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Vermißten-Liste (Die Gartenlaube 1898)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
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Titel: Vermißten-Liste
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aus: Die Gartenlaube, Heft 27, 28, S. 866, 891, 892
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[866] Vermißten-Liste. (Fortsetzung aus Halbheft 6 des Jahrgang 1897.)

442) Gesucht werden von ihren Angehörigen zwei Brüder Sauter (auch Souther), Karl Friedrich Erwin, geb. in Ann Arbor in Michigan am 2. Juni 1859, seines Zeichens Lehrer, und Friedrich Franklin, geb. ebenda am 6. April 1861, Bäcker und Konditor; von Franklin kamen aus Albany Linn Co. Oregon und von Karl, der als Steward auf einem Schiffe diente, aus Toledo, Ohio, die letzten Nachrichten.

443) Nach seinem letzten Brief vom April 1890 aus Chicago war der am 20. Mai 1869 zu Braunschweig geborene Arbeiter Konrad Ferdinand Hentis in einem Cirkus bedienstet. Alle dorthin gerichteten Briefe kamen aber als unbestellbar zurück.

444) Von ihren Nichten wird gesucht die Lehrerin Emilie Ehrenberg, geb. Isenhut, die im Jahre 1833 zu Bockenem in Hannover zur Welt kam und zuletzt Inhaberin einer Schule im Staate New York gewesen sein soll.

445) Seit seiner letzten Nachricht aus San Francisko ist der am 26. Juni 1841 zu Braunschweig geborene Schneider Karl Ernst Wilhelm Christian Müller verschollen.

446) Die Brüder Claus Hinrich Wittrock (auch Baumann genannt), geb. am 16. Aug. 1848 zu Hamburg, und Emil Christian Daniel Wittrock, geb. am 11. Dezember 1858 ebenda, die von New York und Charlestown bei Boston zuletzt Nachricht gaben, werden von ihrem alten Stiefvater gesucht.

447) Von seinen Geschwistern wird um ein Lebenszeichen gebeten der am 23. März 1856 zu Bolkenhain in Schlesien geborene Weißgerbergeselle Gustav Adolph Wilhelm Mücke, der im Jahre 1888 aus San Francisko schrieb.

448) Der Friseur Friedrich Sexauer, geb. am 26. Oktober 1863 zu Ihringen in Baden, der im Jahre 1892 noch in New York, 422, III. Ave., wohnte, wird von seinem Bruder dringend aufgefordert, Nachricht zu geben.

449) Carl Johann Wilhelm Gustav Schütt, geb. 28. April 1861 zu Stralsund, teilte im Februar 1888 seinen Angehörigen mit, daß er 28 km von New York am Bau eines Tunnels beschäftigt sei, die an ihn dorthin gerichteten Briefe kamen jedoch als unbestellbar zurück.

450) Der am 22. April 1852 zu Heiligenhafen in Holstein geborene Barbier Wilhelm Friedrich Markus Valentiner ist nach New York gereist, dort aber trotz angestellter Nachforschungen nicht aufzufinden.

451) Seit September 1889 ist der am 27. Aug. 1851 zu Grönenbach in Bayern geborene Dekorationsmaler Carl Felicitas Böckeler verschollen. Sein letzter Aufenthaltsort war Philadelphia.

452) Von seinen Geschwistern wird der am 30. April 1847 zu Samotschin in Posen geborene Apotheker Adolf Friedrich Herrmann um ein Lebenszeichen gebeten. Herrmann schrieb zuletzt im Mai 1892 aus New York, daß er zur Ausstellung nach Chicago gehen wolle.

453) Von seiner Mutter, die schon manche Thräne um ihn vergossen hat, wird Franz Robert Julius Klein, der am 18. Febr. 1872 zu Muskau i. d. Lausitz geboren ist und im Jahre 1888 in Kansas lebte, aufgerufen, seinen Aufenthaltsort anzugeben.

454) Seit seinem letzten Briefe aus dem Hotel Alms in Cincinnati hat der am 16. April 1861 zu Bregenz a. Bodensee geborene Kellner Alexander Kemter seinen Eltern nicht mehr geschrieben.

455) Der Wachszieher Franz Norbert Bauer, der am 17. Aug. 1862 zu Prag geboren ist und noch im April 1895 in Los Angeles, Cal., wohnte, wird, nachdem der Vater gestorben, von seiner Mutter herzlich um ein Lebenszeichen gebeten.

[891] 456) Der Kaufmann Heinrich Friedrich Richard Holtz, geb. am 25. Sept. 1859 zu Hamburg, wanderte im Jahre 1881 nach New York aus und ließ seit 1884 nichts mehr von sich hören.

457) Johann Heinrich Stöckmann, geb. 9. Juni 1836 zu Westercelle in Hannover, der im Jahre 1871 als Brauereibesitzer in Oregon City lebte, wird von seinem Bruder um Nachricht ersucht.

458) Der Kaufmann Johannes Jacobus Wrede, geb. am 29. März 1850 zu Dykhausen, Ostfriesland, der noch im Dezember 1886 in einem Hotel zu Uniontown Pa. als Kellner angestellt war, wird von seiner Schwester gesucht.

459) Josef Fritsche, der am 19. Aug. 1840 zu Merzdorf, Bezirk Tetschen in Böhmen, geboren ist, wird vermißt. Laut Schreibens der österr.-ungar. Botschaft in Washington haben die vom Kais. u. Königl. Konsulat in Richmond angestellten Nachforschungen nach Fritsche, welcher in Norfolk gewohnt haben soll, keinen Erfolg gehabt.

460) Der Elektrotechniker Herrmann Eduard Meisner, geb. zu Lobsens am 8. November 1858, der bei Edison in Brooklyn beschäftigt war und am 31. März 1896 noch aus St. Louis Mo. schrieb, wird von seiner betagten Mutter herzlich um ein Lebenszeichen gebeten.

461) Am 26. Juni 1896 morgens ist der am 24. September 1876 zu Harburg a. d. Elbe geborene Handlungsgehilfe Friedrich Paul Schulmeister aus dem Geschäft in Hamburg, Grimm Nr. 10, in dem er angestellt war, fortgegangen und nicht wiedergekehrt.

462) Von seinem Vater wird um Nachricht gebeten der Kellner Christian Heinrich Goebel, der am 8. Novemb. 1865 zu Uebach in der Rheinprovinz geboren ist und im Juli 1890 von London aus schrieb.

463) Die Brüder Schlosser Christian Heinrich und Kaufmann Emil Scharmann, ersterer zu Lindenfels im Odenwalde am 6. März 1854, letzterer am 11. Oktob. 1861 zu Rödelheim b. Frankfurt a. M. geboren, werden von ihrem alten Vater gesucht. Der ältere der beiden schrieb zuletzt im Februar 1874 aus New Memphis, Ill., wo er als Maschinist angestellt war.

464) Von seiner Tochter um ein Lebenszeichen gebeten wird August Hermann Polster, der am 13. April 1824 zu Annaburg in Preußen geboren ward und in den vierziger Jahren nach New York übersiedelte.

465) John Ratjens, geb. am 4. Juni 1861 zu Hamburg, ging im Jahre 1879 als Segelmacher auf einem Kauffahrteischiff nach Afrika. Dort ist er heimlich von Bord gegangen und in der Kapstadt zuerst Kellner gewesen. Dann hat er sich mit einem jungen Mädchen aus Deutschland verheiratet und ist nach den Goldfeldern von Barberton gereist, wo er einen Kaufladen für die Kaffern eröffnet hat. Später hat er Frau und Kinder verlassen und soll in Johannesburg und auch in Montevideo auf einem Segelmacherboden gesehen worden sein. Seit 1891 fehlen alle Nachrichten von ihm. Seine alte Mutter würde für jede, auch die schlimmste Mitteilung herzlich dankbar sein.

466) Von seiner Schwester wird um Mitteilung seines Wohnsitzes ersucht der am 6. November 1853 zu Magdeburg geborene Klempner Albert Richard Wilhelm Holtz, der sich im Jahre 1878 in Sydney aufhielt.

467) Die Brüder Richard Wilhelm Neidholdt, geb. 20. Dezbr. 1852 zu Weißenfels a. d. S., von Beruf Weinhändler, und Friedrich Wilhelm Traugott Neidholdt, geb. am 12. Jan. 1859 zu Leipzig, seines Zeichens Restaurateur, werden um Angabe ihrer Adressen gebeten. Richard soll sich bis zum Jahre 1895 in Chicago ausgehalten haben.

468) Vor etwa 4 Jahren wanderte der am 4. März 1864 zu Neuhammer in Böhmen geborene Instrumentenmacher Josef Köhler nach der Neuen Welt aus und im Februar 1895 schrieb er noch aus New York. Seitdem ist er verschollen.

469) Von seinen Schwestern wird um Nachricht ersucht der Kaufmann Gustav Robert Börner, der am 30. Juni 1851 zu Roßwein in Sachsen geboren ist und im Jahre 1882 in St. Louis in Nordamerika wohnte.

470) Ferdinand Bock, geb. im September 1847 zu Breitenbach, Kreis Worbis in Preußen, der 1883 zu Manistee in den Vereinigten Staaten als Handelsmann lebte, wird von seinem Bruder herzlich gebeten, wieder etwas von sich hören zu lassen.

471) Im Jahre 1875 wanderte Henr. Rosalie Wilhelmine Löschner geb. Günther aus Satzung in Sachsen, wo sie am 6. Sept. 1842 geboren ward, nach Amerika aus. Eine Nachricht aus dem Jahre 1881, nach welcher sie sich im Staate Illinois niedergelassen hatte, ist bis heute die letzte geblieben.

472) Von seinem Bruder wird um Angabe seines Aufenthaltsortes gebeten Albin Rudolf Stüber, der am 16. Dezember 1869 zu Plauen i. Vogtl. geboren ist und im Jahre 1896 in einer Bierbrauerei zu Monterey in Mexiko thätig war. Stüber soll sich von da nach Chihuahua gewandt haben.

473) Von der Schwester wird sehnlichst um ein Lebenszeichen gebeten der Küfer Johann Paul Maibach, der von London, wo er am 6. März 1848 geboren ward, nach Chicago auswanderte und von dem seit etwa 18 Jahren alle Nachrichten ausgeblieben sind.

474) „Gebe Gott, daß unsere Sehnsucht nach unserem Sohne gestillt wird!“ Mit diesem Schmerzensruf wendet sich ein hochbetagtes Elternpaar an die „Gartenlaube“, auf die es seine letzte Hoffnung setzt, und bittet innig, ihm zur Auffindung seines Kindes, des Steuerbeamten Paul Ferdinand Michael Heinrich, behilflich zu sein. Heinrich ward am 12. Febr. 1862 zu Garby in Posen geboren und ging im Januar 1888 nach New York, um dort sein Glück zu versuchen.

475) Ernst Vahl, geb. 22. März 1856 in Berlin, der im Jahre 1884 in Port of Spain (Insel Trinidad) ein Uhrengeschäft betrieb und in den neunziger Jahren zu Buffalo und Rochester im Staate New York als Uhrmacher und Juwelier etabliert war, ist seit 1894 verschollen.

476) Im Jahre 1892 verließ der am 16. Juni 1868 zu Buckau bei Magdeburg geborene Handschuhmacher Hans Karl Rieger Petersburg und gab im selben Jahre aus Breslau die letzte Nachricht.

477) Von seinem tiefbekümmerten Vater wird gesucht der am 4. November 1860 zu Nerkewitz bei Apolda geborene Landwirt August Reinhold Julius Wohlgezogen, der noch im Jahre 1886 zu Aachen gesehen worden sein soll.

478) Von seinem einzigen Sohn wird herzlich um Angabe seines Wohnortes gebeten der Konditor Bernhard Schier, der am 2. Oktbr. [892] 1845 zu Bad Nauheim geboren ist und etwa im Jahre 1883 nach Amerika auswanderte.