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Vom Weihnachtsbüchermarkt

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Titel: Vom Weihnachtsbüchermarkt
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aus: Die Gartenlaube, Heft 49, S. 811–815
Herausgeber: Ernst Ziel
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Erscheinungsdatum: 1884
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Vgl. Vom Weihnachtsbüchermarkt. III. & IV. sowie V., 1884.
Rubrik: Vom Weihnachtsbüchertisch
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Vom Weihnachtsbüchermarkt.

I.

Unter den Geschenken, welche dem Weihnachtstisch ein sinniges und höheres Gepräge verleihen, beansprucht das Buch eine große Bedeutung, denn keine Gabe vermag den offenen oder geheimen, zärtlichen oder ehrfurchtsvollen, freundschaftlichen oder conventionellen Beziehungen zwischen Geber und Empfänger beredteren und getreueren Ausdruck zu geben, als eben das Buch, von der Lyrik bis zum Specialwerk des Fachgelehrten. Und unser blühender Buchhandel sorgt dafür, daß allen diesen Ansprüchen in jeder Form und Weise Genüge geschehe.

So überreich ist aber die Fülle darin, daß wir nur einem geringen Theile der zu Weihnachten erschienenen Werke hier eine Besprechung widmen können. Wir haben deshalb eine Auswahl getroffen, die wir mit gutem Gewissen unseren Lesern zu Geschenken empfehlen können; mögen sie selber unter den hier angeführten Werken Umschau halten und sich das Passende aussuchen.

Die Pracht- und größeren illustrirten Werke, welche auf dem diesjährigen Weihnachtsbüchermarkte, sei es in erstmaligem Erscheinen, sei es in neuer Auflage sich präsentiren, beweisen wiederum, daß das Streben nach dem Schönsten und Besten, dem wirklich künstlerisch Vollendeten das ausschlaggebende Moment bei den meisten neueren Hervorbringungen auf diesem Gebiete ist.

Als eine der hervorragendsten, wenn nicht geradezu die hervorragendste Novität dieses Jahres möchten wir „Die Kunstschätze Italiens“, geschildert von C. von Lützow, mit zahlreichen Radirungen und Textillustrationen bedeutender Künstler (Verlag von J. Engelhorn in Stuttgart) bezeichnen. Die Fülle unvergänglicher, classischer Schönheit, welche in diesen durch Radirung und Holzschnitt trefflich wiedergegebenen Meisterwerken der Malerei, Plastik, Architektur geboten wird, zusammen mit den klar und übersichtlich gruppirten, ebenso instructiven als fesselnden textlichen Erläuterungen Lützow’s machen diese Kunstschätze Italiens in der That zu einem begehrenswerthen Schatze für jedes kunstsinnige deutsche Haus.

Einen hervorragenden Platz beansprucht ferner die Hinterlassenschaft eines Künstlers, der Tausenden unvergeßliche Stunden voll reinster Freude und Heiterkeit bereitet hat. Wir meinen die im Verlage von M. Hendschel [812] in Frankfurt am Main erschienene „Neue Folge der Blätter aus A. Hendschel’s Skizzenbuch“, enthaltend 50 Photographien nach bis jetzt noch nicht veröffentlichten Originalzeichnungen des verstorbenen Künstlers. Der köstliche Humor und die packende Lebenswahrheit, welche die bisher bekannten Zeichnungen des so früh dahin geschiedenen Meisters beleben, prägen sich auch in diesen Skizzen aus, von denen wir einige unseren Lesern darzubieten in der Lage sind.

Spiegelt sich hier die Gegenwart getreu wieder, so giebt eine andere Sammlung eine wohlgelungene Sitten- und Trachtenmalerei des 18. Jahrhunderts, wie sie nur der beste Schilderer jener Zeit, der bekannte und berühmte Maler und Kupferstecher Daniel Nicolaus Chodowiecki (geboren 1725 zu Danzig, gestorben 1801), in seinen feinen, anmuthigen und lebenswahren figürlichen Darstellungen zu bieten vermochte. Der Verlag von Mitscher und Röstell in Berlin veranstaltete eine „Auswahl aus des Künstlers schönsten Kupferstichen. 136 Stiche auf 30 Carton-Blättern, nach den zum Theil sehr seltenen Originalen in Lichtdruck ausgeführt von A. Frisch in Berlin“. Dem Kunstverständigen, dem Kenner und Liebhaber werden diese charakteristischen geistvollen Blätter, die von den Originalen des unübertroffenen Danziger Sitten- und Seelen-Malers in ihrer sorgfältigen und genauen Wiedergabe kaum zu unterscheiden sind, einen hohen und köstlichen Genuß gewähren.

Wenden wir uns aber nun den zeitgenössischen Künstlern und ihren Werken zu, so finden wir dieselben in einem mit erlesenem feinen Geschmacke ausgestatteten und auf hoher Stufe künstlerischer Vollendung stehenden Prachtbande vertreten, der aus dem Verlage von E. A. Seemann in Leipzig hervorgegangen ist und den Titel führt: „Moderne Kunst. Studien zur Kunstgeschichte der Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der Münchener, Berliner und Pariser Ausstellungen im Jahre 1883. Von Friz Bley. Mit Illustrationen in Holzschnitt, Radirung und Heliogravüre.“ In geistreichen Essays lenkt der Verfasser den Blick nicht nur auf die einzelnen Künstler und die Stellung, welche dieselben in der gesammten Culturbewegung ihrer Zeit und Nation einnehmen, sondern vermittelt auch das Erkennen tiefer liegender Erscheinungen und Fragen, die man zum Verständniß des modernen Kunstlebens erfassen muß. Die Schöpfungen der ersten Meister sind in vorzüglichen Wiedergaben vertreten.

Aus Rudolf von Gottschall’s „Deutschem Frauen-Album in Wort und Bild“.

In einem engeren Rahmen spiegelt sich das zeitgenössische Kunstleben in der „Münchener bunten Mappe“ wieder, „Originalbeiträgen Münchener Künstler und Schriftsteller, herausgegeben von Max Bernstein (Verlagsanstalt für Kunst und Wissenschaft, vormals Fr. Bruckmann in München)“. Ein glänzendes Zeugniß für den regen und frischen Kunstsinn der bayerischen Residenz! Dichter wie Ganghofer, Greif, Heigel, Heyse, Lingg, Stieler und manche andere besten Namens haben hier einem Defregger, Diez, Grützner, Kaulbach, Lenbach, Mathias Schmid, Alexander Wagner und Anderen die Hand gereicht zu einem Bunde, dem ein eigenartiges und prächtiges Kunstwerk entsprungen ist, welchem es an Beifall nicht fehlen wird.

Unter den Prachtwerken historischen und culturhistorischen, länder- und völkerkundlichen Inhaltes müssen wir in erste Linie stellen das in J. G. Bach’s Verlag in Leipzig erschienene großartige Werk: „Die Kreuzzüge und die Cultur ihrer Zeit. Von Dr. Otto Henne am Rhyn. Prachtausgabe in Folio mit 100 ganzseitigen Illustrationen von Gustav Doré, verschiedenen ganzseitigen Illustrationen deutscher Künstler, und über 100 Text-Illustrationen.“ Eine wahrhaft imponirende Leistung, die hier Verleger, Künstler und Schriftsteller geben, von einer Gediegenheit in allen Darbietungen, die das höchste Lob und die weiteste Anerkennung verdient.

Warmer patriotischer Hauch durchzieht das von der Verlagsanstalt für Kunst und Wissenschaft in München herausgegebene, reich illustrirte und würdig ausgestattete Werk: Die Hohenzollern und das deutsche Vaterland von Dr. R. Graf Stillfried Alcantara und Professor Dr. Bernhard Kugler. Illustrirt von den ersten deutschen Künstlern,“ von welchem nunmehr eine billigere Volksausgabe vorliegt. – Camphausen, Menzel, Thumann, Werner und andere unserer besten Meister haben bekanntlich den fesselnden und geistvoll behandelten Text illustrirt.

Von neuen geographischen Prachtwerken, einer Species, die sich heutzutage ganz besonderer Beliebtheit und Bevorzugung erfreut, sind in dem bekannten Verlage von Heinrich Schmidt und Carl Günther in Leipzig erschienen: „Neapel und seine Umgebung. Geschildert von Rudolph Kleinpaul. Mit 142 Illustrationen,“ und „Die deutsche Kaiserstadt Berlin und ihre Umgebung. Geschildert von Max Ring. Zwei Bände mit über 300 Illustrationen.“ Das erstere Werk zeichnet sich, wie alle Arbeiten Kleinpaul’s, des feinen, geistreichen Kenners und Beurtheilers italienischen Lebens, durch eine fesselnde, höchst interessante Darstellung aus, während Max Ring ein ebenso treues als gelungenes Bild der Hauptstadt des Deutschen Reiches und ihres Lebens und Treibens entwirft.

Hermann Kaulbach’s Opern-Cyclus. Nach Original-Oelgemälden photographirt. Begleitender Text von Karl Stieler. Federzeichnungen von F. Kruse (Verlag von Karl Brack und Keller in Berlin)“, „Das Heimchen auf dem Herde. Eine Elfengeschichte von Charles Dickens, illustrirt von Conrad Beckmann (Verlag von Adolf Titze)“ und „Friz Reuter-Gallerie mit Bildern von Conrad Beckmann und Text von Karl Theodor Gaedertz (Verlagsanstalt für Kunst und Wissenschaft, vormals Friedrich Bruckmann in München)“ mögen die Reihe der hier erwähnten Prachtwerke in Prosa beschließen. Hermann Kaulbach’s Schöpfungen sind bekannt und beliebt, sie bilden mit dem anmuthigen Text von Karl Stieler ein ansprechendes Buch, ebenso die prächtige Elfengeschichte Boz Dickens, während die Friz Reuter-Gallerie uns die lebenswarmen anheimelnden Figuren der Dichtungen [813] Reuter’s in einer Auffassung vor Augen führt, welche den dichterischen Gebilden eine durchaus entsprechende, sympathische Gestaltung zu verleihen scheint. So und nicht anders müssen Onkel Bräsig und Lining und Mining, die beiden herzigen Blondköpfe, dem Dichter vorgeschwebt haben; so und nicht anders kann man sich die von uns reproducirte Scene vorstellen, wie Hanne Nüte dem Bäckermeister, der dem lütten Pudel an den Kragen wollte, die rechten Wege – allerdings etwas handgreiflich weist; so und nicht anders müssen Dörchläuchting und die Schultsch sich gegenübergestanden haben: es ist wunderbar, wie hier überall der Humor des bildenden Künstlers den Empfindungen des Dichters sich anzuschmiegen und für sie den Dolmetsch zu machen verstanden hat.

Dasselbe vermögen wir auch von den weiter folgenden Prachtwerken zu sagen, deren Bilderschmuck sich mit poetischem Texte verbunden hat, wie bei dem „Deutschen Frauen-Album in Wort und Bild. Herausgegeben von Dr. Rudolf von Gottschall. Mit sieben Vollbildern von C. Karger, H. Kaulbach und sechs Vignetten von C. Karger und F. Stuck (Verlag von Gustav Hoefler in Leipzig).“ Das Kaulbach’sche Bild einer wunderbar lieblichen Mädchenknospe, von dem wir vorseitig eine Holzschnittnachbildung geben, ist von Ernst Scherenberg mit einem stimmungsvollen Gedichte von hoher poetischer Schönheit begleitet, und denselben Werth beanspruchen die übrigen für diese Anthologie von dem Herausgeber mit feinem Geschmack ausgewählten Dichtungen.

Aennchen von Tharau. Ein Lied aus alter Zeit, von Franz Hirsch. Pracht-Ausgabe, illustrirt von Georg Knorr (Verlag von Carl Reißner in Leipzig)“ zeichnet sich durch die in vorzüglichem Lichtdrucke wiedergegebenen trefflichen Compositionen Knorr’s, des bekannten Königsberger Malers, sowie durch die elegante und würdige Ausstattung aus, welche der Verleger dieser ansprechenden Dichtung gegeben.

Hanne Nüte und der Bäckermeister.
Aus der „Fritz Reuter-Gallerie“, mit Bildern von C. Beckmann und Text von K. H. Gaedertz.

Die „Abenteuer und Schwänke. Alten Meistern nacherzählt von Rudolph Baumbach. Mit Holzschnitten nach Zeichnungen von Professor Mohn (Verlag von A. G. Liebeskind in Leipzig)“ werden in der meisterhaften Form, welche Baumbach denselben verliehen hat, und mit den vorzüglichen Illustrationen Mohn’s Jedem, der am altdeutschen derben, aber lustigen Leben Gefallen und Geschmack findet, sicher recht behagen, und die „Lustige Jagd. Fünfundzwanzig Zeichnungen von Hugo Engl mit Gedichten in oberbayerischer Mundart von Conrad Dreher (Verlag von Adolf Bonz und Comp. in Stuttgart)“ wird in den weitesten Kreisen sich Freunde werben bei ihrem ausgelassenen, echten Humor in Vers und Bild.

Dem Naturfreund bietet sich ein Genuß dar in dem reich ausgestatteten Verlagswerk der Arnoldischen Buchhandlung: „In der Blüthenzeit. Ein Liederstrauß mit neun Illustrationen in Farbendruck nach Aquarellen von Julius Hoeppner“, einem Buche, in dem heller Sonnenschein und köstlicher Blumenduft weben und wallen und das ein zartes Geschenk für junge Mädchen bildet. Denselben Cultus der Natur pflegt das in fast zu reichem Bilderschmuck prangende, im Verlage von Ferdinand Hirt u. Sohn in Leipzig erschienene Prachtwerk „Im Wechsel der Tage. Unsere Jahreszeiten im Schmuck von Kunst und Dichtung. Eine Auswahl aus den Werken unserer besten vaterländischen Dichter, herausgegeben von Adolf Brennecke. Mit zahlreichen Holzschnitten nach Zeichnungen hervorragender Künstler.“ Eine Anthologie, welche dem geschmackvollen und feinsinnigen Herausgeber Erfolg und Beifall sichert.

Ein besonderes Interesse unter den Prachtwerken des diesjährigen Weihnachts-Büchertisches wird bei Vielen das Werk einer gekrönten Dichterin, der Königin von Rumänien erregen: „Mein Rhein. Dichtungen von Carmen Sylva, illustrirt von E. Doepler dem Jüngeren nebst 20 landschaftlichen Radirungen unter Leitung von Hans Meyer ausgeführt von F. Krostewitz und R. Heinrich (Verlag von Adolf Titze in Leipzig)“. Ein an poetischen Schönheiten reiches Buch, dem die genannten Zeichnungen und Radirungen einen besonderen Werth verleihen und das in sangesfroher Begeisterung für den „Vater Rhein“ sich manchen Verehrer erwerben wird.

Wie wir diese Besprechung von Prachtwerken mit einer der classischen Kunst gewidmeten Erscheinung begannen, so wollen wir sie auch mit einer solchen schließen, mit der im Verlage von Braun u. Comp. in Dornach (Vertreter: Hugo Grosser in Leipzig) erschienenen „Dresdener Gallerie“, von welcher bis jetzt 3 Lieferungen von zusammen 120 Blatt (Photographien) vorliegen, ausschließlich Meisterwerke in meisterhafter Weise reproducirt. Eine Extra-Ausgabe aus dieser Sammlung, Raffael’s sixtinische Madonna, welche in verschiedenen Größen, neuerdings sogar in der Größe des Originals, zu haben ist, wird man wohl mit Recht als eines der schönsten und kostbarsten Festgeschenke bezeichnen können. – r.     


II.

Wir gehen nun über zu dem Weihnachtsbüchertisch für die Jugend. So ein Weihnachtsbüchertisch für die liebe Jugend ist eine rechte Lust. Besonders im gegenwärtigen Jahre ist die Zahl der neu erschienenen Jugendbücher eine sehr große, und eines derselben tritt immer in verlockenderem Kleide auf, als das andere. Aber daß nicht Alles Gold ist, was da glänzt, lehrt schon ein altes Sprüchwort; und daß nicht Alles für die Jugend geeignet ist, was für sie dargeboten wird, kann nicht genug betont werden. Unter den älteren Büchern ist im Laufe der Zeit eine Scheidung schon vorgenommen; rathlos aber stehen zahlreiche Eltern den Novitäten gegenüber: diese zu sichten und den Rathsuchenden einen Wegweiser zu bieten, soll deshalb unsere Aufgabe sein. Möge neben dem guten Neuen freilich auch des bewährten Alten nicht vergessen werden! Für unsere ganz Kleinen bringt der Weihnachtsmann zwei Bücher, die nicht nur hübsche Bilder und sinnige Sprüchlein enthalten, sondern die auch besonders dauerhaft ausgestattet sind: „ABC“ und „Bilderbuch“ (Eßlingen, Schreiber), beide auf Leinwand und mit Lackanstrich. (Da derselbe Verleger eine ganze Reihe von Bilderbüchern herausgegeben hat, ist es nöthig, bei dem ersten die Nr. 6, bei dem letzteren die Nr. 25 anzugeben.) Auch das „Unzerreißbare Märchenbuch für die ganz Kleinen“ (Stuttgart, F. Loewe’s Verlag) mit 12 Farbendruck-Bildern von C. Offterdinger und das „Goldene Schatzkästlein für kleine Kinder“ (Eßlingen, Schreiber) sind in Rücksicht auf die oft etwas unzarte Behandlung seitens der kleinen Eigenthümer sehr dauerhaft (auf starkem Carton) hergestellt und dürften sich so, gleich den beiden ersten, ziemlich widerstandsfähig erweisen.

Ganz besonders reich ist der diesjährige Weihnachtsmarkt an Märchenbüchern und Büchern mit verwandtem Inhalt für das Jugendalter von 6 bis 9 Jahren. Hierher gehören die mit prächtigen Farbendruckbildern von Offterdinger, Flinzer und Anderen geschmückten und von Luise Pichler textlich bearbeiteten Märchenbücher „Feen in den Lüften“, „Silberflocken“, „Lustiger Klingklang“, „Märchenpracht und Fabelscherz“ und „Gnomen und Riesen“ (Stuttgart, W. Nitschke), sowie ferner „In’s Zauberland“ von Franz Kamberg und „Deutsche Kindermärchen“, Verlag von W. Effenberger (F. Löwe) in Stuttgart. Alle diese Bücher werden bei den leselustigen Kleinen, Knaben wie Mädchen, freudigen Anklang finden. Gute neue Märchen in Andersen’scher Manier bieten die „Erträumten Märchen“, erzählt und illustrirt von Marie Beeg, verlegt von E. Twietmeyer in Leipzig.

Eine bunte Reihe von kinderfreundlichen Schriftstellern und Künstlern ist es, die ihre Stoffe direct dem Leben des Kindes entnommen hat und nun ihre reizenden Gaben den Lieblingen darbietet. Vor Allem gehört hierher das liebliche „Aus der Kinderwelt“ (Stuttgart, Gebrüder Kröner) mit seinen classischen Kindergeschichten von der trefflichen Ottilie Wildermuth, vorzüglich illustrirt von E. Kepler, E. Klimsch und Oscar Pletsch. Aber auch „Hans und Käthchen, ein neues Buch für Knaben und Mädchen“ von M. Hilscher (Dresden, C. Schwager), „Im Sonnenschein“ von W. Claudius und Joh. Trojan, „Wie’s am Tage geht“ von W. Claudius und Julius Lohmeyer (Dresden, Meinhold und Söhne), „Was in der Sonne lebt“ von C. Goddard (Stuttgart, G. Weise), „Lust und Leid der Kinderzeit“ und „Die Kinderstube zur Dämmerstunde“ von M. Beeg (Stuttgart, W. Nitschke) sind mit ebenso hübschen Bildern ausgestattet, als mit lebendigen, kindlich-schlichten Versen versehen, die der kleine Leser gern auswendig lernen wird. Unter dem Titel „Willkommen!“ bringt Theo. Stroefer’s bekannter Kunstverlag in München ein „neues Malbuch für das kleine Volk“, will sagen: ein Buch mit schwarzen Bildern, die das Kind – wenn es die nöthige Ruhe besitzt – selbst zu coloriren vermag. Ein eleganter Carton mit der Aufschrift „Bibliothek für die Kleinen“ (aus demselben Verlag) birgt in seinem Innern vier reizende Bändchen auf einmal, deren Texte [814] und Illustrationen in verschiedenen Farben (roth, grün, blau und braun) gedruckt und so sorgfältig ausgeführt sind, daß sie nicht nur die im Titel genannten, sondern auch die „großen“ Leser fesseln werden. Ein weiteres empfehlenswerthes Buch ist „Aennchens Badereise nach Frankenhausen“ von M. Lahneck (Halle, J. Fricke). Dasselbe ist zum Besten der Kinderheilanstalt in Frankenhausen in Thüringen herausgegeben und verdient sowohl seines guten Zweckes wie des wirklich lobenswerthen Inhalts wegen eine hervorragende Beachtung.

Gesondert anführen möchten wir zwei speciell auf Weihnacht bezügliche Geschenkbücher: „Das Weihnachtsbuch“ von Heinrich Adami (Stuttgart, W. Nitschke) und „Christkind“ von Paul Mohn (Berlin, Georg Stilke). Beide wählten die Geburt Christi zum Gegenstand ihrer Darstellungen, und beide sind empfehlenswerth – in erster Reihe jedoch das ausgezeichnete Buch V. P. Mohn’s. Der treffliche Künstler führt den Kindern die Kindheit Christi in ihren Hauptmomenten so vor, wie sie dem deutschen Gemüth am nächsten liegt; alles, was an eine besondere confessionelle Auffassung erinnern könnte, ist vermieden, so daß jede christliche Familie sich an diesen Blättern in gleicher Weise erfreuen kann. Alle, welche die früher erschienenen „Kinder-Lieder und Reime“ Mohn’s kennen zu lernen Gelegenheit hatten, werden auch das „Christkind“ dieses echten Künstlers mit aufrichtiger Freude willkommen heißen.

Sonnenfinsterniß. Aus Hendschel’s Skizzenbuch.

Unser Schatz an Erzählungen für das erste Kindesalter von 6 bis 9 Jahren ist wenig reich. Doch hat der diesjährige Weihnachtsmarkt uns zu den empfehlenswerthen „Kleinkindergeschichten“ von Franz Wiedemann (Dresden, Meinhold u. Söhne) zwei neue Bücher gebracht, die warmer Anerkennung werth sind. Das eine: „Für’s Kind“, Geschichten von Dietrich Theden (Leipzig, E. Twietmeyer) enthält 14 kleine märchenhafte Erzählungen, die dem Kinde leicht verständlich sind und sicher gern von ihm gelesen werden; das andere: „Eine kleine Musterwirthschaft“ von Emma Biller (Stuttgart, Jul. Hoffmann) ist eine größere Erzählung, die sich in guter Darstellung mit allerlei kleinen Erlebnissen aus der Kinderwelt beschäftigt. Vorzügliche Ausstattung ist ein Schmuck, der beiden Büchern gemeinsam ist.

In der glücklichsten Lage befindet sich in Rücksicht auf die Reichhaltigkeit ihres Weihnachtsmarktes die reifere Jugend. Diese ist geradezu mit allem bedacht, was sie sich nur wünschen kann. Ja, kennten die Schelme alle die ihnen zugedachten Herrlichkeiten, so würden die bekannten „Wunschzettel“ sich gewiß recht oft als „zu klein“ erweisen. Da ist zunächst das prächtige Buch: „Der Wunderborn“, eine Sammlung der schönsten Märchen und Sagen aus deutschen Gauen von Karl Seifart (Stuttgart, Gebrüder Kröner), ein Buch mit zahlreichen echt künstlerischen Illustrationen des unvergeßlichen Eugen Neureuther, welches in jedem deutschen Hause Eingang zu finden verdient und gewiß auch überall, wo es denselben einmal gefunden hat, als ein guter Hausfreund hochgeschätzt werden wird. Da ist ferner der „Elfenreigen“ von Villamaria (Leipzig, Otto Spamer) mit seinen deutschen und nordischen Märchen, von dem Verfasser vorzugsweise der deutschen Mädchenwelt gewidmet; da sind auch „die schönsten Parabeln und Legenden des Morgen- und Abendlandes“ von Hermann Mehl (aus dems. Verlag) – gewiß der Fundgruben genug für anregende Unterhaltung und Belehrung. Ja auch die „Orientalische Märchenwelt“ (ebenda) von C. Michael, der geschätzten Mitarbeiterin der „Gartenlaube“, kann in den Dienst der gereifteren Jugend gezogen werden, wenn einer ihrer erwachsenen Freunde sich die gebotenen Stoffe zu fesselnder Erzählung anzueignen versteht.

Schmollende Kinder. Aus Hendschel’s Skizzenbuch.

Lebendige Erzählungen aus dem täglichen Leben bietet Isabella Braun unter dem Titel: „Aus meiner Jugendzeit“ (Eßlingen, J. F. Schreiber), drei Bändchen; ferner Emma Laddey in „Feenhände“, Hedwig Pohl in „Brauseköpfchen“ (Stuttgart, E. Hänselmann) und O. Schwahn in „Tante Lottchen und ihr Hofstaat“ (Berlin, Winckelmann u. Söhne), diese lezteren jedoch vorzugsweise für Mädchen geeignet. Die im Verlage von Fr. Andr. Perthes in Gotha erscheinende „Sammlung von Kindergeschichten“, herausgegeben von dem bewährten Jugendschriftsteller G. Chr. Dieffenbach, ist um mehrere Bändchen bereichert, von denen wir die „Kleinen Geschichten“ von Aurelie, „Aus der Kinderwelt“ von L. Fehr, „Zwei Erzählungen“ von M. Dieffenbach und in „Waldheim“ von L. Schneider besonders nennen. Auch die „Gebrüder Saus und Braus in Hüll und Füll“ von C. A. Becker (Leipzig, O. Spamer) und „Kleine Schelme“ von Alice (Leipzig, G. Brauns) seien angeführt. Besondere Beachtung verdienen als passende Geschenkbücher für Knaben und Mädchen im Alter von etwa 10 bis 14 Jahren: „Im Wintermond“, culturgeschichtliche Märchen und Erzählungen von Stefanie Keyser, „Aus goldner Zeit“, Erzählungen von Julie Ludwig, und „Weihnachtsgrüße“, Erzählungen und Märchen von Amélie Godin (Stuttgart, Gebrüder Kröner), drei Erscheinungen der Weihnachtsliteratur von dauerndem Werthe mit künstlerischen Illustrationen und einem geschmackvollen Aeußern. Amélie Godin ist eine ebenso bekannte und bewährte Jugendschriftstellerin als geschätzte Novellistin, Stefanie Keyser, die rasch beliebt gewordene Erzählerin der „Gartenlaube“, führt sich mit dem „Wintermond“ auch als Jugendschriftstellerin auf das Glücklichste ein, und Julie Ludwig ist als Mitarbeiterin an Lohmeyer’s, „Deutscher Jugend“ längst geschätzt als eine unserer feinfühligsten Jugendschriftstellerinnen.

Schabernack. Aus Hendschel’s Skizzenbuch.

An geschichtlichen Erzählungen, denen von vielen Lehrern und Freunden der Jugend vor andern das Wort geredet wird, ist auch in diesem Jahre kein Mangel, und die nachfolgend angeführten, zu deren Verständniß ein vorgeschrittenes Alter erforderlich ist, sind entschiedene Bereicherungen unserer Jugendliteratur. Die weibliche Jugend wird bei dieser Gattung von Erzählungen etwas kärglich bedacht; vorzugsweise für sie geeignet ist nur Brigitte Augusti’sEdelfalk und Waldvöglein“ (Leipzig, F. Hirt und Sohn), eine culturgeschichtliche Erzählung aus dem 13. Jahrhundert, die den Zweck hat und auch erfüllt, dem jungen Mädchen das Frauenleben der genannten Zeit vorzuführen. Das Buch bildet den selbstständigen Anfang einer Serie, deren weitere Bände ebenfalls der Darstellung des Frauenlebens gewidmet sein sollen und denen im Interesse unserer weiblichen Jugend ein gedeihliches Fortschreiten nur zu wünschen ist. „Die Helden der deutschen Wanderzeit“ von L. Pichler (Eßlingen, Schreiber) bieten anziehende Erzählungen aus der Geschichte der Völkerwanderung: „Der Retter in der Noth“ von derselben Verfasserin (Stuttgart, E. Hänselmann) spielt im Anfang dieses Jahrhunderts; in seinem Buche „Unter dem Joche der Casaren“ (Leipzig, Hirt und Sohn) schildert Oscar Höcker die Zeit des Kaisers Hadrian und in „Durch Kampf zum Frieden“ (ebenda) diejenige der Christenverfolgung unter Diocletian und der friedlichen Verbreitung des Christenthums unter Constantin. „Wulfhilde“ (Leipzig, O. Spamer), eine fesselnde Erzählung von Adolf Glaser, spielt in der bewegten Zeit der Hohenstaufen, „Schlitzwang“, von demselben Verfasser, zur Zeit Karl’s des Großen. Unter dem Titel „Kämpfe und Helden“ von Fedor von Köppen (Kreuznach, R. Voigtländer) finden wir Erzählungen aus der gesammten deutschen Geschichte, während Wilhelm Osterwald in „Sang und Sage“ wieder sein Gebiet begrenzt und sich der deutschen Vorzeit zuwendet. Ebenfalls begrenzte Gebiete behandeln Hermann Jahncke und Ferdinand Schmidt, ersterer in „Up ewig ungedeelt“ (Breslau, Woywod) die Befreiungskämpfe in Schleswig-Holstein, letzterer in seinen „Bildern aus den Befreiungskriegen“ (Düsseldorf, Bagel) die Jahre 1813 bis 1815. „Unser Kronprinz in Spanien und im Morgenlande“ von G. Stein (Berlin, Walther und Apolant) schildert in anziehender Weise die bekannte Reise des deutschen Kronprinzen. [815] Mit einem vorzüglichen Buche beschenkte M. Barack die Jugend. Dasselbe führt den Titel „Die deutschen Kaiser“ (Stuttgart, Julius Hoffmann) und bietet auf 29 Tafeln die in schönem Farbendruck ausgeführten Portraits der sämmtlichen deutschen Kaiser.

Nicht minderes Lob verdienen auch die aus dem Hoffmann’schen Verlage hervorgegangene Erzählung „Erich Randal“ von Otto Hoffmann, eine Geschichte aus der Zeit der Eroberung Finnlands durch die Russen, „Vom Stamme der Inkas“ von Rudolf Scipio (Stuttgart, E. Hänselmann) und „Tambour und General“ von Karl Oppel (Leipzig, O. Spamer), letztere beide mit Liebe geschriebene Erzählungen aus der gewaltigen Geschichte des amerikanischen Freiheitskrieges. Ausschließlich mit der Gegenwart beschäftigt sich „Unter der Kriegsflagge des deutschen Reichs“ von P. G. Heims (Leipzig, Hirt und Sohn), ein Buch, das gereiftere Knaben auf das Lebhafteste anziehen wird.

Ebenfalls besonders für Knaben geeignet sind einige ethnographische Werke: A. W. Grube’sThier- und Jagdgeschichten“ (Kreuznach, R. Voigtländer) und J. H. O. Kern’sBei Freund und Feind in allen Zonen“, 3. Band (Stuttgart, Rieger’sche Verlagshandlung). Der verstorbene A. W. Grube war ein so hervorragender Jugendschriftsteller, daß sein Buch einer besonderen Empfehlung nicht mehr bedarf, und Kern hat sich durch die beiden ersten Bände seiner Zonenbilder so gut eingeführt, daß es genügt, auf das Erscheinen des dritten: „Der Flüchtling im Gran Chaco“ kurz hinzuweisen. Die „Landschaftlichen Charakterbilder der hervorragendsten Gegenden der Erde“ von J. W. Otto Richter (Leipzig, O. Spamer) bilden eine wesentliche Ergänzung zu den bekannten geographischen Charakterbildern von Grube und werden deshalb bald Eingang finden.

Donauhort“, Geschichten aus alter und neuer Zeit von Ferdinand Zöhrer, „Oesterreichisches Sagen- und Märchenbuch“ von demselben und „Von der Adria und aus den Schwarzen Bergen“ von K. von Zdekauer (Teschen, Karl Prochaska) sind specifisch österreichische Jugendschriften, die aber werthvoll genug sind, um auch anderswo gelesen zu werden.

Eines vorzüglichen Jahrbuches für die deutsche Jugend, des Wildermuth’schenJugendgartens“, haben wir bereits in Nr. 45 der „Gartenlaube“ gedacht. Weisen wir heute noch auf „Das neue Universum“ (Stuttgart, W. Spemann) und die „Deutsche Jugend“ von Julius Lohmeyer (Leipzig, Alphons Dürr) hin, so haben wir auch nach dieser Richtung hin berechtigten Ansprüchen Genüge gethan. Von dem „Neuen Universum“ liegt der 5. Band vor, die „Deutsche Jugend“ beendet mit diesem Jahre ihren 25. Band. Wünschen wir derselben in glücklicher Weiterentwickelung zunächst auch das Jubiläum des 50. Bandes! Ihr künstlerischer Leiter ist bekanntlich Professor Oscar Pletsch.

Einen eigenartigen Zweig unserer Jugendliteratur bilden die Schriften für das sogenannte „Backfischalter“, deren Berechtigung ebenso oft bestritten wie vertheidigt wird. Es fehlt uns für die Darlegung unserer diesbezüglichen Ansichten der nöthige Raum; durch Empfehlung einer Reihe einschlägiger Novitäten wollen wir uns jedoch als Verfechter dieser Literatur, die in der That gute Blüthen getrieben hat, bekennen. Neben den guten Schriften „Schule und Leben“ und „Wollt ihrs hören?“ von Adelheid Wildermuth, sowie „Daheim und Draußen“ von Marie Calm (Stuttgart, C. Krabbe), „Der Trotzkopf“ von Emmy von Rhoden (Stuttgart, G. Weise), „Verloren und gefunden“ von Olga Eschenbach und „Lebenswege“ von T. von Heinz (Berlin, Winckelmann und Söhne) möchten wir noch besonders auf das neueste Buch der trefflichen Jugendschriftstellerin Johanna Spyri: „Sina“ (Stuttgart, C. Krabbe) aufmerksam gemacht haben.

An guten Gedichtsammlungen, bei deren Herausgabe eine besondere Rücksicht auf die Jugend obwaltete, giebt es verschiedene ältere, die in neuen Auflagen vorliegen und in Erinnerung gebracht zu werden verdienen: Colshorn, „Des Mädchens Wunderhorn“ und „Des Knaben Wunderhorn“, sowie G. Emil Barthel, „Des Mägdleins Dichterwald“ (Halle, Gesenius) und Echtermeyer, „Deutsche Gedichte“ (Halle, Waisenhaus).

Marie Beeg’sGedenkbuch für junge Mädchen“ (Stuttgart, W. Nitschke) ist ein elegant ausgestattetes Tagebuch, welches zahlreiche Illustrationen und mit Sprüchen geschmückte weiße Blätter für jeden Tag des Jahres enthält; ebenso auch das minder kostspielige „Kleine Tagebuch“ von Julius Höppner (Leipzig, E. Zehl).

Zärtliche Geschwister.
Aus Hendschel’s Skizzenbuch.

Nun noch ein Wort!
Wir können unsere Rundschau nicht schließen, ohne noch nachdrücklich auf ein Unternehmen hingewiesen zu haben, das die rückhaltslose Anerkennung aller wahren Freunde und Berather unserer Jugend verdient: die „Universalbibliothek für die Jugend“ von Gebrüder Kröner in Stuttgart. Die bis jetzt vorhandenen zahlreichen Bändchen der Bibliothek sind auf das Vorzüglichste ausgestattet, ihre textliche Bearbeitung wurde nur den bewährtesten Jugendschriftstellern und Pädagogen anvertraut, und die illustrative Ausschmückung derselben ist auf das Sorgfältigste überwacht. Nach dem Grundsatze, daß für die Jugend nur das Beste gerade gut genug, haben die Herausgeber alles Mittelmäßige und das, was noch darunter, ferngehalten, das Gute aber in glücklicher Wahl herangezogen. Die besten Jugendschriftsteller der Gegenwart lieferten Beiträge, wie dies die Namen von Mitarbeitern wie Victor Blüthgen, Luise Pichler, Oscar Höcker, Rich. Roth, C. Michael, Isab. Braun, Franz Bonn, O. Wildermuth, Gustav Plieninger etc. schon zur Genüge darthun, neben denen aber auch die schönsten Erzählungen und Märchen der verdientesten älteren Schriftsteller wie Jacobs, Weisse, Gellert, Pfeffel, Campe, Musäus etc. in zeitgemäßen Neubearbeitungen der Bibliothek einverleibt wurden. Ein überaus billiger Preis erleichtert die Beschaffung einzelner Bände oder der ganzen Bibliothek noch ungemein, sodaß die Sammlung besonders auch für Schul-, Orts- und Armenbibliotheken dringend zu empfehlen ist. Als Geschenk, als Schulprämie etc. wird jeder der in rothen Callico mit Schwarz und Goldprägung gebundenen Bände der „Universalbibliothek“ stets bewillkommnet werden. — th.