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Wurzel’s

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Theodor Fontane
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Titel: Wurzel’s
Untertitel: Berliner Ehedialoge
aus: Gedichte, Seite 79–80
Herausgeber:
Auflage: 10. Auflage
Entstehungsdatum: 1895
Erscheinungsdatum: 1905
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Stuttgart und Berlin
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[79]
Wurzel’s.

(Berliner Ehedialoge.)

     „Wurzel, wir wollen nun an die See,
Heute (als Letztes noch) koch ich Gelée,
Friederike bleibt und sorgt für Torf,
Ich denke wir gehen nach Heringsdorf.“

5
     „‚Ahlbeck.‘“


     „Wurzel, mit Hermann wird es nun Zeit,
Alles hier draußen ist freilich so weit,
’s Gymnasium auch (und täglich zwei mal),
Aber mit Pferdebahn ist es egal,

10
Ich denke mir also „Joachimsthal.“


     „‚Steglitz.‘“

[80]
     „Wurzel, der Winter ist nun bald da,

Mir graut schon vor dem Gesellschaftstrara,
Aber was hilft es (sie reden schon),

15
Also Scherzer’s, Kopisch, Liliencron

Und vielleicht die Familie Levysohn …“

     „‚Meyers.‘“

     „Wurzel, Du bleibst doch, wie Du bist,
Ein Igel an Dir verloren ist,

20
In der Tanzstund’, als Bräutigam und nun ehlich

Immer gleich aufbäumsch und unausstehlich;
Mag man sich noch so den Kopf zerbrechen,
Du widersprichst, um zu widersprechen,
’ne Scheidung giebt es schließlich doch!

25
     „‚Ich denke mir, Du besinnst Dich noch.‘“