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Willekomen svmer wetter svͤsse

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Göli
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Titel: Willekomen svmer wetter svͤsse
Untertitel:
aus: UB Heidelberg 263r und UB Heidelberg 263v
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum: 13. Jahrhundert
Erscheinungsdatum: Vorlage:none
Verlag: Vorlage:none
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Originalherkunft:
Quelle: UB Heidelberg und UB Heidelberg
Kurzbeschreibung:
Mit aufgelösten Lettern. Vergleiche auch Willekomē ſvm̾ wett̾ ſvͤſſe in Originallettern.
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
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[263r]

Willekomen svmer wetter svͤsse·
der winter sich lenge·
hat mich siner kelte genuͤge[WS 1]·
sprach ein maget schiere werden mvͤsse·
dú zit dc ich genge
vf den anger und ich trage kruͤge·
nv́we belzel hǒbet rise·
ich zehare binde·
wol kan ich des reigen wise·
vnd ǒch den achsel rotten lise·
nach der gigen tanze ich vil geswinde·

Iarlang gat das lǒp vber egge·
vil schone zewalde
an dem werde hebent sich die tenze·
lute ruͤret es der svmber slegge·
gezwinklichen[WS 2] balde
rispent vnd rifelnt úwer swenze·
die wir zv̊ der linden tragen
an den wasen slisen·
offenbar vnd ane lǒgen·
wir svln spehen also tǒgen·
wer die sin die sich der tenze flîssen·

[WS 3]Ich wil sin sin kempfe zer linden·
ze schalle zerůme·
semmer eggen lib vnd ir sele·
wan mv̊s mich an siner schar vinden·
her kv̊nze der ist ein blv̊me·
swie in alles lúzet min fro bele·
giselbrehten den si ruͤment
wc sol der zeschalle·
er ist von wiben gar verduͤmet
swc si singent oder bluͤment·
er ist ein schebel siner frúnde ein galle·

Was hat else an giselbreht gerochen·
des wundert mich sere
dc si in so offenlichen strafet·
si hat im sin lop vil gar zerbrochen
tuͤge des niht mere
er tanzet wol so kůnze da heime slâfet·
swa man tanzet alder springet·
da ist er vor in allen·
mit gewalte in nieman dringet·
des mv̊s er vns kinden wol gevallen·

Giselbreht nv heis den svmber ruͤren·
der tôn durh die húte·
seht der machet klafente helzen·
dú solt den tanz al durh dc gedrenge fuͤren
sich samnont die lúte·
dv solt werren vbriges kelzen·
swer durh zuht niht tanzen welle
noch durh gemelliche·
der en mache en hein geschelle·
hie wirt lihte ein strus geuelle·
des dekeiner kvme wirdet riche·

Do hůb sich der tanz von dem rûsse·
der ton vber búnde[WS 4]·
schal rehte[WS 5] als vs alles [263v] brvnne·
hohe sprvnge geile bagge knv́sse·
vil starke gefrúnde·
fron elsen schatten baren vor der svnnen·
ringewiffel fron Gesvnbi der stuchen fůrte·
hoher sprúnge svnder dvhte·
dc im nie en hein loch gestruchte
fůr der weibel dc er sich niene růrte·

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: genuͤget.
  2. Vorlage: gezwiklichē.
  3. Nach van der Hagen gehört Strophe 8 nach Strophe 14.
  4. Vorlage: durh die húte.
  5. Vorlage: recle.