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Wer todt ist, läßt sein Gucken

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Textdaten
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Autor: Heinrich Pröhle
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Titel: Wer todt ist, läßt sein Gucken
Untertitel:
aus: Märchen für die Jugend, S. 178
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses
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Erscheinungsort: Halle
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google, Commons, E-Text nach Deutsche Märchen und Sagen
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
fertig
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46. Wer todt ist, läßt sein Gucken.

Es war einmal ein böser Mann, der hatte eine dumme Frau, welche ihn durch ihre Thorheit und ihre Launen oft noch mehr erboste. Einst wollte sie sehen, ob sie auch von dem bösen Manne einen ordentlichen Sarg bekäme, wenn sie einmal stürbe, darum stellte sie sich todt und wartete, was geschähe. Der böse Mann, der Alles wohl merkte, ging sogleich auf den Hühnerstall und warf dort ein paar beschmutzte Brettchen herab, als wollte er davon den Sarg zimmern. Da die Frau das hörte, streckte sie den Kopf von ihrer Spreu, darauf sie ausgestreckt lag, durch’s Kammerfenster und war gar verwundert. Der böse Mann aber warf ihr sogleich seinen Hammer vor den Kopf und rief: „Wer todt ist, läßt sein Gucken!“ Davon starb die Frau wirklich, der böse Mann aber ließ ihr nun einen gar prächtigen Sarg machen, daß alle Leute hinterher schauten und staunten, als sie begraben wurde.