, staine hus, das under der pfarrkirchen neben dem thor am mark (so der zeit das Troyer thor hieß) gelegen was. Dasselbig haus nempt man jungkfrow Metzen hove, und waren in demselbigen er, auch sein herr vatter selig und desselben schweher, herr
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Berchtolt, truchseß, gesessen gewesen. Nachdem man nu das stainwerk alda nit wol gehaben mag, lies gedachter herr die alten mauren an obangezaigtem schlos, dem Benzenberg, zum tail niderfellen [141][6] und die stain geen Möskirch füeren.

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[218] Also us der verhengnus Gotes und besonderem glück fandt er daselbst ain mergliche barschaft. Die ließ er zu merer sicherhait hinab geen Rotweil füeren und hinder ain rat uf den Cappelthurn zu behalten erlegen. So dann er
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nachmals geen Rotweil komen und gelt darvon oder darzu thon wellen, hat er in schimpf zu denen, so mit und umb in gewesen, gesagt, es gang in ain not an, er müeß gelt bei aim juden entlehnen; dann er hat ain bildtnus aines juden an die truchen, darin das gelt behalten gelegen, malen lassen,
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und so iemandts gelt umb in entlehnen, [A102b] hat er gesagt, er habs nit, wolts im sonst gern leihen, er wis aber ain juden (damit hat er sein gelt gemaint), bei dem konde er es im wol entlehnen, doch soverr das er im auf die bestimpt und versprochen zeit globen halte, sonst wurde im
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derselbig jud nichts mer leihen. Demnach aber des Benzenbergs, auch der edlen und mechtigen graven von Rordorf etliche mal in diser historia gedacht, will die notturft erfordern, ain alte geschicht, die sich bei grave Mangolts von Rordorfs zeiten auf bemeltem
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schlos, dem Benzenberg, begeben, damit die nit vergessen, in ansehung das sie der gedechtnus wol würdig, der geschrift zu bevelhen. Gedachter grave Mangolt, wiewol der an barschaft ganz wolhebig[7], darzu mechtig an land und leuten (dann dozumal die graveschaft Rordorf oder herschaft
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Messkirch, wie die genannt werden soll, hat vil ain größere zugehörde, dann izund, gehabt, welche nach abgang bemelter graven geschlechts an clöster und stift, auch anders wohin vergeben worden etc.), hat er doch sollich schlos, den Benzenberg, gar nichts befestiget oder zue ainer wöre
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gebawen, sonder, wie er das von seinen vorfarn empfangen, als ain lusthaus beleiben lassen. Auf ain zeit seind etliche graven und herrn, seine nechsten freind und gesipten, zu im und seim gemahel, fraw Agnesen, geborn grävin von Kiburg, auf obbemelten Benzenberg komen, und als sie
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bemelt schlos mit dürnen, diefen greben und anderm, zu der were dienstlichen, gar nicht verfast befunden, haben sie sich dessen, von wegen das der zeit, namlich under der regierung kaiser Hainrichs [A103a] des vierten vil treffenlicher krieg und aufruoren im land zu Schwaben, auch fast in
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ganzer teutscher nation sich erhuoben, höchlichen ver-

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[219] wundert, insonderhait so sie sein vermögen, auch grosen verstand bedachten. Derhalben der eltesten, auch fürnembsten ainer under inen zu gedachtem grave Mangolten gesagt haben sol, in befrembde nit wenig, das er als ain
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mechtiger, weiser und weitberüempter grave, darfür er dann von menigclichem gehalten werde, sich ainer sollichen behausung, die mit so geringem maurwerk verwart, vertrawen dörfe, mit erzellung der sorgclichen und beschwerlichen leufe, dozumal im reich [142] schwebende. Auf sollichs im
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grave Mangolt geantwurt, er welle in seine gute maurn und bollwerk, uf die er sich in gefärlichen zeiten nit wenig verlasse, des andern tags sehen lassen, der zuversicht, er werde ain gut benüegen haben. Ist derhalben ganz frölich desselbigen tags mit seinen gesten gewesen; doch hat er in
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mitler weil seinen amptleuten und verwesern in der stille aufzumanen und die werhaftigisten, auch pesten in der herschaft des andern tags mit sich morgens zu bringen und zu rings umb schlos, den Benzenberg, in die ordnung zu stellen entpoten. Als nu solchs beschehen und desselbigen tags
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die frembde herren aufgestanden, haben sie nit wenig befrömbden und verwunderns ab der merclichen, wolgerüsten anzal kriegsvolks, damit das schlos allenthalben umbgeben, gehabt. In dem grafe Mangolt zu inen komen und sie, wie inen das kriegsvolk gefalle, befragt, welche, inen solchs ganz
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wolgefallen, mit bit, was solchs bedeut, gesprochen, hat inen grave Mangolt gesagt, das seien seine pesten mauren[8] und wörinen, die er hab, welche er inen auf ir begern nit pergen wellen, achte auch seine underthonen, one rhom zu reden, dermaßen regiert [A103b] zu haben, das er sich
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denselben vertrawen dörfe, one zweifel, das sie ire güeter, leib und leben unverdrüsenlich zu im setzen wurden. Ab diser handlung haben sie nit wenig verwunderns empfangen etc., seind volgendts ieder widerumb haim zogen. Bei diser historia wol abzunemen, das vilbemelter grave Mangolt von
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Rordorf seine underthonen in gutem friden regiert hab, dieweil noch bei unsern zeiten ain gemainer und von unverdechtlichen jaren hergepracht leumedt, das bei obgedachts grave Mangolts zeiten die hinderseßen in der herschaft Meskirch ganz wolhäbig und reich leut gewesen seien,
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insonderhait zu Rordorf, die eins teils ain solche überschweng-

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[220] liche barschaft gehabt, das sie in erbtailungen das gelt mit hüeten under ainandern ausgethailt haben. Auch sagt man, es hab auf ain zeit grave Mangolt zu aim maier auf Mordretshof (ist ain ort, da vor zeiten ain maierhof gestanden)
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geschickt, etlich gelt zu entlehnen, hab im der maier zwai meß mit gelt geschickt. * [1337] In welchem jar grave Mangolt von Rordorf gestorben, oder auch, wo[9] er sei begraben worden, das mag man grundtlichen nit wissen, doch gewiss, das solchs etliche
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jar vor dem jar nach Christi gepurt 1210 beschehen seie. Er hat ain vogtei gehapt von dem gotzhaus zu Birhtlingen[10] (man hats von alter her nur Birthlingen gehaißen, gedenk Bürklingen von birkenstocken), ain anzall frucht und gelt, wie das noch bei der herrschaft Mösskirch. Nach seinem
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absterben ist solch vogtei dem closter ledig wider haimgefallen. Die hat abt Eberhart von Pettershausen mit gemainem rath und bewilligen seines convents herr Adelgosen freiherren von Wildenstain, ainem ritter, und seinen erben empfolchen und gelihen, iedoch das er oder seine nachkommen die
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underthonnen und vogtleut über und weiter, dann von alter herkommen, nit beschweren solle, zudem die vogtei alsdann ledigclichen dem gotzhaus wider solle haimgefallen sein. Das alles ist beschehen im jar, wie oblaut, vermeg der brief, darumb ufgericht, und hat den brief besigelt bischof
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Conradten von Costanz, war ain freiherr von Degerfeldt, und dann obgenannter abt Eberhart von Pettershausen, bei regierung kaiser Otten, im dritten jar seiner regierung, und under bapst Innocentio[11] dem dritten, und ist die verleihung der vogtei zu Costanz dem herrn Adelgoso von Wildenstain
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beschehen in beisein herr Hugo, probst zu Sant Steffan zu Costanz und tumbherr im hochen stift. Also vermag der brief[12] darumb. Wer aber diser herr Adelgoso gewesen, ob er des geschlechts vorm Schwarzwaldt, oder wo er derzeit sein residenz gehapt, das ist bei unsern zeiten unbewist und
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verborgen. *

* [1411] Diser graf Mangoldt von Rordorf ligt zu Zwifalten im closter, Benedicter ordens, begraben, welches vor jaren, nemlich anno 1089, zwen gebrüeder, graven von Achaln, 1

[221] Cuno und Lutolf, die lang darvor von den marggrafen von Österreich abkommen, und der erst ain lediger soll gewest sein, erstlichs uf dem perg und im schloß Achaln gestift, ist aber von merer gelegenhait willen hernach, wie Hermannus
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minorita schreibt[13], über die Alb hinüber ins thall, aldo es iezo stet, transferiert worden. Hernach hat das wetter vilmals uf Achaln geschlagen und großen schaden gethon, ußer ursach, wie man vermaint, das der perg hievor Got ergeben und zu aim closter war geweicht worden. Zugleicherweis
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solchs uf Zollern auch beschehen; uf dem perg darvor ain kirchen, in s. Michels ehr geweicht, vil jar gestanden. Man sagt, das diser baider grafen von Achaln muetter ain grefin von Montpelgart sei gewest, welcher brueder, grafe Hunfridt von Montpelgart, uf Achaln vil jar gefengclich ist enthalten
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worden von den baiden grafen gebrüedern, seinen vettern. Was dessen die ursach, findt man nit. Aber im jar 1048 ist er wider ledig worden, gleich darauf in Italiam geraist und daselbst das erzbischtumb zu Ravenna bekommen. Zu Zwifalten ligen baid grafen von Achaln, stifter, begraben,
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auch sonst noch vil mehr grafen, herren und grefin, als namlich grave Imfrid und grafe Ruedolf von Achaln, graf Mangolt und grafe Arnold von Gammertingen, graf Berchtoldt von Hettingen, den acht ich ain grafen von Veringen sein gewesen, graf Wolfhard und graf Walther von Veringen,
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graf Hainrich und graf Hörman von Wartstain, [1412] grave Ernst von Schelklingen, graf Ginos[14] von Urach, graf Ulrich von Neifen und graf Hainrich von Perg; sodann hernachvolgende herren: herr Eberhart, herr Ulrich und herr Ernst freiherren von Steußlingen, herr Conrad, herr Anshelm und
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herr Albrecht von Justingen, herr Hainrich von Kelmünz, herr Wolf, herr Cuno und herr Hörman freiherren von Gundelfingen, herr Berchtold freiherr von Rockstain und herr Ulrich, auch herr Hainrich freiherren zu Zeil; item fraw Adelhait, ein grefin von Montpelliart, der stifter fraw muetter, fraw
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Udalhildis, ein grefin von Zollern, und fraw Kunegundt, ein grefin von Urach. Diese alle sein in disem gotzhaus begraben, ohne vil andere ritter und vom adel, denen der allmechtig allen gnedig seie und barmherzig. *

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[222] * [1189] Ich hab im Gottfrido Marsilio [15] gefunden, der dann kaiser Ludwigs des mülten oder güetigen canzler ist gewesen und der vil wunderbarlichs ding geschriben, das er under anderm, so er von den künigreichen und
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kaiserthumben schreibt, vermeldet, das römisch reich teutscher nation hab zu seinen zeiten vier clientes gehabt, das sein dienstleut oder solche, die aim herren oder oberkait, da die schon derselbigen mit diensten nit verpflicht, doch ohne ainiche besoldung guetwillig und gern mitraisen und sich
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dienstlich bewisen, wie dann solch wort clientela oder clientes in der lateinischen sprach diß significat und bedeutung hat; und namlich nempt diser Gottfridus [1190] Marsilius die clientes Lewkirch, Sulgaw, Mösskirch und Schorndorf. Zaig ich allain derhalben an, damit die nachkomen in solichem
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und anderm hernach suchen[16] und sich befleisen, die zeiten und auch die historias zusamen zu vergleichen; dann wie man findt, so hat Sulgaw der zeit grafen gehapt, ist ain aigens geschlecht gewest, vermuetlich von den alten herzogen von Schwaben abkommen sein. So hat auch
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Mösskirch aigne herren gehapt, wie das die turnerbüecher bezeugen, oder hat doch under die grafen von Rordorf gehört. *



  1. Regnitz] hs. irrthümlich Rednitz.
  2. Albrecht] s. Rüxner, ausg. 1566 bl. CXLIa.
  3. 139] auf s. 138 stehen die wappen von Zimmern und Werdenberg-Sargans.
  4. Zwifalten] vgl. Sulger, Annales monasterii Zwifaltensis s. 2 ff.
  5. Salmenschweiler] vgl. Sartorius, Apiarium Salemitanum s. 1 ff.
  6. 141] s. 140 enthält die wappen von Werdenberg und Zimmern.
  7. wolhebig] so B, A wolhalbig.
  8. pesten mauren] vgl. hiezu Liebrecht in Germania XVIII, s. 178.
  9. wo] in Zwifalten, s. unten z. 36.
  10. Birthlingen] s. Chronik von Petershausen in Mones Quellensammlung I, s. 167.
  11. Innocentio] hs. Inventio.
  12. brief] die urkunde scheint unbekannt zu sein.
  13. schreibt] Hermannus minorita i. e, Martinus minorita, Flores temporvm ab Hermanno (minorita) Janvensi (Gigante) continuati, s. Eccard, Corpvs historicvm medii aevi I, 1618.
  14. Ginos] soll wohl Egino heißen.
  15. im Gottfrido Marsilio] Gotfridus de Marsilia soll eine Historia Karoli M. et de fundatione monasterii in Campidona im jahre 832 geschrieben haben, die jedoch erst im jahre 1494 entstanden ist; s. Wattenbach, Geschichtsquellen (4te aufl. 1878) II, 399.
  16. suchen] hs. suehen.